Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
schwarz-gelb hatte sich im letzen Jahr um die
Weiterentwicklung der Ökologischen Finanzreform erfreulich
verdient gemacht. Die FÖS-Botschaft „Wenn schon Steuern
erhöhen um den Haushalt zu sanieren, dann doch gleich solche,
die den ökologischen Wandel der Wirtschaft voranbringen“ ist
durchgedrungen. Luftverkehrsteuer, Kernbrennstoffsteuer und
verschärfte Anforderungen für die energieintensive Wirtschaft
sind die besten Zeichen dafür. Nun gilt es, diese
Errungenschaften zu verteidigen und auszubauen. Wenn
Verbindungen bei den Billigfluganbietern gestrichen werden,
hat das mehr mit gestiegenen Kerosinpreisen oder schlechtem
Management als mit der Luftverkehrsteuer zu tun – vor allem
aber ist es eine positive Nachricht. Das Fliegen zum
Taxi-Preis war doch gerade ein Missstand, der aus ökologischer
Sicht mit der Luftverkehrsteuer behoben werden sollte! Wer
trotz Klimakrise fliegt, muss zumindest die dadurch
entstehenden Kosten tragen. Das ist bei Preisen von 9,99 Euro
u.ä. nicht der Fall. Wenn nun also aus
der CDU/CSU-Fraktion Stimmen laut werden, diese Steuer schon
wieder abzuschaffen ist das
unverständlich!
Auch die
energieintensive Industrie soll nach den Einschnitten des
vergangenen Herbstes nun offenbar gehegt werden: Obwohl keine
nennenswerten Energiepreissteigerungen aus Emissionshandel und
Atomausstieg zu erwarten sind (siehe
FÖS-Stellungnahme zur Anhörung im
Haushaltsausschuss), soll die Industrie mit bis zu
500 Mio. Euro auch noch ausgerechnet aus dem Energie- und
Klimafonds gefördert werden. Mit der Novelle des
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Sommer hat die Koalition
sogar bereits Fakten geschaffen. Sie hat die Begünstigung der
Industrie bei der EEG-Umlage massiv ausgeweitet und sorgt
damit für zusätzliche Belastungen der Bürgerinnen und Bürger,
die künftig einen höheren Anteil bezahlen werden müssen.
Letztes Jahr Subventionsabbau – dieses Jahr neue Subventionen
für die gleiche Klientel, das ist typisch schwarz-gelbe
„Hü-und-Hott“-Politik und Parteien, die für sich in Anspruch
nehmen, Wirtschaftskompetenz zu besitzen, unwürdig. Die
Wirtschaft braucht für ihre Investitionsentscheidungen sichere
und verlässliche Rahmenbedingungen. Die ständigen
Richtungswechsel der vergangenen Monate produzieren
stattdessen eher Investitionsstaus.
Immerhin das Versprechen, die Kernbrennstoffsteuer
werde unabhängig von der Laufzeitverlängerung eingeführt,
hatte länger als ein Jahr Bestand. Auch nach der
Laufzeitverlängerungsrücknahme soll die Steuer bestehen
bleiben. Doch die Subventionen für die Atomenergie sind auch
heute noch weit höher als die Einnahmen der
Kernbrennstoffsteuer (siehe
FÖS-Studie "Was Strom wirklich kostet"), und auch hier
drohen im Zusammenhang mit dem Rückbau der bestehenden Anlagen
neue
Subventionen in ganz anderer Größenordnung.
Das
zarte Leuchten aus dem vergangenen Herbst wirft mittlerweile
also deutlich mehr Schatten, als Licht. Darüber sollte auch
die aktuelle Diskussion über die Einführung einer PKW-Maut
nicht hinweg täuschen. Wer meint, hier würde ein zusätzliches
Instrument zur verursachergerechten Anlastung externer Kosten
des Straßenverkehrs eingeführt, hat sich die Vorschläge der
CSU nicht genau angeschaut. Diese wirken mehrfach
unökologisch: 1.) Die Maut soll als Vignette eingeführt
werden. Also eine „Flatrate“ für die Straße. Es gilt nicht
„wer mehr fährt zahlt auch mehr“, sondern „wer einmal bezahlt
hat, muss möglichst viel fahren, damit es sich auch lohnt“.
2.) Die Vignette soll nur für Autobahnen gelten. Das lenkt
Verkehr auf Landstraßen und in die Städte und Dörfer. Dort
schädigt er nicht nur mehr Menschen, er verursacht durch das
‚Stop and Go’ an Verkehrsampeln etc. auch wesentlich mehr CO2.
3.) Das Geld soll dafür verwendet werden, mehr neue Straßen zu
bauen. Mehr Straßen aber bedeuten mehr Autoverkehr, bedeuten
schnelleren Klimawandel. 4.) Im Gegenzug droht mindestens die
KfZ-Steuer, wenn nicht gar die Mineralölsteuer zu sinken, um
die Belastung der deutschen Autofahrer unterm Strich nicht zu
erhöhen. Ein Instrument mit ökologischer Lenkungswirkung soll
also teilweise ersetzt werden durch ein Instrument mit
unökologischer Anreizwirkung! Dass auch das eigentliche Ziel
nicht erreicht wird, nämlich Mehreinnahmen zu erzielen indem
auch ausländische Nutzer deutscher Straßen verstärkt zur Kasse
gebeten werden, sei da nur noch am Rande erwähnt: weil der
Anteil der zusätzlichen Erhebungskosten höher ist als der
Anteil ausländischer Verkehrsteilnehmer ist mit Verlusten
durch die Mauteinführung zu rechnen.
„Das geht ja
ohnehin noch maximal zwei Jahre“ hört man Stimmen aus dem
anderen politischen Lager zu dieser Bilanz. Doch auch wenn man
sich anschaut, was die potentielle Alternative so treibt, dann
wird man nicht gerade hoffnungsfroh gestimmt.
SPD und
Grüne haben beide in den letzten Wochen Finanzkonzepte zur
Vorbereitung auf eine Regierungsbeteiligung ab 2013 vorgelegt.
Die ernüchternde Botschaft aus ökofiskalischer Perspektive:
Sie nehmen sich schon vor der Wahl nicht mehr vor, als
schwarz-gelb an der Regierung umgesetzt hat. Die SPD will 4
Mrd. Euro an umweltschädlichen Subventionen abbauen, die
Grünen schreiben, wenn es gelänge, ökofiskalische Maßnahmen im
Umfang von 5 Mrd. Euro umzusetzen, sei dies „ein großer
Erfolg“. Das heißt entweder, dass man sich von den
schwarz-gelben klima- und energiepolitischen Zielen
verabschiedet, oder bei der „großen Transformation“ v.a. auf
Subventionen (was schon wegen der Schuldenbremse nicht
funktionieren wird) oder Vorschriften setzt (was der Idee von
Freiheit und Selbstbestimmung zuwider läuft).
CDU
und FDP haben vor der rot-grünen Regierungszeit für eine
Ökologische Steuerreform geworben, sie haben nach der
rot-grünen Regierungszeit ökologische Steuern ausgebaut und
weiter entwickelt. Europäische Kommission wie auch OECD werben
derzeit massiv für den Abbau umweltschädlicher Subventionen
und die Umschichtung der Steuerlast vom Faktor Arbeit auf den
Faktor Ressourcenverbrauch (Die Kommission zuletzt Ende
September in ihrem „Fahrplan
für ein ressourcenschonendes Europa“). Und trotzdem
haben sich gerade alt gediente Grünen-Funktionäre immer noch
nicht von ihrem Magdeburg-Trauma („5 DM für den Liter Benzin“)
von 1998 erholt.
Die Politiker, die bei diesen Themen
eine besonders klare, ökologisch ambitionierte Sprache wählen,
sind bei der Bevölkerung sehr populär: Sei es Horst Köhler
(„Wir sollten … darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin
nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein
sollte“), Wolfgang Schäuble, der die jüngsten schwarz-gelben
Ökosteuern vorgeschlagen und durchgefochten hat oder Winfried
Kretschmann („wir brauchen weniger Autos als mehr“). Ihnen
allen ist zudem gemeinsam, dass sie nicht beim geringsten
Widerspruch eingeknickt sind, sondern ihre Positionen
engagiert und mit Sachargumenten verteidigt haben. Vielleicht
sollte das die eigentliche Lehre der Berliner Grünen aus der
Landtagswahl sein? Selbst bei ihrer Tempo-30-Forderungen waren
sie so zurückhaltend, dass sich viele BerlinerInnen lieber den
mutigeren, unkonventionelleren und kreativeren Piraten
zugewandt haben. Schade nur, dass die bisher an öko-sozialen
Konzepten noch sehr wenig zu bieten haben.
Den
ambitioniertesten Ökosteuer-Vorschlag der letzten Monate hat
überraschend der ehemalige CDU-Schattenfinanzminister Paul
Kirchhof gemacht. Sein Steuer-Vereinfachungskonzept würde nach
FÖS-Berechnungen ein Plus von 17 Mrd. Euro Umweltsteuern im
Jahr bedeuten – also fast soviel wie die Umsetzung der
früheren rot-grünen Ökologischen Steuerreform. Also doch
wieder ein Hoffnungsträger von konservativer Seite? Wir
fürchten nein – dazu scheinen seine Pläne (was die
Umweltsteuern angeht) zu wenig durchdacht, so dass wir eher
von einem unfreiwilligen Ökosteuer-Helden ausgehen (siehe dazu
FÖS-Diskussionspapier
zum Kirchhof’schen Steuerkonzept). Von der sozialen
Schieflage seiner Vorschläge ganz zu schweigen. Wir würden uns
aber gern vom Gegenteil überzeugen lassen und sind gespannt,
wie er unsere Auswertung seiner Vorschläge
aufnimmt!
Eine spannende Lektüre
wünscht Ihnen
Damian
Ludewig Geschäftsführer
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FÖS-Veröffentlichungen
Economic Instruments in the Waste Management Sector:
Experiences from OECD and Latin American Countries
Im Auftrag der Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) hat das FÖS eine Studie zu ökonomischen
Instrumenten in der Abfallwirtschaft durchgeführt. Die Studie
wertet Erfahrungen aus, die in einer Reihe von OECD- und
südamerikanischen Staaten mit ökonomischen Instrumente im
Abfallbereich gesammelt wurden. Untersucht wurden kommunale
Abfallgebühren, Deponiesteuern, der Handel mit
Deponierungsrechten, Pfandsysteme und Recyclinggebühren. Die
Studie stellt überblicksartig die Erfahrungen dar, die in den
einzelnen Staaten mit diesen Instrumenten gesammelt wurden und
untersucht die Effizienz der Instrumente anhand von
umweltökonomischen Kriterien: umweltpolitische
Lenkungswirkung, Aufkommenspotential, Wettbewerbseffekte,
soziale Auswirkungen, Verwaltungskosten und politische
Durchsetzbarkeit. Die Studie wurde vom GIZ-Büro Mexiko im
Rahmen des Programms „Urban-industrial Environmental
Management“ in Auftrag gegeben. Die GIZ unterstützt dort im
Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit das
mexikanische Umweltministerium mit dem Ziel, das
städtisch-industrielle Umweltmanagement – insbesondere im
Abfallsektor – effizienter zu machen. In diesem Kontext soll
im weiteren Projektverlauf die Einführung ökonomischer
Instrumente geprüft werden. Die Studie ist nun in der englischen
Originalversion und der spanischen
Übersetzung auf unserer Homepage verfügbar.
FÖS-Diskussionspapier: Energiebesteuerung im Rahmen
des Kirchhof’schen Konzepts zur Steuervereinfachung
Ende Juni 2011 veröffentlichte der ehemalige
Verfassungsrichter Paul Kirchhof seinen Vorschlag für eine
umfassende Steuerreform. Das FÖS hat sich einmal genauer
angeschaut, welche Auswirkungen dieses Konzept auf die
heutigen Steuersätze im Energie- und Wärmemarkt sowie auf das
zugehörige Steueraufkommen hätte. So impliziert die von
Kirchhof vorgeschlagene „Verbrauchsteuer“ von zehn Euro je
Gigajoule eine massive Umverteilung der Energiesteuerlast vom
Kraftstoff- auf den Wärmemarkt. Insgesamt kommt es durch die
Umstellung zu erheblichen Steuermehreinnahmen im Bereich der
Energiesteuern von rund 17 Mrd. Euro pro Jahr, was einem
Anstieg um rund 43 Prozent entsprechen würde. Das FÖS begrüßt
grundsätzlich die Idee, Umweltsteuern auszuweiten und
Steuerbefreiungen sowie -vergünstigungen bei der
Energiebesteuerung weitgehend abzubauen, um die ökologische
Lenkungswirkung des Steuersystems zu erhöhen. Bei der
Besteuerung von Wärme- und Kraftstoffmarkt keine
Differenzierung vorzunehmen und zahlreiche bestehende
Umweltsteuern abzuschaffen, sehen wir jedoch sehr kritisch. In
einem Diskussionspapier
haben wir unsere wesentlichen Erkenntnisse zu den Auswirkungen
sowie möglichen Vor- und Nachteilen zusammengefasst.
FÖS-Initiative: Schweizer WissenschaftlerInnen warnen
Stromkonzerne vor Kohleinvestitionen
Warum nicht auch mal Bewährtes ins Ausland exportieren? Das
haben wir uns gedacht, als wir dieses Jahr einen offenen
WissenschaftlerInnen-Brief in der Schweiz initiierten.
Nach dem Vorbild der erfolgreichen deutschen
WissenschaftlerInnen-Erklärung aus dem Herbst 2009 warnen
nun auch 24 Schweizer ExpertInnen Ihre Energiekonzerne vor
Investitionen in neue Kohlekraftwerke: „Der Bau und Betrieb
von Kohlekraftwerken ist … nicht nur aus umwelt- und
klimapolitischer Sicht kontraproduktiv, sondern auch aus
betriebswirtschaftlichen Gründen zweifelhaft.“ Kohlekraftwerke
sind die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Trotzdem
möchte die Bündner Repower gemeinsam mit weiteren Investoren
wie der St.Galler SN Energie in Saline Joniche (I) und in
Brunsbüttel (D) riesige Steinkohlekraftwerke mit einer
Gesamtleistung von über 3000 MW bauen. Weitere
Informationen zum offenen Brief und dem Investitionsrisiko
Kohlekraft gibt es auf www.wiwis-kohle.de. Lesen
Sie dazu auch die Pressemitteilung
von WWF und Greenpeace Schweiz sowie einen entsprechenden
Zeitungsartikel.
FÖS-Studie: Wege zum Abbau umweltschädlicher
SubventionenDer Arbeitskreis „Nachhaltige
Strukturpolitik“ der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte
im Oktober 2011 die Studie „Wege
zum Abbau umweltschädlicher Subventionen“ die von Kai
Schlegelmilch und Eike Meyer vom FÖS zusammen mit dem
Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) verfasst
wurde.
Das Energie- und Klimaquiz – ein Buch von Uwe Nestle
Deutschland ist auf dem Weg in die regenerative Zukunft,
der Atomausstieg ist beschlossen. Aber nach wie vor wird die
Energiewende infrage gestellt. Brauchen wir neue
Kohlekraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung? Bleibt der
Klimaschutz auf der Strecke, wenn wir schnell aus der
Atomenergie aussteigen? Gab es nicht in der Erdgeschichte
schon immer Zeiten, in denen es wärmer war? Auf diese und
andere Fragen werden oft widersprüchliche Antworten gegeben.
Ihnen geht dieses Buch anhand von 55 Quizfragen auf den Grund.
Sie greifen häufig auftauchende und oft verwirrende Aspekte
aus allen Bereichen der Energie- und Klimapolitik auf.
Wissenschaftlich fundierte und gut verständliche kurze
Hintergrundtexte stellen zu jeder Frage die Zusammenhänge her.
Wer diese kurzweilige Lektüre gelesen hat, ist für
Diskussionen zur Energie- und Klimapolitik gewappnet.
Siehe auch www.vas-verlag.de.
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ÖFR-Debatte
SPD und Grüne legen Konzepte für zukünftige
Regierungsarbeit vor
Im Hinblick auf die Bundestagswahlen 2013 haben die
Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen
Konzepte für ihre Finanzpolitik vorgestellt. ÖFR-Maßnahmen
spielen in beiden Konzepten eine Rolle: Die SPD will bis 2016
vier Mrd. an umweltschädlichen Subventionen einsparen, die
Grünen nehmen sich Maßnahmen im Volumen von fünf Mrd. Euro
vor. Auch wenn die Maßnahmen ein weiterer wichtiger Schritt
hin zur Ökologisierung der Finanzpolitik sind, so steht
insgesamt zu befürchten, dass auch von einer Neuauflage der
rot-grünen Koalition ab 2013 kein großer Wurf in Sachen
Ökologische Finanzreform zu erwarten ist. Das
Finanzkonzept der Grünen finden Sie hier.
Das der SPD finden hier.
In diesem Zusammenhang ist auch das rohstoffpolitische
Strategiepapier der Grünen-Bundestagsfraktion zu erwähnen.
Ressourcenbesteuerung, so ist darin zu lesen, gehöre zum
Instrumentarium einer nachhaltigen Ressourcenpolitik.
Verfolgen möchte sie zunächst eine ambitioniertere
Ausgestaltung der bergrechtlichen Förderabgabe in
Deutschland.
Kampagne der Klima-Allianz: Ungedämmte Wohnungen
sind FreiHEIZberaubung
Unter Beteiligung des FÖS startete die Klima-Allianz Anfang
September die Kampagne „ungedämmte
Wohnungen sind FreiHEIZberaubung“: Die bisherigen
politischen Maßnahmen im Gebäudebereich reichen nicht aus, um
die Energieeinspar- und Klimaschutzziele zu erreichen. In
einem Positionspapier
werden Hintergründe und Forderungen zusammengefasst:
Beispielsweise muss das CO2-Gebäudesanierungsprogramm umgehend
auf mindestens zwei Milliarden Euro aufgestockt und verstetigt
werden. Für die Gegenfinanzierung wird kurzfristig eine
leichte Anhebung der Heizstoffsteuern und mittelfristig die
Einführung eine Wärmeumlage gefordert. Eine solche
Finanzierung „aus dem Markt selbst heraus“ schaffe zusätzliche
Anreize zur energetischen Sanierung und helfe so, die
Belastung der Bürgerinnen und Bürgern insgesamt möglichst
gering zu halten.
Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa
Die Europäische Kommission hat am 20. September 2011 einen
“Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa“ vorgestellt.
Darin identifiziert sie Indikatoren und Instrumente, um die
europäische Wirtschaft bis 2050 zur ressourceneffizientesten
der Welt zu machen. "Er ist auch eine Agenda für
Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum auf der Grundlage eines
geringeren Ressourcenverbrauchs, wenn wir Waren produzieren
und verbrauchen, denn durch Tätigkeiten wie Recycling,
besseres Produktdesign, Ersetzung von Werkstoffen und
Umwelttechnik werden Geschäfts- und
Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen", heißt es in der
Pressemitteilung der Kommission. Mit erfreulicher
Ausführlichkeit geht die Kommission auch auf die Rolle von
Umweltsteuern und den Abbau umweltschädlicher Subventionen für
die Steigerung der Ressourceneffizienz ein. Die
Mitgliedsstaaten werden aufgefordert, die Steuerlast weg vom
Faktor Arbeit auf Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch
zu verlagern. Bis 2020 sollen die Mitgliedsstaaten alle
umweltschädlichen Subventionen abgeschafft haben. Die
Kommission schlägt vor, ihren neuen finanz- und
wirtschaftspolitischen Steuerungsmechanismus, das „Europäische
Semester“ für die Fortschrittsüberwachung der Mitgliedsstaaten
dabei zu nutzen. Den Ressourceneffizienzfahrplan finden sie hier.
OECD Studie zu Subventionen für fossile
Energieträger
In einem Anfang Oktober veröffentlichten Bericht prangern
die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (OECD) und die Energieagentur IEA Subventionen für
fossile Energieträger an. 2010 hätten die Staaten und damit
die Steuerzahler weltweit 409 Mrd. Dollar (310 Mrd. Euro)
dafür aufgewendet - ein Verzicht würde zu effizienterer
Energienutzung führen und die Staatshaushalte entlasten. Um
untere Einkommensschichten Energiekonsum und Mobilität zu
ermöglichen (womit die pauschale Förderung von Energieträgern
gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern häufig
gerechtfertigt wird) sollten besser zielgenaue und zeitlich
befristete Programme für arme Menschen aufgelegt werden,
empfehlen OECD und IEA. Den kompletten Bericht können Sie hier
abrufen.
Ökologische Fiskalpolitik im Diskussionspapier des
Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC) zu Rio+20
Ein Diskussionspapier des Internationalen
Gewerkschaftsbundes zu Rio+20 stellt u.a. die Fiskal- und
Steuerpolitik ins Zentrum. Neben einer progressiveren
Gestaltung des Steuersystems sollen vor allem „grüne Steuern“
die richtigen Anreize für eine globale Wirtschaft schaffen,
„die das Klima schützt, Energie effizient einsetzt und dabei
grüne und menschenwürdige Arbeitsplätze schafft“. Das
Diskussionspapier ist Ergebnis eines Dialogs zwischen
Gewerkschaften, UN High-level Panel on Global Sustainability
und sozialen Bewegungen. Das Diskussionspapier können Sie hier
herunterladen. |
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Veranstaltungsnachlesese
Veranstaltung zum Tag der Ökologisch-Sozialen
Marktwirtschaft, 12. September 2011, Berlin
Anlässlich des Tags der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft
am 12. September 2011 veranstaltete das FÖS in Zusammenarbeit
mit der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. eine Tagung
in Berlin. Während der ganztägigen Veranstaltung wurden in
Vorträgen und einer Podiumsdiskussion die Erfolge der 1999 in
Deutschland eingeführten Ökologischen Steuerreform (ÖSR)
gewürdigt und der Blick auf aktuelle umweltpolitische
Herausforderungen gelenkt. An der Veranstaltung nahmen neben
dem stellvertretenden FÖS-Vorsitzenden Kai Schlegelmilch unter
anderem auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Eveline
Lemke, die DIW Direktorin Claudia Kemfert, und der
Vizepräsident des Umweltbundesamtes Thomas Holzmann teil. Mehr…
GBE Jahreskonferenz, Kopenhagen, 15.-16. September
2011
Vom 15. bis 16. September fand die diesjährige Green Budget
Europe Jahreskonferenz in Kopenhagen statt, die auch Dank der
Kooperation mit dem Danish Ecological Council und der
Europäischen Umweltagentur (EEA) als Gastgeber zu einer sehr
erfolgreichen Veranstaltung wurde. Schwerpunkte waren die
Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie, die Ökologische
Finanzreform als Anreiz für grüne Innovationen und
Energieeffizienz und mögliche Lösungsansätze zur verbesserten
Kommunikation der Ökologischen Finanzreform. Mehr…
Die
Dokumentation der Konferenz auf unserer Website finden Sie hier. Interviews
mit Konferenzteilnehmern sind über den EEA Video Channel
abrufbar. Den Wortlaut des Vortrags von Anselm Görres
können Sie hier herunterladen. Darüber
hinaus gab es Berichterstattung über die Konferenz im European
Tax Review und ENDS
Europe Daily.
FÖS-Fachgespräch: „Das Potential der Förderabgabe für
Ressourcenschutz und Länderfinanzen“, 18.10.2011, Berlin
Im Rahmen unserer Arbeit zu ökonomischen Instrumenten zur
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ressourceneffizienz
veranstaltete das FÖS am 18.10.2011 ein Fachgespräch zur
Förderabgabe, die in Deutschland von den Ländern auf die
Gewinnung von Bodenschätzen erhoben wird. Vertreter aus
Bundes- und Landespolitik, der Wirtschaft und Umweltverbänden
diskutierten über die Rolle und das Potenzial dieser Abgabe
für Ressourceneffizienz und Länderhaushalte und versuchten
Ansatzpunkte zu identifizieren, ob und ggf. wie die Abgabe
stärker auch auf umweltpolitische Lenkungsziele hin
ausgerichtet werden könnte. Die Dokumentation der
Veranstaltung finden Sie hier.
FÖS-Konferenz: „Brauchen wir eine andere Politik oder
ein anderes Wirtschaftssystem?“. 25.10.2011, Berlin
Unter der Überschrift „Brauchen wir eine andere Politik
oder ein anderes Wirtschaftssystem?“ veranstaltete das FÖS
eine Konferenz mit über 100 Teilnehmern in der hessischen
Landesvertretung in Berlin. Die Veranstaltung stellte den
Auftakt für das zweijährige Projekt „Wohlstand statt Wachstum“
dar, im Rahmen dessen Chancen und Herausforderungen des
Übergangs von einer wachstums- zu einer wohlfahrtsorientierten
Marktwirtschaft mit im Dialog mit Akteuren aus Politik,
Wirtschaft und Zivilgesellschaft erörtert werden sollen. Im
Mittelpunkt steht dabei der Beitrag fiskalischer Instrumente
zu dieser Transformation.
Die Auftaktkonferenz sollte
ein Überblick über die aktuellen Herausforderungen geben, mit
denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist und Zusammenhänge
zwischen Wirtschafts-, Finanz- und Klimakrise aufzeigen.
Zentral war dabei die Frage, ob sich eine an permanentem
Wachstum orientierte Wirtschaftsweise organisieren lässt, die
ohne Überschuldung der öffentlichen Haushalte, Instabilitäten
auf den Finanzmärkten und Übernutzung der Umwelt auskommt oder
ob dafür der Wachstumszwang überwunden werden muss. Dazu
sollten gezielt auch Wachstumstreiber identifiziert werden und
Ansatzpunkte für deren Überwindung diskutiert werden. Mehr...
Lesen
Sie dazu auch unser Hintergrundpapier.
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Veranstaltungshinweise
Nachhaltige Entwicklung nur möglich ohne umweltschädliche
Subventionen. 22.11.2011, Berlin, Bundesgeschäftsstelle
NABU
Auf einem Workshop des DNR wird UBA-Präsident Jochen
Flasbarth den Umfang umweltschädlicher Subventionen in
Deutschland darstellen. FÖS-Geschäftsführer Damian Ludewig
wird anschließend mit den TeilnehmerInnen diskutieren, wie
umweltschädliche Subventionen in Deutschland abgebaut werden
können. Das Programm finden Sie hier.
2. Dresdener Hoschultage. 25.-27.11.2011, TU
Dresden
Die Dresdener Hochschultage werden wie im vergangenen
Jahr von der TU-Umweltinitiative und der Lokalen Agenda 21 in
Kooperation mit der TU Dresden organisiert. Neben einer
Podiumsdiskussion zum Thema "Mythos grünes Wachstum" mit Prof.
Timo Leukefeld (Freiberg), TaZ-Autor Peter Unfried und Prof.
Felix Eckhardt (Rostock) umfasst das diesjährige Programm auch
einen Vortrag von Daniela Kolbe, Vorsitzende der
Enquete-Kommission des Bundestages zum Thema "Wachstum,
Wohlstand und Lebensqualität". Weitere Informationen zu
der Veranstaltung finden Sie hier.
Präsentation der wissenschaftlichen Studie: Richtung
Nachhaltigkeit – Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für
Deutschland. 29.11.2011, Berlin, Vertretung des
Saarlandes beim Bund
Im Rahmen der Bildungsinitiative „Mut zur Nachhaltigkeit”
hat das Autorenteam der Forschungsstätte der Evangelischen
Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg unter der Leitung von
Professor Dr. Hans Diefenbacher in dieser Studie auf der Basis
aktueller Daten die Handlungsfelder für eine nachhaltige
Entwicklung in Deutschland analysiert. Zur Präsentation der
Ergebnisse dieser Studie können Sie sich hier
anmelden.
FÖS-Fachgespräch: „Besteuerung von
Primärbaustoffen in Deutschland – ein sinnvoller Beitrag zur
Ressourceneffizienz?“, 5.12.2011, Berlin, Tagungszentrum
Katholische Akademie
Etwa zwei Drittel aller in Deutschland abgebauten Rohstoffe
sind Baumineralien (also vor allem Kies, Sand und
Hartgestein). Das macht den Bausektor zu einem wichtigen
Handlungsfeld einer nachhaltigen Ressourcenpolitik. Eine
Primärbaustoffsteuer kann einen wichtigen Beitrag dazu
leisten, die Rahmenbedingungen für Ressourceneffizienz im
Bausektor zu verbessern. Erfahrungen damit gibt es in mehreren
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. In mehreren
Landesregierung gibt es derzeit Initiativen, solche Abgaben
auf Landesebene einzuführen. Im Rahmen des Fachgesprächs
sollen Fragen nach Notwendigkeit, Wirkung und Umsetzbarkeit
einer solchen Steuer im Dialog mit Vertretern aus Politik,
Wirtschaft und Zivilgesellschaft erörtert werden. Weitere
Details zu der Veranstaltung finden Sie hier.
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Presseschau
Ökologische Steuerreform
Spiegel am 08.11.2011 Australien führt
Kohlendioxid-Steuer ein Für jede Tonne
ausgestoßenes Kohlendioxid sollen Unternehmen künftig eine
Steuer zahlen - trotz des Widerstands der mächtigen
Kohleindustrie. Mehr...
Klimaretter.info
am 29.09.2011: "Wir brauchen eine intelligente
Ökosteuer" Präsident des Wuppertal Instituts
fordert einen neue „intelligente" ökologische Steuerreform, um
die Energiewende zu beschleunigen. Mehr…
ödp am 22.08.2011: „Deutsche Steuern steuern
in die falsche Richtung“ Die
Ökologisch-Demokratische Partei unterstreicht die Position des
FÖS, den Faktor Arbeit weniger, dafür den Umweltverbrauch
stärker zu besteuern. Mehr…
PKW-Maut
Handelsblatt am 09.10.2011: FDP geht bei Pkw-Maut
auf Konfrontationskurs In der schwarz-gelben
Koalition deutet sich ein neuer Streit an: Kaum hat die CSU
sich für eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen ausgesprochen,
erteilt FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle der Forderung eine
Abfuhr. Mehr…
Handelsblatt am 05.10.2011: Koalition streitet
heftig um Pkw-Maut In der schwarz-gelben Koalition
herrscht Widerstand gegen die Maut-Pläne von Verkehrsminister
Peter Ramsauer. BW-Minister Winfried Hermann will lieber die
Lkw-Maut ausweiten. Der ADAC schimpft über hohe Belastungen.
Mehr…
Luftverkehrsteuer
CO2-Handel am 08.11.2011: „Billigfluganbieter
stützen aus Angst vor Steuern Emissionshandelspläne der
EU“ Europäische Billigfluganbieter scheren aus der
Reihe der Kritiker des Emissionshandels für den Luftverkehr
aus. Sie fürchten, dass etwaige Ausnahmen für Airlines durch
Steuern ersetzt werden könnten. Mehr…
Handelsblatt.com am 11.10.2011:
Absenkung reicht Airlines nicht aus Die Abgabe für
Abflüge an deutschen Flughäfen sinkt, weil die Fluglinien für
den Handel mit Verschmutzungsrechten entlastet werden sollen.
Trotzdem klagen Airlines und Flughäfenbetreiber. Mehr…
TAZ.de am 16.09.2011: Zertifikat-Kosten werden
weitergereicht Die Airlines stellen sich auf
den Emissionshandel ein. Die Flugtickets werden teurer, obwohl
es einen Großteil der Verschmutzungsrechte umsonst gibt. Mehr…
Kernbrennstoffsteuer/Atomausstieg
fr-online.de am 19.09.2011: „Brennelementesteuer
wieder auf der Kippe“ Die umstrittene
Brennelementesteuer steht wieder auf der Kippe. Das
Finanzgericht Hamburg gab einem Eilantrag des Energiekonzerns.
Mehr…
Handelsblatt: 06.10.2011: „Ein Geheimplan für
die AKW-Betreiber“ Ein streng vertrauliches
Papier beschreibt ein Modell zur Finanzierung des Rückbaus
deutscher Atomkraftwerke. Es sieht vor, das ein Teil der
Kosten zunächst aus der Staatskasse überbrückt wird. Mehr…
Ressourceneffizienz
Handelsblatt.de am 14.09.2011: „EU will Wirtschaft
und Umwelt versöhnen“ EU-Umweltkommissar
Potocnik will eine Roadmap zu Ressourceneffizienz vorlegen.
Gezielte Steuerpolitik und Ökobilanzen auf Produkten sollen
zum Umweltschutz beitragen - ohne dabei die Industrie zu
erschrecken. Mehr…
EurActiv.com
am 13.10.2011: “UNEP: EU wastes 99% of its high-tech
metals” Recycling less than 1% of high tech
metals, Europe has no moral justification to blame the Chinese
for restricting their exports of rare earths, Ernst Ulrich von
Weizsäcker from the United Nations Environment Programme
argued. Mehr…
Finanzstransaktionssteuer
Tagesspiegel.de am 28.09.2011: „Brüssel hofft auf
55 Milliarden Euro aus
Finanztransaktionssteuer“ Kommissionspräsident
Barroso will mit der neuen Steuer für den Finanzsektor 55
Milliarden Euro jährlich einnehmen. Die Banken müssten endlich
ihren Beitrag leisten. Mehr…
Handelsblatt.de am 28.09.2011: „Großbritannien
gibt der EU einen Korb“ Die Pläne für eine
Finanztransaktionssteuer stoßen auf Ablehnung. Großbritannien
droht mit einem Veto, eine EU-weite Einführung wäre damit vom
Tisch. Auch andere Länder halten wenig von der Steuer.
Mehr…
Christine Scheel (MdB) wechselt in den Vorstand der
HSE
FÖS-Beiratsmitglied Christine Scheel wechselt zum
01.02.2012 in den Vorstand der HEAG Südhessische Energie
(HSE). Das Bundestagsmandat wird Christine Scheel vor
Dienstbeginn bei der HSE aufgeben, um sich ausschließlich
ihrer neuen Aufgabe im Ressort Nachhaltigkeit widmen zu
können. Mehr… |
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INHALTSVERZEICHNIS
Editorial FÖS-Veröffentlichungen ÖFR-Debatte Veranstaltunsnachlese Veranstaltunsvorschau Presseschau Vorstand Dr. Anselm Görres
(Vorsitz) Dipl.-Vw. Kai Schlegelmilch (Stellvertretender
Vorsitz) Florian Prange M.Sc (Schatzmeister) Dipl.-Vw. Helen
Lückge Dipl.-Vw. Bettina Meyer Dipl.-Ing. Uwe Nestle
Geschäftsführung Dipl.-Vw. Damian
Ludewig
Beirat des FÖS Dr.
Gerhard Berz Prof. Dr. H.-C. Binswanger, CH Dr. Martin Bursík,
Stellv. Ministerpräsident a.D., CZ Prof. Dr. Frank Convery,
IRE Dr. Henner Ehringhaus, CH Dr. Franz Fischler,
EU-Agrarkomm. a.D., AT Josef Göppel, MdB Prof. Dr. Hartmut
Graßl Dr. Barbara Hendricks MdB Prof. Dr. Gebhard
Kirchgässner, CH Dr. Paul E. Metz, NL Prof. Janet E. Milne,
USA Yannis D. Paleocrassas, Finanzminister a.D., GR Prof.
Dr. Albert J. Rädler Christine Scheel, MdB Matthias Max
Schön Prof. Dr. Norbert Walter Prof. Dr. E. U. von
Weizsäcker Prof. Dr. Wolfgang Wiegard Anders Wijkman MdEP,
S Prof. Dr. Angelika Zahrnt
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