Nachlese
Atomausstieg und Ausblick auf die zweite
Jahreshälfte
Liebe Leserinnen und Leser,
der Atomausstieg in Deutschland ist jetzt
(wieder) Regierungsbeschluss. Am 31. Juli wurde das Gesetz zum
Atomausstieg von Bundespräsident Christian Wulff
unterschrieben. Die 17 deutschen Atomkraftwerke sollen nun bis
2022 stufenweise dauerhaft abgeschaltet werden. Ohne jeden
Zweifel ein Tag des Erfolges für die deutsche
Anti-Atom-Bewegung! Dennoch sind noch nicht alle Kämpfe
ausgefochten: Zwei der vier großen deutschen Energiekonzerne
(E.on und RWE) haben Klage gegen die Brennelementesteuer
eingereicht. Sie argumentieren, dass durch die frühzeitige
Abschaltung ihrer Atomkraftwerke die Steuer ihre Grundlage
verliere. Die Steuer war jedoch von Anfang an nicht nur darauf
ausgelegt, die Zusatzgewinne der Konzerne aufgrund der
Laufzeitverlängerung abzuschöpfen, sondern insbesondere
diejenigen, die ihnen durch den höheren Strompreis in Folge
des Emissionshandel entstehen. Auch für eine Beteiligung der
Konzerne an der Sanierung des Endlagers Asse hat die Steuer
auch nach einem Ausstieg weiter ihre Berechtigung.
Auch ist die Energiewende, die die
Bundesregierung jetzt beschlossen hat, bislang noch keine
tatsächliche Wende hin zu Erneuerbaren Energien. Bislang wurde
weitesgehend nur der Ausstieg aus der Atomenergie
festgeschrieben. Maßnahmen, die den schnelleren Ausbau
der Erneuerbaren Energien und eine Steigerung der
Energieeffizienz vorantreiben sollen, überzeugen hingegen noch
nicht. Aus dem von der Bundesregierung eingerichteten Energie-
und Klimafonds zum Beispiel sollen nicht nur die Dämmung von
Gebäuden gefördert, sondern auch die Förderung der
Elektromobilität, Ausgleichszahlungen für energieintensive
Unternehmen und – wie mittlerweile eine Anfrage der
Grünen-Fraktion ergeben hat - sogar Zuschüsse für den Bau
neuer Gas- und Kohlekraftwerke gezahlt werden.
FÖS-Geschäftsführer Damian Ludewig, hatte am 27.06.2011 die
Gelegenheit, als Sachverständiger in einer Anhörung des
Haushaltsausschusses die Vorschläge des FÖS vorzutragen, wie
mit dem Sonderfonds wirkungsvollere Anreize für die
Energiewende geschaffen werden könnten. (siehe dazu FÖS-Stellungnahme zu Änderungen beim Energie- und
Klimafonds)
Dass auch das gegenwärtige Steuer- und
Abgabensystem insgesamt keine ausreichenden Anreize für die
Energiewende schafft, zeigt die aktuelle Neuauflage des
Diskussionspapiers "Zuordnung der Steuern und Abgaben auf den
Faktor, Arbeit, Kapital, Umwelt". Auch wenn durch die
Einführung der Luftverkehrsabgabe und der Brennelementesteuer
sowie den Abbau von Ausnahmen bei der Ökosteuer der Anteil der
umweltbezogenen Steuern und Abgaben kurzfristig um 0,1
Prozentpunkte auf 5,6 Prozent gestiegen ist: Der rückläufige
Trend in Deutschland seit dem Abschluss der Ökologischen
Steuerreform (ÖSR) 2003 ist damit nicht gebrochen. Nach
Berechnungen des FÖS wird der Anteil der Umweltsteuern ab 2013
erstmals wieder auf das Niveau vor der Ökologischen
Steuerreform zurückfallen! (siehe dazu Aktuelle Auflage des Steuerstrukturpapiers
)
Insbesondere im Verkehrsbereich ist eine
Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente überfällig, wenn
die CO2-Reduktionsziele der Bundesregierung eingehalten werden
sollen. Außer zusätzlichen massiven Subventionen für
Elektromobilität und periodisch aufflackernden Diskussionen um
die PKW-Maut ist der Bundesregierung hierzu bisher wenig
eingefallen. Gut, dass zumindest die verabschiedete Neufassung
der Europäischen Wegekostenrichtlinie den ein oder anderen
Anstoß, insbesondere die Berücksichtigung einiger externer
Kosten in Straßengebühren, für die künftige Debatte
ermöglicht. (siehe dazu Internalisierung
der externen Kosten im Verkehr)
Jenseits unserer Kernthemen in den Bereichen
Energie und Verkehr, wendet sich das FÖS seit einiger Zeit
verstärkt auch den größeren Debatten über die Wege zu einer
ökologisch-sozialen Marktwirtschaft zu. Die Marktwirtschaft,
so hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid ermittelt, hat
nicht zuletzt durch die Finanzkrise, aber auch durch
mangelnden Fortschritt bei der Lösung der Klimakrise in den
letzten Jahren deutlich an Strahlkraft verloren. 88 Prozent
der Deutschen wünschen sich der Umfrage zufolge eine neue
Wirtschaftsordnung. „Wohlstand oder Wachstum“ heißt daher ein
neues zweijähriges Projekt, in dem sich das FÖS dieser Debatte
stellen möchte. In einer Serie von Konferenzen, Seminaren und
Fachworkshops sollen Perspektiven diskutiert werden die
soziale Marktwirtschaft so weiter zu entwickeln, dass sie
wesentliche Zukunftsprobleme wie Klimawandel und
Staatsverschuldung in den Griff bekommt und trotzdem
individuelle Handlungs- und Gestaltungsspielräume weitest
möglich erhalten bleiben. Am 25. Oktober beginnt dieses
Projekt mit der FÖS-Konferenz: "Finanzkrise, Klimawandel und
Staatsverschuldung: Brauchen wir eine andere Politik oder ein
anderes Wirtschaftssystem?"
Zudem arbeiten wir im Rahmen des Projekts
„Ressourceneffizienz durch ökonomische Instrumente“ bereits
seit einem Jahr zu Perspektiven und Potentialen von
ökonomischen Instrumenten zur Senkung des Materialverbrauchs.
In den kommenden Monaten werden wir in diesem Rahmen eine
Reihe von Fachgesprächen organisieren: zur Weiterentwicklung
der deutschen Feldes- und Förderabgabe, zu den Möglichkeiten
einer Besteuerung von Primärbaustoffen und zum Potential des
Abbaus von Subventionen, die ressourcenintensives Produzieren
und Konsumieren fördern. Über dieses und weiteres werden wir
Sie auch in unseren nächsten Newslettern weiterhin gern
informieren.
Damian
Ludewig Geschäftsführer
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Zwei
Kontinente driften auseinander
Politischer
Rück- und Ausblick zur Jahresmitte
Kommentar von Anselm Görres
Europa, nicht erst seit Januar.
Und ewig grüßt die Schuldenkrise. Viel zu viel ist dabei von
Finanzmanövern die Rede, die selbst der ökonomisch halbwegs
Gebildete kaum versteht, vom Normalbürger zu schweigen. Viel
zu kurz kommen andere, mindestens ebenso wichtige Fragen. Zum
Beispiel der Beitrag grüner Instrumente zur Generierung neuer
Staatseinnahmen. Griechenland hat seine Mineralölsteuern
deutlich erhöht. Um 38 Cent je Liter Benzin. Doch warum führt
das Land keine Citymaut für Athen und Saloniki ein? Das würde
Staus, Emissionen und Ölimporte vermindern, und zugleich
Lebensqualität und Lebenserwartung der Städter drastisch
verbessern. Von den Erlösen könnte man neue Öko-Busse kaufen
und auch noch Geld zur Schuldentilgung abzweigen. Solche
„Verstaatlichung der Luft“ schüfe ein Gegengewicht zu den von
Brüssel erzwungenen Privatisierungen. Städte wie Barcelona,
Mailand, Madrid, Lissabon oder Rom sollten es nachtun.
Insgesamt braucht Europas Süden eine auch ökologisch
sinnvolle Wachstumsperspektive, die nicht nur aus mehr
Schuldendisziplin besteht. Ausgerechnet der sonnenreiche Süden
hat Sonnenenergie und andere Alternativen bislang nicht
ausreichend verfolgt. Es geht aber auch um ein erwachseneres
Verhältnis zu Steuern, Gesetzen und anderen Bausteinen
funktionierender Zivilisationen. Europas protestantischer
Norden tut sich leichter mit solcher „Governance“, Kant sei
Dank. Die türkische Besatzung Griechenlands endete 1821. Aber
noch heute behandeln die Griechen ihre eigene Regierung wie
ein Besatzungsregime, und umgekehrt. Die Bürger betrügen den
Staat, der Staat belügt seine Bürger, beide zusammen täuschen
die EU? Nachhaltig ist anders.
Fukushima, 11.
März. Noch am Morgen wacht das
halbe Bundeskabinett als Nuklearfreund auf und geht doch
abends als Atomgegner ins Bett. Das Seebeben im Pazifik führt
zu einem politischen Erdbeben im Ländle. Ausgerechnet das
konservative Baden-Württemberg bekommt einen grünen
Landeschef. In Bayern proklamieren sich Söder und Seehofer zu
Deutschlands grünsten Vordenkern. Ach ja: Seit Mitte März
stehen 8 der 17 deutschen AKWs still, das sind mehr als 40
Prozent der installierten AKW-Leistung. Ende Mai waren wegen
Wartungsarbeiten kurzzeitig sogar nur 4 AKWs am Netz. Doch
nach wie vor brennen alle Lichter, und das wird auch so
bleiben, so die meisten Experten.
Wenn Fehlerkorrekturen Respekt verdienen, muss man auch
mutige Korrekturen großer Fehler loben. Schon in der Bibel
wird der verlorene Sohn bei seiner Heimkehr mehr gefeiert als
sein brav zuhause gebliebener Bruder. Und im Himmel, heißt es,
herrsche weit größere Freude über reuige Sünder als über die
immer schon Bekehrten. Unverständlich wird es freilich, wenn
ausgerechnet diejenigen, die das Licht als letzte empfingen,
sich nun selbst als größte Klimahelden und
Energiewenden-Erfinder feiern. Derartige Scheinheiligkeit
vergibt das Volk nicht so schnell, trotz nachgelieferter
Korrekturen. Die Quittung kam schon mit den Ländlewahlen –
weitere könnten folgen. Mehr... |
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FÖS-Stellungnahme
zu Änderungen beim Energie- und Klimafonds
Der
Beitrag marktwirtschaftlicher Umweltpolitik
Am 27.06.2011 war FÖS-Geschäftsführer Damian Ludewig als
Sachverständiger zur Anhörung im Haushaltsausschuss des
Deutschen Bundestags zur Reform des Energie- und Klimafonds
eingeladen. Er forderte für das FÖS eine deutlichere
Fokussierung auf zentrale Elemente der Energiewende wie die
Gebäudesanierung sowie den internationalen Klimaschutz. Der
ambitionierte Abbau umweltschädlicher Subventionen wie etwa
das Dienst- und Firmenwagenprivileg und die gezielte Anhebung
von ökologischen Lenkungssteuern könnten die Energiewende
weiter voran treiben und gleichzeitig zusätzliche Mittel für
den Fonds generieren. Einige der vorgesehenen neuen
Subventionen wie etwa für die Elektromobilität könnten so
sogar überflüssig und damit die finanzielle Belastung der
Bürger insgesamt verringert werden.
Die FÖS-Stellungnahme zur Einrichtung des Energie- und
Klimafonds finden Sie hier.
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Aktuelle
Auflage des Steuerstrukturpapiers
Der
Beitrag marktwirtschaftlicher Umweltpolitik
Der deutsche Staat finanziert sich zu 60 Prozent durch
Steuern und Abgaben, die den Faktor Arbeit belasten,
wohingegen Umweltsteuern gerade einmal 5,6 Prozent der
Staatsfinanzen ausmachen. Zudem weisen Umweltsteuern seit dem
Auslaufen der Ökologischen Steuerreform 2003 eine rückläufige
Tendenz auf. Zu diesen Ergebnissen kommt das FÖS in der für
2010 aktualisierten Fassung des Diskussionspapiers "Zuordnung
der Steuern und Abgaben auf die Faktoren Arbeit, Kapital,
Umwelt".
Das FÖS-Diskussionspapier
und eine dazugehörige Pressemitteilung
stehen Ihnen zum Download bereit.
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Internalisierung
der externen Kosten im Verkehr
EU
ermöglicht Berücksichtigung eines Teils der Umweltkosten
Nach langen Diskussionen hat das Europäische Parlament am
7. Juni 2011 endlich eine neue Version der
EU-Wegekostenrichtlinie verabschiedet, die erstmals auch eine
Berücksichtigung von externen Umweltkosten in
Straßenbenutzungsgebühren zulässt. Während bestehende Gebühren
wie die LKW-Maut in Deutschland als reine
Finanzierungsinstrumente für die Straßeninfrastruktur
konzipiert waren, können nun auch Umweltkosten sowie
Differenzierungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses in
europäische Road-Pricing Systeme integriert werden.
Die
neue Wegekostenrichtlinie ermöglicht die Berücksichtigung von
externen Lärmkosten sowie Kosten der Luftverschmutzung in
Straßenbenutzungs-gebühren. Für einen LKW der Euro 4 Klasse
würde dies einen maximalen Aufschlag von 3 bis 4 €ct/km
(städtische Gebiete/außerorts) für die externen Kosten der
Luftverschmutzung und 0,3 bis 2 €ct/km (abhängig von Tageszeit
und Lage) für die Lärmkosten bedeuten. Für Fahrzeuge mit
höheren Emissionen sind höhere Aufschläge für die
Luftverschmutzung möglich. Fahrzeuge der Euroklassen 5 und 6
sind dagegen bis Ende 2013 bzw. bis Ende 2017 von dem
Umweltaufschlag befreit, um Anreize für die Modernisierung des
Flottenmixes zu setzen.
Zudem ist eine stärkere
Differenzierung der Gebühren möglich, um den Verkehr zeitlich
besser zu lenken und Verkehrsspitzen zu vermeiden. Diese
Begrenzung auf einige Kostenfaktoren ist als Kompromiss und
daher lediglich als erster Schritt zu verstehen: In einer
ersten Version des Richtlinien-Vorschlags war eine
Berücksichtigung der vollen externe Kosten (inklusive
Klimakosten, Staus und Unfälle) vorgeschlagen
worden.
Auch wenn die neuen europäischen Vorgaben als
Kompromisslösung zu verstehen sind, begrüßt das FÖS diese neue
Entwicklung und wird sich für eine entsprechende Anpassung der
deutschen LKW-Maut einsetzen. Mit einer Berücksichtigung der
externen Luft- und Lärmkosten würde nicht nur dem
Verursacherprinzip besser Rechnung getragen, sondern auch
zusätzliche finanzielle Anreize zur Modernisierung des
Flottenmixes und zum Umstieg auf die Schiene gesetzt.
Weitere Informationen zu den Änderungen
der Wegekostenrichtlinie können Sie hier
herunterladen.
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Ökosoziale
Hochschultage an der Universität Tübingen
FÖS
als Initiator und Partner für die Ideenwerkstatt
Wirtschaftskrise, Klimakrise und soziale Ungerechtigkeit –
zur Lösung dieser Probleme möchten auch die Studierenden der
Universität Tübingen einen Beitrag leisten. Daher haben sich
auf Initiative des FÖS drei studentische Initiativen
zusammengefunden, um mit den Ökosozialen Studientagen eine
Ideenwerkstatt zur Diskussion aktueller Reformkonzepte und zur
Erarbeitung von Empfehlungen zu bieten. Die Studientage fanden
in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung
Baden-Württemberg vom 12. bis 14. Mai in Tübingen statt.
Während der dreitägigen Veranstaltung wurde ein
abwechslungsreiches Programm angeboten, das nicht nur
Studierende, sondern auch interessierte Tübinger Bürger
anlockte. Eingerahmt von Vorträgen von Dr. Anselm Görres
(FÖS), Thomas Jorberg (GLS Bank) und Prof. Franz Josef
Radermacher (Club of Rome) stellten die thematischen Workshops
am Samstag den Kern der Veranstaltung dar. Nach kurzer
Einführung durch die Referenten erarbeiteten 80
TeilnehmerInnen Konzepte für eine zukunftsfähige Gesellschaft
in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, erneuerbare
Energien, Verkehr und Green Economy, die später für jedermann
zugänglich gemacht wurden.
Zum Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Die
Hochschultage haben wichtige Diskussionen, Aktivitäten und
Vernetzungen ausgelöst und sollten auf jeden Fall wiederholt
werden. Bereits jetzt laufen erste Aktivitäten für eine
Fortsetzung der Hochschultage im Wintersemester. Denn dann
gibt es mit den ersten Doppeljahrgängen viele neue
Interessenten, die wir für die ökologisch-soziale
Marktwirtschaft gewinnen können.
Die Hochschultage Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft werden
deutschlandweit an Universitäten durchgeführt und sind ein
gemeinsames Projekt mit der Global Marshall Plan Foundation,
dem ÖSF, der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, dem
Doktorandennetzwerk Nachhaltiges Wirtschaften und dem FAW/n
der Uni Ulm.
Weitere Informationen gibt es unter: http://www.hochschultage.org/ |
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Veranstaltungshinweise
Tagung
zum Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft
Montag, 12. September 2011 · 9:30-17:00
Uhr Berlin - Hertie School of Governance
Gemeinsam mit der Stiftung für Ökologie und Demokratie
veranstaltet das FÖS am 12. September 2011 eine Tagung
anlässlich des "Tages der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft"
in den Räumen der Hertie School of Governance in Berlin.
RednerInnen sind u.a. Prof. Claudia Kemfert (DIW), Evelyn
Lemke (Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz) und Kai
Schlegelmilch (FÖS).
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
FÖS-Konferenz:
„Finanzkrise, Klimawandel, Staatsverschuldung: Brauchen wir
eine andere Politik oder ein anderes Wirtschaftssystem?“
Dienstag, 25. Oktober 2011 · 9:00-17:00
Uhr Berlin · Hessische Landesvertretung
Die Marktwirtschaft hat - nicht zuletzt
durch die Finanzkrise, aber auch durch mangelnden Fortschritt
bei der Lösung der Klimakrise - in den letzten Jahren deutlich
an Strahlkraft verloren. So sind immer mehr Deutsche der
Meinung, der Kapitalismus sorge weder für einen "sozialen
Ausgleich in der Gesellschaft" noch für den "Schutz der
Umwelt". Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie auf unsere
Konferenz “Wirtschaftskrise, Klimawandel und
Staatsverschuldung: Brauchen wir eine andere Politik oder ein
anderes Wirtschaftssystem?“ am 25. Oktober 2011 aufmerksam
machen. Dort sollen zunächst grundsätzliche Frage-stellungen,
die das Thema Wohlstand und Wachstum betreffen, aufgeworfen
sowie Zusammenhänge zwischen den Wirtschafts-, Klima- und
Finanzkrisen erörtert werden. ReferentInnen aus Politik,
Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden in Impulsvorträgen,
Workshops und Podiumsdiskussionen die Schlussfolgerungen aus
den verschiedenen Krisen für eine Ökologisierung der
Marktwirtschaft diskutieren.
Mehr Informationen zur
Konferenz finden Sie hier.
Economic
Forum
07. bis 09. September 2011 Krynica,
Polen
Die Zukunft der Europäischen Union hängt zu großen Teilen
vom Ausgang der politischen Auseinandersetzung über eine
gemeinsame Wirtschaftspolitik und ihre
Koordinierungsmechanismen ab. Insbesondere auch der Diskussion
über die Europäische Finanzplanung für die Jahre 2014-2020
kommt in diesem Rahmen eine große Bedeutung zu. Vor diesem
Hintergrund veranstaltet das Foundation Institute for Eastern
Studies vom 7.-9. September 2011 das 21. Economic Forum in
Krynica (Polen). Im Rahmen des Forums organisiert Green Budget
Europe eine Prodiumsdiskussion mit dem Titel "Revising the
European Energy Tax Directive - prospects and
progress".
Weitere Informationen zur Veranstaltung
finden Sie hier.
GBE-Jahreskonferenz
15.-16. September
2011 Kopenhagen - Europäische
Umweltagentur
Am 15. und 16. September veranstaltet Green Budget Europe
seine diesjährige Jahreskonferenz in Kopenhagen (Dänemark).
Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Danish Ecological
Council (DEC) organisiert und in den Räumlichkeiten der
Europäischen Umweltagentur stattfinden.
Diskussionsschwerpunkte werden die Energiesteuerrichtlinie und
die Auswirkungen der Ökologische Finanzreform sein.
Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten, das
Konferenzprogramm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie
hier.
Klimaaktionstag
Freitag, 24. September
2011 weltweit
Die Klima-Allianz organisiert am 24. September 2011 einen
weltweiten Klimaaktionstag. Ziel der diesjährigen
Veranstaltung ist, den Regierungen deutlich zu machen, dass
das Zeitalter der fossilen Energieträger vorüber ist. Zu
diesem Zweck sollen möglichst viele Klimainteressierte an
diesem Tag eigene dezentrale Aktionen durchführen oder an
anderen Aktionen teilnehmen. Interessierte können eigene
Aktionen online bei der Klima-Allianz anmelden: http://www.klima-bewegen.de/
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Presseschau
Zum Abschluss finden Sie wie gewohnt einen kleinen
Überblick über die Zeitungsberichterstattung im Zusammenhang
mit der Ökologischen Finanzreform:
Energiewende: Süddeutsche
Zeitung am 17.07.2011: "In allem steckt
Energie" Die Wende kann gelingen, doch die
Pläne der Bundesregierung reichen nicht weit genug. Mehr...
Handelsblatt am 13.07.2011:
"Klimafonds auch für neue
Kohlekraftwerke" Die Bundesregierung will
den Bau von fossilen Kraftwerken erleichtern. Dabei sollen
besonders kleinere Unternehmen gefördert werden. SPD und Grüne
sehen die Regierung damit auf dem Holzweg. Mehr…
Friedrich Ebert Stiftung im Juni 2011:
"Der Fortschritt ist
bezahlbar" Deutschland kann sich die
Energiewende leisten. Mehr…
Gebäudesanierung: Spiegel
Online am 31.07.2011: "Gut fürs Klima,
schlecht fürs Portemonnaie" Für Millionen
Hausbesitzer und Mieter wird die Energiewende bald konkret.
Pro Jahr sollen zwei Prozent aller Gebäude saniert werden. Mehr…
CO2-Handel am 27.06.2011:
"Sachverständige begrüßen Förderung der energetischen
Gebäudesanierung" Alle Sachverständigen haben sich
in einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses am
Mittwoch für eine Förderung der energetischen Gebäudesanierung
ausgesprochen. Mehr…
PKW-Maut: web.de am
09.08.2011: "FDP will Kfz-Steuer auf Benzinpreis umlegen und
Maut verhindern" Im Koalitionsstreit um die
Einführung einer Pkw-Maut kommt ein Kompromissvorschlag von
den Liberalen. Mehr...
Handelsblatt am 02.08.2011: "Immer
mehr Befürworter für PKW-Maut in der CDU" Auch der
Unionsfraktionsvize Michael Fuchs spricht sich für die
PKW-Maut aus. Damit steigt in der CDU die Zahl der Befürworter
für die Zusatzgebühr weiter an. Mehr…
Welt Online am 13.07.2011:
"Geldmangel wird die PKW-Maut
erzwingen" Bayerns Ministerpräsident
Seehofer hält an der Einführung der PKW-Maut fest. Der Grund:
Bundesweit fehlt das Geld für Schiene und Straße. Mehr…
Luftverkehrsabgabe: Handelsblatt
am 31.07.2011: "Union macht Front gegen
Flugticketsteuer" Gegen die erst zu
Jahresbeginn eingeführte Luftverkehrssteuer regt sich
Widerstand in der Union. "Die Luftverkehrsteuer ist nicht nur
ordnungspolitisch fragwürdig, sondern auch klimapolitisch im
besten Fall weiße Salbe", sagte der wirtschaftspolitische
Sprecher der Unions-Bundestagfraktion, Joachim Pfeiffer. Mehr…
Handelsblatt am 25.07.2011:
"Steuercheck für
Flugticketsteuer" Die Fluggesellschaften
wollen keine Ticketsteuer. Passagiere von Billigfliegern
wollen sie auch nicht. Sie meiden gar deutsche Flughäfen.
Mechthild Heil, Verbraucherexpertin der Unionsfraktion, hat
einen klä-renden Vorschlag. Mehr…
Handelsblatt am 24.07.2011:
"Airlines kämpfen mit
Ticketsteuer" Fluggesellschaften ärgern sich
über die Ticketsteuer. Vor allem Billigflieger fahren ihr
Angebot in Deutschland herunter. Noch werden die Belastungen
nicht komplett an die Kunden weitergegeben. Mehr…
Finanztransaktionssteuer: Süddeutsche
Zeitung am 06.07.2011: "Wir wollen die
Finanzbranche zur Kasse bitten." EU-Kommissar
Algirdas Semeta fordert eine europaweite Steuer auf den Handel
mit Aktien und Derivaten. Mehr…
Ökologische Steuerreform in
Thailand: Bangkok Post am 14.07.2011:
"Pushing populist policies" An
eco-tax might be the answer for the next government to support
populist policies without draining the treasury. GBG vice
president Kai Schlegelmilch gives advice to the Thai
government about introducing an eco-tax. Mehr…
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INHALTSVERZEICHNIS Editorial Zwei Kontinente driften
auseinander FÖS-Stellungnahme zu Änderungen beim Energie- und
Klimafonds Aktuelle Auflage
des Steuerstrukturpapiers Internalisierung der externen Kosten im Verkehr Ökosoziale Hochschultage an der
Universität Tübingen Veranstaltungshinweise Presseschau
Vorstand Dr. Anselm Görres
(Vorsitz) Dipl.-Vw. Kai Schlegelmilch (Stellvertretender
Vorsitz) Florian Prange M.Sc (Schatzmeister) Dipl.-Vw. Helen
Lückge Dipl.-Vw. Bettina Meyer Dipl.-Ing. Uwe Nestle
Geschäftsführung Dipl.-Vw. Damian
Ludewig
Beirat des FÖS Dr.
Gerhard Berz Prof. Dr. H.-C. Binswanger, CH Dr. Martin Bursík,
Stellv. Ministerpräsident a.D., CZ Prof. Dr. Frank Convery,
IRE Dr. Henner Ehringhaus, CH Dr. Franz Fischler,
EU-Agrarkomm. a.D., AT Josef Göppel, MdB Prof. Dr. Hartmut
Graßl Dr. Barbara Hendricks MdB Prof. Dr. Gebhard
Kirchgässner, CH Dr. Paul E. Metz, NL Prof. Janet E. Milne,
USA Yannis D. Paleocrassas, Finanzminister a.D., GR Prof.
Dr. Albert J. Rädler Christine Scheel, MdB Matthias Max
Schön Prof. Dr. Norbert Walter Prof. Dr. E. U. von
Weizsäcker Prof. Dr. Wolfgang Wiegard Anders Wijkman MdEP,
S Dr. Angelika Zahrnt |