Liebe Leserinnen und Leser,
wer hätte
das gedacht: nach der Rolle rückwärts im Herbst nun nach
Fukushima die Rolle vorwärts. Selten hat eine Regierung so
schnell und so fundamental ihre Meinung geändert, wie die
schwarz-gelbe in Sachen Atompolitik – an der Spitze beide Male
Horst Seehofer. Kein Wunder, dass da der ein oder andere
Regierungspolitiker noch etwas nach Orientierung sucht, aber
Frau Merkel beweist nun endlich Führungsstärkqe und gibt eine
klare Richtung vor. Nachdem die bisherige schwarz-gelbe
Energiepolitik mit ihrem Hin und Her bei der Laufzeitfrage
alles andere als verlässliche Rahmenbedingungen für die
Wirtschaft geschaffen hat, gibt es nun die Chance für einen
parteiübergreifenden Konsensq. Wenn bisher abschätzig von
„Wendehälsen“ die Rede war, bekommt dies zukünftig einen
beinahe verheißungsvollen Beigeschmack, kam doch aus dem Munde
Horst Seehofers als erstes ein konkretes Datum für die frühere
Abschaltung von Atomkraftwerken und damit für die neuerliche
Wende in der Energiepolitik. Während die Pläne zur
Energiewende im Herbst noch weitgehend wie Staffage für eine
Verlängerung für die Laufzeiten der Atomkraftwerke aussahen,
macht die Regierung nun ernst. Selbst Bereiche wie die
Gebäudesanierung, die mit Atomenergie höchstens indirekt etwas
zu tun haben, werden nun ernsthaft angepackt. Es ist klar,
dass keine neue Regierung dahinter zurück kann – selbst wenn
SPD und FDP zuweilen Merkwürdiges zum Thema von sich geben.
Der Generalsekretär der Regierungsoppositionspartei Christian
Lindner, der eben noch die Öffnung zu Grünen und SPD
vorantreiben wollte, um sich unabhängiger von der
dauerschwächelnden CDU zu machen, versucht im Endspurt der
Atomdebatte die FDP als letzten Hort der Atomkraftbefürworter
zu profilieren und sich von den Beschlüssen der eigenen
Regierung zu distanzieren. Selbst technisch fragwürdige
Vorschläge wie die eines „Stand-by-Atomkraftwerks“ sind der
FDP nicht zu schade. Sie sollte sich lieber für die
Abschaffung von Stand-by-Schaltungen bei Haushaltsgeräten
einsetzten, dann bräuchte es ihr Stand-By-Kraftwerk definitiv
nicht und es könnte noch ein weiteres Kraftwerk eingespart
werden. Die Oppositionsregierungspartei SPD demonstriert
dagegen eine ihr schon fast zum Markenzeichen gereifte
Zerrissenheit zwischen linker Basisnähe und
strukturkonservativer Wirtschaftsfreundlichkeit: einerseits
geht ihr der Ausstieg nicht schnell genug und gleichzeitig
warnt sie vehement vor den Folgen des Ausstiegs für die
Industrie. Doch an der Spitze beider Bewegungen gleichzeitig
zu stehen schafft noch nicht einmal der bayerische
Wende-Ministerpräsident. Ein mögliches schwarz-grünes
Bündnis scheint sich dagegen als Hirngespinst immer konkreter
im Kopf der Kanzlerin einzunisten – was sich vielleicht daran
zeigt, dass sie das Wort seltener in den Mund nimmt. Doch
allen positiven Entwicklungen in der Energiepolitik zum Trotz:
Im Detail wird die Regierung noch viel nachbessern müssen. So
ist ihr bisher für die Energiewende im Verkehrssektor wenig
mehr eingefallen als neue milliardenschwere Subventionen für
Elektromobilität. Elektroautos sollen zehn Jahre von der
Kfz-Steuer befreit und bei der Dienstwagenbesteuerung besser
gestellt werden. Das FÖS hat dagegen am 3. Mai 2011 mit dem
FiFo Köln ein Gutachten für eine ökologischere und gerechtere
Dienst- und Firmenwagenbesteuerung vorgelegt, das die
Besteuerung stärker an den tatsächlichen privaten Vorteilen
und an den Klimaeffekten ausrichtet. Auch hierbei würden
Elektromobile besser gestellt. Unser Reformvorschlag gäbe aber
Anreize zur Ökologisierung der gesamten Fahrzeugflotte und
würde den Staat nicht zusätzlich finanziell belasten, sondern
im Gegenteil zusätzliche Spielräume eröffnen (siehe dazu Steuerliche Behandlung von Firmenwagen in
Deutschland). Statt die staatlichen Kosten der
Energiewende durch den Abbau effizienzhemmender
umweltschädlicher Subventionen gegenzufinanzieren und so die
Energiewende gleichzeitig voranzutreiben, führt die Regierung
neue Subventionen für die energieintensive Industrie ein und
versucht die Energiewende mit Vorschriften und
umweltfreundlichen Subventionen voran zu treiben. Mit der Idee
eines ausgewogenen Bundeshaushalts verträgt sich das kaum. Das
FÖS hat daher für Greenpeace ein Gutachten verfasst, in dem
ein Kurzkonzept zur Finanzierung der Energiewende vorgestellt
wurde (siehe dazu Energiewende finanzieren durch
Abbau umweltschädlicher Subventionen). Bis wir wirklich
zumindest Wettbewerbsgleichheit für die Erneuerbaren Energien
haben, werden noch viele Jahre und mindestens eine Regierung
ins Land gehen. Auf dem Höhepunkt der Energiediskussion hat
das FÖS am 17. April 2011 im Auftrag von Greenpeace Energy
eine Studie zu den Subventionen verschiedener Energieträger
vorgelegt. Erstmals wurden darin Erneuerbare Energien und
fossile Energieträger wie Kohle und Atom auf ihre staatliche
Förderung hin untersucht. Steinkohle hat demnach mit
insgesamt 288 Mrd. Euro von der größten Gesamtsumme an
staatlichen Förderungen profitiert, gefolgt von Atomenergie
mit rund 196 Mrd. Euro und Braunkohle mit 67 Mrd. Euro.
Erneuerbare Energien profitieren erst seit Mitte/Ende der
1990er Jahre von nennenswerten qFörderungen, so dass die
gesamte Fördersumme der erneuerbaren Energien mit rund 39 Mrd.
Euro die hohen Werte von Atomenergie und Steinkohle bei Weitem
unterschreitet (siehe dazu „Was Strom wirklich
kostet“). Dass wir mit unseren Publikationen – wie Sie
diesem Newsletter ebenfalls entnehmen können - immer öfter
breite Beachtung in den Medien finden, freut uns ganz
besonders. Im Windschatten der aktuellen Energiediskussion
bereitet das FÖS aber auch noch eine andere Debatte vor: die
um die generelle Ressourcen-Effizienz. Dieses Thema wird immer
drängender, was nicht zuletzt die hervorragende Beteiligung an
unserer entsprechenden Fachtagung „Ressourcensteuerkonzepte
auf dem Prüfstand“ am 6. Mai zeigte. Keiner von uns hätte
damit gerechnet, dass zu dieser Tagung in Zeiten von
energiepolitischen Grundsatzentscheidungen weit mehr als 100
Teilnehmende kommen. Für diejenigen, die diesmal nicht dabei
sein konnten, haben wir die wesentlichen Ergebnisse im Beitrag zur
FÖS-Jahreskonferenz zusammengefasst. Bei der
anschließenden Mitgliederversammlung am Folgetag konnten wir
nicht nur einige Neumitglieder, sondern auch ein neues
Vorstandsmitglied begrüßen: Mit Uwe Nestle, Referent für
Ressourcenpolitik im Bundesumweltministerium und
Energie-Experte, hat unser Vorstand kompetente und engagierte
Verstärkung bekommen. Auf internationaler Ebene hat die
EU-Kommission endlich ihren Vorschlag zur
Revision der seit 2004 gültigen Energiesteuerrichtlinie
verabschiedet, so dass Ungarn die Verhandlungen unter seiner
Ratspräsidentschaft anfangen konnte. Die
Energiesteuerrichtlinie wird auch ein zentrales Thema auf der
Green Budget Europe Jahreskonferenz im September diesen Jahres
in Kopenhagen einnehmen (weitere Informationen finden Sie hier). Hier
hat insbesondere Kai Schlegelmilch schon umfangreiche
Aktivitäten in Berlin, Brüssel und Warschau gestartet. Zudem
hat er die thailändische Regierung im Auftrag der GIZ bei der
Konzeption und in Erwägung gezogenen Einführung
einer ÖSR beraten.
Eine unterhaltsame und
informative Lektüre wünscht Ihnen
Damian Ludewig Geschäftsführer |
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„Was
Strom wirklich kostet“
FÖS-Studie
April 2011
Was Strom wirklich kostet, ist eine entscheidende Frage in
der Debatte um die Zukunft der Energieversorgung. Die Antwort
steht nicht auf der Stromrechnung. Es fehlen wesentliche
Kosten, die bislang meist unbeachtet blieben – für die die
Gesellschaft aber gleichwohl aufkommen muss. Dies belegt
eine aktuelle Studie, die das FÖS im Auftrag von Greenpeace
Energy erstellt hat. Darin werden die direkten und indirekten
staatlichen Förderungen von erneuerbaren Energien, Atomenergie
sowie Stein- und Braunkohle im Zeitraum 1970-2010 erstmals
systematisch dargestellt und verglichen. Im Ergebnis hat
Steinkohle mit insgesamt 288 Mrd. Euro (real) von der größten
Gesamtsumme an staatlichen Förderungen profitiert, gefolgt von
Atomenergie mit rund 196 Mrd. Euro und Braunkohle mit 67 Mrd.
Euro. Erneuerbare Energien profitieren erst seit Mitte/Ende
der 1990er Jahre von nennenswerten Förderungen, so dass die
gesamte Fördersumme der erneuerbaren Energien mit rund 39 Mrd.
Euro die hohen Werte von Atomenergie und Steinkohle bei Weitem
unterschreitet. Auf Grundlage der Ergebnisse zu den
staatlichen Förderungen erfolgt in einem weiteren Schritt eine
Berechnung der gesamtgesellschaftlichen Kosten der einzelnen
Energieträger im Jahr 2010. Neben dem Strompreis selbst werden
die Kosten der staatlichen Förderungen und die „externen
Kosten“ von Strom aus Atomenergie, Kohle und erneuerbaren
Energien aufsummiert. Im Ergebnis trägt die Gesellschaft bei
einer Kilowattstunde Windstrom Kosten von 7,6 Cent und bei
Wasserstrom 6,5 Cent. Die Gesamtkosten für Strom aus Braun-
und Steinkohlekraftwerken summieren sich hingegen auf 12,1
Cent und für Atomkraft sogar auf 12,8 Cent je Kilowattstunde.
Dies zeigt, dass einige erneuerbare Energien heute schon
günstiger sind als konventionelle Energieträger, wenn außer
dem Strompreis auch die Kosten von staatlichen Förderungen und
der Umwelt- und Klimabelastung einbezogen werden. Die
Studie ist erhältlich in einer Kurzfassung
(12 Seiten), in der die wesentlichen Ergebnisse grafisch
aufbereitet wurden und in der Langfassung
(100 Seiten).
Zur Pressemitteilung von Greenpeace
Energy gelangen Sie hier.
Reaktionen
aus der Presse finden Sie hier nachfolgend
aufgelistet:
- "Wind
und Wasser günstiger als Kohle und Atom", Artikel mit
FÖS-Nennung, Focus Online, 17.04.2011. Ähnliche Artikel in
Zeit
Online, Frankfurter
Rundschau, Berliner
Zeitung und Kölner
Stadtanzeiger. weitere Artikel: Süddeutsche
Zeitung, Spiegel
Online, und FTD
- "Energiewende:
Atommoratorium gefährdet Netzstabilität", Artikel mit
FÖS-Nennung, FAZ.net, 17.04.2011.
- "Kosten
und Energiewende liegen im Dunkeln", Artikel mit
FÖS-Nennung, Tagesschau.de, 17.04.2011.
Atomausstieg
und der Strompreis
Beitrag von
Uwe Nestle
Ein wichtiges Argument für die Nutzung der Atomenergie war
schon immer, dass sie billig sei. In der aktuellen Diskussion
um einen schnellen Atomausstieg wird nun weithin befürchtet,
dass dadurch der Strompreis stark ansteigt. Mehrere
Forschungsinstitute gehen aufgrund ihrer Modelle von einer
Strompreissteigerung aus, die meisten allerdings von eher
geringen. Doch selbst die Prognose, dass sie überhaupt
steigen werden ist bei weitem nicht sicher. Zu
unterscheiden ist hier die Wirkung eines schnellen
Atomausstiegs von einem schnelleren Ausbau der Erneuerbaren
Energien. Auch wenn die Bundesregierung letzteres bislang
nicht anstrebt, würde ein höherer Anteil Erneuerbarer Energien
im Strommix aufgrund der EEG-Umlage für die meisten
Stromverbraucher tatsächlich zumindest kurz- bis mittelfristig
zu leicht erhöhten Stromkosten führen. Dies beträfe allerdings
nicht die großen und die im internationalen Wettbewerb
befindlichen Stromverbraucher, da sie nach geltenden
Regelungen zum Großteil von der EEG-Umlage befreit
sind. Bei der Abschätzungen über zukünftige Strompreise
legen Forschungsinstitute sie in der Regel theoretische
Strommarktmodelle zugrunde, die einen vollständigen und
funktionierenden Strommarkt unterstellen. Diese Annahme trifft
für Deutschlane allerdings nicht zu: derzeit bilden die vier
großen Stromversorger ein Oligopol. Während dieses Oligopol
durch eine Laufzeitverlängerung gestärkt worden wäre, bietet
eine kürzere Laufzeit die Chance, das Oligopol zu schwächen
und vielleicht sogar aufzubrechen. Der verbesserte Wettbewerb
würde sich auf den Strompreis eher dämpfend auswirken als
preistreibend. Diese Veränderung der Marktstruktur kann durch
die meisten Strompreismodelle aber nicht oder nur ungenügend
berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der darauf aufbauenden
Modellrechnungen müssen also mit großer Vorsicht betrachtet
werden. Darüber hinaus gibt es noch andere Indizien
dafür, dass ein schneller Atomausstieg nicht zu
zwangsläufig höheren Strompreisen führen muss. So haben EU
Mitgliedstaaten mit einem hohen Anteil von Atomenergie
durchschnittlich keine niedrigeren Strompreise als
Mitgliedstaaten mit niedrigem Atomenergieanteil. Der
ungeplante Ausfall zahlreicher Atomkraftwerke in Deutschland
im Jahr 2007 und der anschließende schrittweise Anstieg der
Verfügbarkeit hatte keine erkennbare Auswirkung auf den
Strompreis am Spotmarkt. Und auch das Moratorium mit der
plötzlichen Abschaltung von acht Atomkraftwerken auf einen
Schlag hatte auf den Strompreis sowohl auf dem Spot- als auch
auf dem Terminmarkt nur geringe Auswirkungen. Die Strompreise
an der Börse liegen noch immer unter den Preisen vor der
globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Offensichtlich ist
also weniger der Anteil der Atomenergie oder die
Geschwindigkeit des Ausstiegs aus der Atomenergie für den
Strompreis entscheidend. Mittel- bis langfristig ist die
Investitionssicherheit für potenzielle Kraftwerksbetreiber
viel wichtiger für angemessen niedrige Strompreise. Diese
Investitionssicherheit kann es erst geben, wenn ein hohes
Vertrauen darin geschaffen wird, dass der nun beschlossene
Fahrplan bis zur Abschaltung der Atomkraftwerke auchh
eingehalten wird. Bevor die Industrie weitere Entlastungen
bei der EEG-Umlage oder Subventionen für bislang nicht
nachgewiesene und auf einen schnellen Atomausstieg
zurückzuführende steigende Strompreise erhält, sollten u.a.
folgende Punkte geklärt werden:
- Wie haben sich die Strompreise an der Börse seit März
2011 entwickelt? Dies sollte mit den Strompreisentwicklungen
und der Strompreishöhe der vergangenen fünf Jahre verglichen
werden.
- Welche Optionen hat die Bundesregierung, aufgrund eines
schnellen Atomausstieges die Vielfalt der Anbieter auf dem
Strommarkt zu vergrößern? Welche Optionen nutzt die
Bundesregierung dabei?
- Inwieweit berücksichtigen die verwendeten
Strompreismodelle die sich aufgrund eines schnellen
Atomausstiegs verändernde Marktsituation?
- Welche Auswirkungen hatten die hohen Strompreise vor der
globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die deutsche
Industrie? Sind Unternehmen aufgrund der damals hohen
Strompreise abgewandert? Wenn ja, wie viele Arbeitsplätze
sind dadurch verloren gegangen?
- Wie verhält sich der aktuell stark boomende Export zur
Abhängigkeit der deutschen Industrie von konstant niedrigen
Strompreisen?
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„Energiewende
finanzieren durch Abbau umweltschädlicher Subventionen“
FÖS-Gutachten
Mai 2011
In Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat
die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie und eine
beschleunigte Wende hin zu erneuerbaren Energien beschlossen.
In der bisherigen Debatte haben die Kosten der Energiewende
eine prominente Rolle eingenommen. Nach ersten Schätzungen der
Bundesregierung entstehen dem Staat bei einer beschleunigten
Energiewende Mehrausgaben von rund 3 Mrd. Euro pro Jahr.
Gleichzeitig leistet sich Deutschland Jahr für Jahr
umweltschädliche Subventionen von über 40 Mrd. Euro. Im
Auftrag von Greenpeace hat das FÖS einen Maßnahmenpaket zum
kurzfristigen Abbau umweltschädlicher Subventionen erarbeitet.
Es beinhaltet die Erhöhung der Kernbrennstoffsteuer, den Abbau
von Energie- und Stromsteuerermäßigungen, die Reform der
Dienst- und Firmenwagenbesteuerung, die Ausweitung und
Ökologisierung der Luftverkehrsteuer sowie den Abbau der
steuerlichen Begünstigung von Dieselkraftstoff. Damit könnte
kurzfristig ein jährliches Finanzvolumen von 5,4 Mrd. Euro zur
Finanzierung der Energiewende zur Verfügung gestellt werden.
Zusätzlich schaffen die Maßnahmen finanzielle Anreize für mehr
Klimaschutz.
Das FÖS-Gutachten
und die Präsentation
stehen zum Download bereit, zur Presseerklärung von Greenpeace
gelangen Sie hier.
Reaktionen aus der Presse finden Sie hier nachfolgend
aufgelistet:
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„Steuerliche
Behandlung von Firmenwagen in Deutschland“
gemeinsame
Studie des FÖS/FiFo Köln/Klinski Mai 2011
Die Bereitstellung von Dienstwagen ist in Deutschland ein
häufiges Element der nicht-monetären Mitarbeiterentlohnung.
Gleichzeitig profitieren private Nutzer von zahlreichen
Vergünstigungen bei der Besteuerung. Gemeinsam mit dem FiFo
Köln und dem Berliner Jura-Professor Stefan Klinski hat das
FÖS den deutsche Firmenwagenmarkt und dessen Besteuerung aus
ökonomischer und rechtlicher Perspektive untersucht. Neben der
Diskussion verschiedener Reformmodelle wird abschließend ein
Implementierungsvorschlag vorgelegt, in dessen Rahmen sich die
bestehenden Subventionen im Bereich Dienst- und Firmenwagen um
3,3 Mrd. Euro bis 5,5 Mrd. Euro ökonomisch und sozial
verträglich reduzieren ließen. Dadurch könnten im Zeitraum von
2012 bis 2020 bis zu 5,7 Mio. Tonnen CO2 eingespart
werden.
Die Studie ist erhältlich in Kurzfassung
(4 Seiten) und Langfassung.
(252 Seiten)
Reaktionen aus der Presse finden Sie hier nachfolgend
aufgelistet:
- „Ökologisch
unsinnig“, gesammelte Artikel zu unserer Studie,
Süddeutsche Zeitung, 4/5.05.2011.
- "Das
Steuerprivileg macht den Staat arm", Artikel mit
FÖS-Nennung, TAZ.Net, 03.05.2011. Ähnliche Artikel in FTD,
Spiegel
Online, Boerse.ARD.de,
Stern,
Focus
Online, Süddeutsche
Zeitung, Welt
Online, BR
Online und Finanznachrichten.
- "Teure
E-Autos als Steuersparmodell - Dienstwagenprivileg macht's
möglich", Beitrag von ARD Sendung Kontraste vom
09.06.2011
Klima-Allianz
verabschiedet Positionspapier
zu
Dienst- und Firmenwagenbesteuerung
Die Klima-Allianz – ein breites gesellschaftliches Bündnis
aus Kirchen, Gewerkschaften, Verbraucherorganisationen,
Umwelt- und Entwicklungsverbänden, in dem auch das FÖS aktives
Mitglied ist – hat auf ihrem Plenum am vergangenen Donnerstag
ein Positionspapier zum Thema Dienst- und Firmenwagen
verabschiedet. Darin fordert sie eine stärkere Ausrichtung des
geldwerten Vorteils sowie der Absetzbarkeit von Betriebs- und
Anschaffungskosten am CO2-Ausstoß der Fahrzeuge. So sollen
heutige Fehlanreize zur Nutzung besonders klimaschädlicher
Fahrzeuge abgebaut und die Anreize für ökologischen
Innovationen in der Automobilbranche verbessert
werden.
Das Positionspapier finden Sie hier.
Workshops
zum Thema Dienstwagenbesteuerung
“Is
the tax treatment of company cars environmentally harmful in
the European Union?”
Montag, 28. Februar 2011 · 9:30-19:00
Uhr Brüssel - Centre Conference Albert
Borschette
Zum Thema Firmenwagenbesteuerung in der Europäischen Union
hat das FÖS im Rahmen seines Projektes „Green Budget Europe“
bereits im Februar gemeinsam mit dem Europäischen Umweltbüro
(EEB) und der Europäischen Kommission einen Workshop
organisiert. Grundlage des Workshops “Is the tax treatment of
company cars environmentally harmful in the European Union?”
war eine von der Kommission in Auftrag gegebene Studie. Danach
entstünden durch die bestehenden Steuersysteme in der
Europäische Union ein direkter Einnahmeverlust von insgesamt
0,5 Prozent des europäischen BIP (54 Mrd. Euro) sowie
zusätzliche Wohlfahrtsverluste durch verzerrte
Konsumentenentscheidungen. Im Rahmen des Workshops wurden
die Ergebnisse und Methodik der Studie diskutiert, Erfahrungen
der verschiedenen Länder ausgetauscht und darauf basierend
mögliche politische Lösungen aufgezeigt. Auf der
FÖS-Homepage steht eine Veranstaltungsdokumentation
auf Englisch mit den Präsentationen der ReferentInnen bereit.
GBE wird in Zusammenarbeit mit DG TAXUD eine gemeinsame
Publikation mit Artikeln von allen Rednern
veröffentlichen. |
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Klima-Allianz
verabschiedet Sanierungsfahrplan für Gebäude
Die Klima-Allianz hat ein umfassendes Positionspapier zur
Steigerung der Sanierungsrate von Gebäuden verabschiedet. Im
Bereich „Finanzierung“ fordert sie dabei die kurzfristige
Anhebung der Steuer auf Heizstoffe um 4 Cent pro Liter und die
mittelfristige Einführung einer Wärmeumlage, analog zum
Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). An der Erstellung des
Positionspapiers hatten neben dem FÖS insbesondere der WWF,
der NABU, die Wirtschaftsvereinigung DENEFF und die
Gewerkschaft IG BAU mitgewirkt. Es wird auch vom Deutschen
Mieterbund (DMB) mitgetragen.
Das Positionspapier finden sie hier. |
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Intelligentere
Energiesteuern
Vorschlag
der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung der
Energiesteuerrichtlinie
Die Höhe der Steuern auf Benzin, Diesel und andere Kraft-
und Heizstoffe soll stärkere Anreize zur Steigerung der
Effizienz und des Einsatzes Erneuerbarer Energien geben. Die
Europäische Kommission hat im April einen Vorschlag zur
Weiterentwicklung der EU-Energiesteuerrichtlinie vorgelegt.
Danach sollen Energieträger künftig einheitlich nach
CO2-Emissionen und Energiegehalt besteuert werden, wodurch
endlich Wettbewerbsgleichheit zwischen den einzelnen
Energieträgern in einem Verwendungsbereich hergestellt würde.
Gegenwärtig werden paradoxerweise die Energiequellen, die am
meisten die Umwelt verschmutzen, am geringsten besteuert.
Beispielsweise wird Kohle für Heizzwecke in Deutschland kaum
besteuert, und bei der Besteuerung von leichtem Heizöl liegt
Deutschland EU-weit im unteren Drittel. Diese Fehlanreize
werden in dem vorgeschlagenen Steuersystem beseitigt, so dass
auch regenerative Energieträger wettbewerbsfähiger werden. Das
FÖS begrüßt ausdrücklich den Vorschlag der Kommission und
verdeutlichte die positiven Effekte in einer Pressemitteilung.
In einer Stellungnahme
für des Finanzministerium haben wir das Konzept genauer
analysiert und zeigen auf, an welchen Stellen noch
Nachbesserungsbedarf besteht.
Ebenfalls erhältlich ist eine gemeinsame Pressemitteilung
und ein gemeinsames Positionspapier
von Green Budget Europe, dem Europäischen Umweltbüro und
Transport&Environment auf Englisch.
Energieeffizienz
und Energiesicherheit
Wie
kann die polnische EU-Ratspräsidentschaft beides
steigern?
Kai Schlegelmilch, stellvertretender Vorsitzender, warb am
31. Mai 2011 auf mehreren Veranstaltungen in Warschau, die das
dortige Institut für nachhaltige Entwicklung organisiert
hatte, für eine aktive und konstruktive Haltung und Rolle
Polens während dessen bevorstehender EU-Ratspräsidentschaft im
II. Halbjahr 2011. Bei einem exklusiven Dinner zeigte sich der
polnische Umweltministers habil. Andrzej Kraszewski vom
Konzept einer ÖFR überzeugt und sicherte ihm seine
Unterstützung zu. Der Finanz-Staatssekretär Maciej Grabowski
zeigte sich offen für den Ansatz, war allerdings angesichts
der zahlreichen anderen Steuerthemen, die die EU-Kommission
verabschiedet sehen möchte, schlicht aus Kapazitätsgründen
etwas zurückhaltender. Schlegelmilch äußerte die
Erwartungshaltung der internationalen Gemeinschaft, dass
Polen, die bereits von Ungarn angefangenen Gespräche im Rat
konsequent fortsetzen werde. Zwar könne kein Durchbruch bis
Ende des Jahres erwartet werden, aber die konkreten Probleme,
unterschieden nach technischen und nach politischen, sollten
bis dahin klar herausgearbeitet sein. Auch mögliche
Lösungsansätze sollten der darauffolgenden dänischen
Präsidentschaft an die Hand gegeben werden. Denn auf diese
werde es entscheidend darauf ankommen, damit die Revision wie
von der Kommission vorgesehen zum 1.1.2013 in Kraft treten
kann.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung auf
polnisch finden Sie hier.
Die
Präsentation auf Englisch ist hier erhältlich. |
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Thailand
Interesse
an einer Ökologischen Steuer- und Finanzreform
Im Auftrag der Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) beriet Kai Schlegelmilch in der ersten
Juniwoche in Thailand verschiedene Interessensvertreter, wie
eine ÖSR/ÖFR in Thailand eingeführt werden könnte. Dazu traf
er insbesondere mit Vertretern des Finanz- und des
Umweltministeriums, dem staatlichen Energieversorger und
Netzbetreiber, Umweltorganisationen, Medienvertretern und den
Vereinten Nationen, konkret UN-ESCAP (United Nations Economic
and Social Committee on Asia and Pacific) zusammen. Am 3. Juli
wird dort ein neues Parlament gewählt, in dessen Vorfeld die
Parteien umfangreiche Wahlversprechen für zusätzliche
Subventionen geben, so dass jetzt schon eine verbreitete Sorge
ist, dass das öffentliche Haushaltsdefizit stark steigen
könnte. Gute Ansätze für intelligente Steuern, um dieser
Tendenz entgegenzusteuern, waren daher um so
gefragter. Auch der von 2020 aufgrund von Fukushima auf
2023 verschobene Einstieg in die Nutzung der Atomenergie
bietet eine Chance, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien
noch stärker zu nutzen und möglicherweise diesen geplanten
Einstieg überflüssig werden zu lassen. Insbesondere riet
Schlegelmilch dazu, bereits jetzt schon eine
Kernbrennstoffsteuer einzuführen, damit jeglicher mögliche
Betreiber sich der hohen Kosten stärker bewusst werde.
Gleichwohl müsse sich Thailand aber bewusst sein, dass nur mit
staatlicher Subventionierung der Betrieb von Atomkraftwerken
machbar sei. Auf dem freien Markt hätten sie angesichts der
erforderlichen Haftungsbegrenzungen keinerlei Chancen. Die
Beratungstätigkeit fand im Rahmen eines vom
Bundesumweltministeriums in Auftrag gegebenen Projekts der
Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zum Klimaschutz
statt.
Weitere Informationen finden Sie hier. |
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Stadtwerke-Workshop
„Perspektiven
für Kraftwerksinvestitionen im zukünftigen Energiemix“
Dienstag, 10. Mai 2011 · 13:00-17:30 Uhr Berlin
· Institut für Klimaschutz
Energieversorger sehen sich im Energiemarkt zunehmend
schwierigeren Investitionsbedingungen ausgesetzt. Während die
Planung von Großkraftwerken ein langfristig stabiles
Investitionsklima erfordert, verursachen sich ändernde
politische und ökonomische Rahmenbedingungen Unsicherheiten
über die zu erwartenden Kosten und Erlöse verschiedener
Stromerzeugungsoptionen. Welcher Energieträger und welche
Technologie in Zukunft die wettbewerbsfähigste Option
darstellt, ist von vielen Faktoren abhängig und derzeit nur
schwer abzuschätzen. Welche Bedeutung haben konventionelle
Kraftwerke, dezentrale Erzeugungstechnologien und erneuerbare
Energien in der deutschen Erzeugungslandschaft? Zur
Diskussion dieser Fragen hat das FÖS gemeinsam mit dem
Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität - Recht,
Ökonomie und Politik e.V.(IKEM) einen Stadtwerke-Workshop
veranstaltet. Experten wie Norman Gerhardt (Fraunhofer IWES),
Ben Schlemmermeier (LBD Beratungsgesellschaft), Dr.
Hans-Joachim Ziesing und Andreas Fischer (juwi renewable IPP)
präsentierten ihre Forschungsergebnisse und diskutierten mit
den TeilnehmerInnen Rahmenbedingungen und Perspektiven von
Kraftwerksinvestitionen. Es wurde deutlich, dass angesichts
der vermehrten Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und
mit steigenden CO2-Preisen vor allem unflexible
Kohlekraftwerke in Zukunft kaum noch wirtschaftlich zu
betreiben sind. Auf der FÖS-Homepage steht eine Veranstaltungsdokumentation
mit den Präsentationen der ReferentInnen bereit. |
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FÖS-Jahreskonferenz
„Ressourcenbesteuerung
auf dem Prüfstand“
Freitag, 06. Mai 2011 · 10:00-18:00 Uhr Berlin
· Vertretung der Europäischen Kommission
Ressourcensteuern können wirksame Anreize für eine
Steigerung der Ressourceneffizienz schaffen und auf diese
Weise einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen
Ressourcenpolitik leisten. Im Rahmen der Fachtagung
„Ressourcensteuerkonzepte auf dem Prüfstand" am 06.05.2011 in
Berlin stellte das FÖS daher den Status Quo der
Ressourcenbesteuerung in Deutschland, Erfahrungen mit
Ressourcensteuern in anderen OECD-Ländern und konkrete
Konzepte für steuerliche Anreize für eine Steigerung der
Ressourceneffizienz in Deutschland zur Diskussion. Das
wichtigste Ziel einer nachhaltigen Ressourcenpolitik, machte
Prof. Peter Hennicke schon in der Eröffnungsrede deutlich: Die
absolute Senkung des Ressourcenverbrauchs .Um den Faktor 8 bis
10 müsse die Ressourcenproduktivität erhöht werden, um 9
Milliarden Menschen im Jahr 2050 versorgen zu können und
zugleich den Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch
verträgliches Maß zurückzuführen. Die gut besuchte Tagung
machte deutlich, dass diese Erkenntnis nicht mehr nur auf ein
eng begrenztes Fachpublikum beschränkt ist, sondern schon weit
in Politik und Gesellschaft vorgedrungen ist. Im Rahmen
einer Podiumsdiskussion zum Auftakt wurden Erfahrungen mit
Ressourcensteuern auf EU-Ebene und in anderen OECD Ländern
diskutiert. Hier wurde deutlich, dass die Politik mit
wirksamen Beschlüssen noch sehr zurückhaltend ist. Dr. Rolf
Diemer (Europäische Kommission) stellte fest, dass die Nutzung
von Umweltsteuern in den EU Mitgliedstaaten kontinuierlich
gesunken ist und stellte die Anstrengungen der Kommission dar,
diesen Trend umzukehren. Dafür verwies Stefan Speck
(Europäische Umweltagentur) in seinem Beitrag auf dem Podium
auf erste Erfahrungen mit Ressourcensteuern in Indien und
China. Ein viel versprechendes Beispiel stellte Dominic Hogg
(Eunomia Research & Consulting) vor: Großbritannien hat
durch die Besteuerung von Primärbaustoffen wichtige Anreize
geschaffen, die Materialeffizienz im Bausektor deutlich zu
erhöhen. Norbert Conrad (Niedersächsisches
Wirtschaftsministerium) stellte den Status Quo der
Ressourcenbesteuerung in Deutschland durch die Feldes- und
Förderabgaben vor. In seinem Vortrag machte er allerdings
deutlich, dass diese Abgaben nicht geschaffen wurden, um
umweltpolitische Lenkungswirkungen zu erfüllen. Konzepte für
eine Ausrichtung der Ressourcenbesteuerung in Deutschland auf
Ressourceneffizienz wurden daraufhin von Bettina
Bahn-Walkowiak (Wuppertal Institut) und Klaus Dosch (Aachener
Stiftung) präsentiert. Bettina Bahn-Walkowiak präsentierte die
Ergebnisse des MaRess Projektes zur Besteuerung von
Primärbaustoffen und einer nach Ressourceneffizienzkriterien
differenzierten Mehrwertsteuer. Klaus Dosch stellte die
Ergebnisse eines Projektes der Aachener Stiftung zu einer
umfassenden Materialinputsteuer vor. Im Rahmen des
Abschlusspodiums diskutierten schließlich Dr. Joachim
Spangenberg (Sustainable Europe Research Institute), Dr. Klaus
Jacob (FU Berlin), Prof. Bernd Meyer (GWS), Dr. Carsten Rolle
(BDI) und Dr. Kora Kristof (UBA) die Frage, ob
Ressourcensteuern ein geeignetes Instrument sind, die
Ressourceneffizienz zu erhöhen. Einig waren sich die
TeilnehmerInnen darin, dass Steuern nur in einem Policy-Mix
zusammen mit unterschiedlichen ordnungsrechtlichen Ansätzen
ihre volle Wirkung entfalten könnten. Insbesondere um
anspruchsvolle Effizienzziele wie den Faktor 8 oder sogar 10
zu erreichen, ist es aber auf jeden Fall notwendig über alle
Sektoren hinweg signifikante ökonomische Anreize zu schaffen.
Mittelfristig politisch auch durchsetzbar dürften dabei vor
allem Steuern auf den Einsatz von Primärbaustoffen sein. Eine
umfassende Ressourcenbesteuerung ist sicherlich eher ein
langfristiges Projekt. Im Angesicht eines notwendigen Umbaus
unseres Steuersystems, welches momentan noch überwiegend auf
der Belastung des Faktors Arbeit beruht, hält dieses Projekt
aber große Chancen bereit, wie auch Kai Schlegelmilch,
stellvertretender Vorsitzender des FÖS, in seinem
Tagungsresümee festhielt.
Auf unserer Homepage
haben wir Präsentationen, Beiträge, Tagungsresümee
und Fotos zur Konferenz zum Download bereitgestellt.
ADAM-SMITH-PREIS
2011
für
Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Der diesjährige Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche
Umweltpolitik wurde an Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker
verliehen. Prof. von Weizsäcker wurde damit für seinen
langjährigen Einsatz für die Einführung von Ressourcen- und
Umweltsteuern sowohl als Wissenschaftler wie auch als
Politiker ausgezeichnet. Die Einführung der Ökologischen
Steuerreform unterstützt er mit wissenschaftlich fundierten
Argumenten und Analysen. Gleichzeitig ist es ihm wie keinem
Zweiten gelungen, mit Aussagen wie „Preise müssen die
ökologische Wahrheit sagen“ oder „Kilowattstunden arbeitslos
machen statt Menschen“ die Idee einer Ökologischen
Steuerreform öffentlichkeitswirksam auf den Punkt zu
bringen.
Weitere Informationen zur Preisverleihung entnehmen
Sie der Pressemitteilung.
Die Laudationes von Dr.
Anselm Görres und Dr.
Henner Ehringhaus stehen zum Download bereit.
Mitgliederversammlung
2011
Auf der Mitgliederversammlung wurden die zahlreichen
Projekte und Erfolge des vergangenen Jahres dargestellt. Die
sehr positive Entwicklung des FÖS hat sich sowohl in
steigenden Mitgliedszahlen und zunehmendem Budgetumfang, als
auch in politischen Erfolgen und mehr Presseberichterstattung
niedergeschlagen. Es wurde daher – gerade von den anwesenden
Neu-Mitgliedern – die Hoffnung geäußert, dass dieser Trend
beibehalten und weiter gesteigert werden könne. Auch um
dies zu unterstützen wurde eine Beitragsreform verabschiedet,
mit der eine ermäßigte Aktiv-Mitgliedschaft eingeführt wurde
und die Konditionen für Unternehmensmitgliedschaften
präzisiert wurden. Während Frau Dr. Dörte Fouquet nicht
erneut für den Vorstand kandidierte, konnte mit Dipl-Ing. Uwe
Nestle, Referent im Bundesumweltministerium für
Ressourcenpolitik und Energie-Experte, ein neues
vielversprechendes Vorstandsmitglied gewonnen
werden.
Den Jahresbericht über die Aktivitäten im Jahr
2010 finden Sie hier. |
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Presseschau
Zum Abschluss finden Sie wie gewohnt noch eine kleine
Zusammenstellung weiterer interessanter Beiträge zu
umweltpolitischen Entwicklungen der letzten Wochen:
- Süddeutsche Zeitung am 06.06.2011:
"Traubhausgase wie nie"
Es kommt nicht
häufig vor, dass internationale Organisationen so laut und
durchdringend die Alarmglocken schlagen wie an diesem
Montag. Mehr…
- Spiegel am 30.05.2010: "Energiewende gefährdet
Schäubles Haushalt."
Atomausstieg,
Euro-Rettung, Bundeswehrreform: Die Großprojekte der
Bundesregierung werden richtig teuer. Haushälter der
Unionsfraktion haben jetzt nachgerechnet: Bis 2015 fehlen
insgesamt 100 Milliarden Euro - am meisten Geld verschlingt
die Energiewende. Mehr…
- Stern am 27.05.2010: "Bundesrat besiegelt Ende
der Steinkohleförderung"
Der Bundesrat hat das
Ende der Steinkohleförderung zum Jahr 2018 besiegelt. Die
Länderkammer billigte am Freitag die vom Bundestag im April
beschlossene Änderung des Steinkohlefinanzierungsgesetzes,
mit der die sogenannte Revisionsklausel abgeschafft wurde.
Mehr…
- Süddeutsche Zeitung am 04.05.2011: "Das
Ölflecktheorem"
Die Kommission der
Europäischen Union drängt darauf, die Emissionen von
Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um deutlich mehr als 20
Prozent zu verringern. Mehr...
- Süddeutsche Zeitung am 03.05.2011: "Ein Dank dem
Klimaschutz"
Der Emissionshandel bringt
deutschen Firmen mehr als 40 Milliarden Euro ein. Selbst die
Industrie profitiert davon – dabei war die dagegen. Mehr…
- Süddeutsche Zeitung am 29.04.2011: "Die Steuer
schützt die Umwelt"
Die Zahlen des Deutschen
Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind zwar nur eine
Momentaufnahme. Dass die Billigfluggesellschaften im Januar
in Deutschland ihr Angebot zurückgefahren haben, ist aber
andererseits sicher kein Zufall. Mehr…
- Süddeutsche Zeitung am 02.04.2011: "Die
Energie-Lüge"
Was kostet Energie? Einen Euro und
siebzig Cent je Liter Super-Benzin würde vielleicht ein
Autofahrer antworten. 100 Dollar das Barrel Rohöl könnte ein
Börsenmakler vorrechnen. Mehr… | |
INHALTSVERZEICHNIS Editorial FÖS-Studie: Was Strom
kostet FÖS-Gutachten:
Finanzierung der Energiewende Studie: Firmenwagenbesteuerung Sanierungsfahrplan für
Gebäude Intelligentere
Energiesteuern Thailand:
Interesse an ÖSR/ÖFR Stadtwerke-Workshop FÖS-Jahreskonferenz Presseschau
Vorstand Dr. Anselm
Görres (Vorsitz) Dipl.-Vw. Kai
Schlegelmilch (Stellvertretender Vorsitz) Florian Prange M.Sc
(Schatzmeister) Dipl.-Vw. Helen Lückge Dipl.-Vw. Bettina
Meyer Dipl.-Ing. Uwe Nestle
Geschäftsführung Dipl.-Vw. Damian
Ludewig
Beirat des FÖS Dr.
Gerhard Berz Prof. Dr. H.-C. Binswanger, CH Dr. Martin
Bursík, Stellv. Ministerpräsident a.D., CZ Prof. Dr. Frank
Convery, IRE Dr. Henner Ehringhaus, CH Dr. Franz Fischler,
EU-Agrarkommissar a.D., AT Josef Göppel, MdB Prof. Dr. Hartmut
Graßl Dr. Barbara Hendricks, MdB Prof. Dr. Gebhard
Kirchgässner, CH Dr. Paul E. Metz, NL Prof. Janet E. Milne,
USA Yannis D. Paleocrassas, Finanzminister
a.D., GR Prof. Dr. Albert J. Rädler Christine Scheel,
MdB Prof. Dr. Norbert Walter Prof. Dr. E. U. von
Weizsäcker Prof. Dr. Wolfgang Wiegard Anders Wijkman MdEP,
S Dr. Angelika Zahrnt
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