Ausgabe Nr. 70 · Dezember 2015
 
                   

Editorial


Liebe Leserinnen und Leser,

die UN-Klimakonferenz hat am letzten Samstag in Paris mit dem Klimaabkommen ein bedeutsames Ergebnis erzielt - und gilt zu Recht als Wendepunkt für den globalen Klimaschutz. Jetzt wird es weltweit auf die konkrete Umsetzung ankommen – der Weg bleibt steinig, bis ökologische Einsichten und ökonomische Interessen sich nicht mehr widersprechen. Damit Eigennutz und Gemeinwohl in Einklang gebracht werden, dafür hat sich Dr. Janez Potočnik in seiner Zeit als EU-Umweltkommissar engagiert – nun führt er die Arbeit als Co-Vorsitzender des UNEP International Resource Panels fort. Für seinen Einsatz hin zu einer grünen, energie- und ressourceneffizienten Wirtschaft haben wir Potočnik mit dem diesjährigen Adam-Smith-Preis ausgezeichnet.

Er plädierte in seiner Rede für die richtigen Preisanreize - davon sind die Mitglieder der Europäischen Union noch weit entfernt: Bis 2020 wird ein Anteil von mindestens zehn Prozent Umweltsteuern an den gesamten Staatseinnahmen angestrebt. Nach der jüngsten Eurostat-Veröffentlichung machen Umweltsteuern jedoch erst 6,3 Prozent der Steuereinnahmen aus - Deutschland bildet mit Frankreich und Belgien sogar das Schlusslicht. Dass gerade hierzulande mehr Anstrengungen unternommen werden müssen, zeigt der Verkehrssektor: Im Rahmen einer Metaanalyse haben wir aufgezeigt, dass der Verkehr das Stiefkind der Energiewende bleibt. Umsteuern ließe sich, indem man beispielsweise den weniger umweltfreundlichen und gesundheitsbelastenden Diesel nicht mehr steuerlich subventionieren würde. In einer Kurzanalyse haben wir die Steuervergünstigungen aufgezeigt und ein Reformszenario beschrieben.

Ein ähnlich billig gehaltener Rohstoff ist neben Diesel auch die Braunkohle. Auch hier werden gesellschaftliche Kosten produziert: Braunkohlebergbau und -verstromung verursachen hohe versteckte Kosten von 15 Milliarden Euro pro Jahr – und das sind lediglich jene Kosten, die sich beziffern lassen, wie wir in einer Studie aufzeigen konnten. Dass nicht nur an dieser Stelle, sondern auch beim Thema Energieeffizienz mehr Anstrengungen nötig sind, daran erinnert das Bündnis #effizienzwende: Ein Jahr nach Beschluss des "Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz" (NAPE) hinkt Deutschland den gesetzten Zielen deutlich hinterher.

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Bei unserer nächsten Jahreskonferenz werden wir über die Finanzierung des Straßenverkehrs diskutieren. Die Fachkonferenz findet am 18. März 2016 in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt statt, am 19. März 2016 folgt dann traditionell die FÖS-Mitgliederversammlung. Darauf möchten ich Sie schon jetzt aufmerksam machen und bitten, sich diesen Termin schon einmal vorzumerken.

Um unsere Erfolge fortzusetzen und auszubauen, sind wir weiterhin auf die Unterstützung unserer Leser angewiesen. Verschenken Sie doch eine Mitgliedschaft oder Spende - ein zukunftsweisendes Geschenk, das seine Wirkung im ganzen Jahr entfaltet und nicht nur die Beschenkten erfreut.

Ihnen wie immer eine anregende Lektüre und schöne Feiertage!

Björn Klusmann
Geschäftsführer

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In eigener Sache

FÖS begrüßt Ingrid Arndt-Brauer als neues Mitglied des Beirats
Das FÖS freut sich, einen Neuzugang in seinem Beirat begrüßen zu dürfen: Seit November 2015 bereichert uns die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer MdB. Arndt-Brauer ist seit 1999 Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD). Dort ist sie als ordentliches Mitglied und Vorsitzende des Finanzausschusses sowie als stellvertretendes Mitglied des Haushaltsausschusses tätig. Seit 2009 ist Arndt-Brauer außerdem Vorstandsmitglied der SPD-Bundestagsfraktion.

Save-the-Date: FÖS-Jahreskonferenz und ordentliche Mitgliederversammlung am 18. und 19. März 2016 in Berlin
Die Jahreskonferenz  2016 wird am 18. und 19. März 2016 in Berlin stattfinden. Die Jahreskonferenz beginnt am Freitag in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt mit einer verkehrspolitischen
 Fachkonferenz. Am Samstagvormittag findet die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Eine Einladung zur Jahreskonferenz mit weiteren Details werden wir Ihnen im neuen Jahr zukommen lassen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin schon einmal vormerken könnten.

 
 

FÖS in den Medien

"Die CO2-Steuern schaden der Wirtschaft nicht", Interview mit der FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler zum Thema CO2 Steuer, Deutschlandfunk, 25.11.2015

"VW-Skandal zieht Klima-Kreise", Artikel über Emissionen im Verkehr mit Bezugnahme auf die FÖS-Studie "Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff", Klimaretter, 17.11.2015

"Die Mär von der günstigen Braunkohle", Artikel über die FÖS-Studie "Gesellschaftliche Kosten der Braunkohle im Jahr 2015", Frankfurter Rundschau, 12.11.2015

"Braunkohle kostet Steuerzahler 15 Milliarden", Artikel über die FÖS-Studie "Gesellschaftliche Kosten der Braunkohle im Jahr 2015", Klimaretter, 12.11.2015

"Studie: Braunkohle kostet 15 Milliarden", Artikel über die FÖS-Studie "Gesellschaftliche Kosten der Braunkohle im Jahr 2015", Rheinische Post, 11.11.2015

"Deutschland fördert Klimaschäden", Beitrag des stellvertretenden FÖS-Vorsitzenden Kai Schlegelmilch, Klimaretter, 21.10.2015

"Ein entscheidender Vorteil", Antwort der FÖS-Energie-Expertin Swantje Fiedler auf die Frage des Monats von BIZZ energy today, 20.10.2015

"Breites Bündnis fordert Effizienzwende", Artikel mit Erwähnung des FÖS als Partner des Bündnis Effizienzwende, Handelsblatt, 13.10.2015

"NRW-Wirtschaftsminister will Atomausstiegs-Belastung für RWE, E.ON und Co. deckeln", Artikel mit Erwähnung einer FÖS-Studie, IWR, 05.10.2015

 
 

FÖS-Nachrichten

Deutsche Energieeinspar-Anstrengungen reichen nicht für Klimaziele
Berlin, 27. November 2015
Ein Jahr nach Beschluss des "Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz" (NAPE) hinkt Deutschland den gesetzten Zielen deutlich hinterher, wie der neuentwickelte GAPOMETER des Verbändebündnisses #effizienzwende zeigt. Entsprechend kritisiert das Bündnis die bisherige Umsetzung und das Fehlen einer Gesamtstrategie. Eine Pressemitteilung ist online verfügbar.

Diesjähriger Adam-Smith-Preis an Dr. Janez Potočnik verliehen
Berlin, 25. November 2015
Das FÖS hat den Co-Vorsitzenden des International Resource Panel (UNEP) und ehemaligen EU-Umweltkommissar Dr. Janez Potočnik mit dem Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik ausgezeichnet. Bei der Festveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde sein Engagement für den Übergang zu einer grünen, energie- und ressourceneffizienten Wirtschaft hervorgehoben. Eine Dokumentation der Preisverleihung ist online verfügbar.

Energiewende im Verkehr kommt nicht voran
Berlin, 20. November 2015
Durch die wachsende Verkehrsleistung und den unzureichenden Einsatz effizienterer und emissionsarmer Technologien lässt die Energiewende im Verkehrssektor auf sich warten. Das FÖS hat im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) eine Metaanalyse erstellt, in der wissenschaftliche Studien verglichen werden, die mögliche Szenarien für die zukünftige Energieversorgung im Verkehr untersucht haben. Die Metaanalyse sowie eine Pressemitteilung der AEE sind online verfügbar.

Diesel genießt Steuerprivilegien
Berlin, 16. November 2015
Obwohl Diesel gefährlicher für Mensch und Umwelt ist als Benzin, wird er steuerlich begünstigt. Eine Studie des FÖS im Auftrag von Greenpeace zeigt die Steuervergünstigungen auf und beschreibt ein gerechteres und umweltfreundlicheres Steuersystem. Die Kurzanalyse ist online verfügbar.

Braunkohle verursacht jährlich mindestens 15 Milliarden Euro gesellschaftliche Kosten
Berlin, 11. November 2015
Braunkohle wird oftmals als kostengünstiger Energieträger dargestellt. Eine Studie des FÖS im Auftrag von Greenpeace zeigt, dass Braunkohlebergbau und -verstromung hohe versteckte Kosten von 15 Milliarden Euro pro Jahr verursachen – was lediglich jene Kosten beinhaltet, die sich beziffern lassen. Diese Belastungen werden bisher nicht von den Verursachern bezahlt. Die Studie und eine Pressemitteilung von Greenpeace sind online verfügbar.

Studie zur Stromsteuerbefreiung für kleine Anlagen und erneuerbare Energien
Berlin, 21. Oktober 2015
Die Stromerzeugung aus Anlagen kleiner 2 MW und aus erneuerbaren Energien ist in bestimmten Fällen von der Stromsteuer befreit. Die entgangenen Steuereinnahmen beliefen sich 2012 zwischen 136 und 180 Mio. Euro und werden nach Abschätzungen des FÖS bis zum Jahr 2020 auf rund 330-540 Mio. Euro steigen. Dies geht aus der Studie „Stromsteuerbefreiung gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 1 und 3 des Stromsteuergesetzes“ hervor, die das FÖS gemeinsam mit Arepo Consult und IZES gGmbH im Auftrag des Bundesfinanzministeriums durchgeführt hat. Die Studie ist online verfügbar.

Mehr als die Hälfte des gesamten industriellen Stromverbrauchs bei EEG-Umlage begünstigt oder befreit
Berlin, 19. Oktober 2015
Die Ausnahmen der Industrie bei der EEG-Umlage sind im Laufe der Zeit kontinuierlich erweitert worden. Dadurch steigt die EEG-Umlage für die übrigen Verbraucher_innen und die Strompreise für die begünstigten Unternehmen sinken teilweise unter 5 Ct/kWh. Auch die energieintensiven Branchen liegen im europäischen Vergleich mit ihren Energiekosten im Mittelfeld - dies zeigt eine Studie des FÖS im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die Studie und eine Pressemitteilung des Ministeriums sind online verfügbar.

Verbandsspitzen fordern von Bundesregierung konsequente Energieeffizienzwende
Berlin, 15. Oktober 2015
Rund ein Jahr nach Verabschiedung des Aktionsprogramms Klimaschutz richten sich die Chefs wichtiger Umwelt-, Verbraucher- und Wirtschaftsverbände sowie Gewerkschaften mit dem dringenden Appell an die Bundesregierung, Energieeffizienz endlich zur zweiten Säule der Energiewende zu machen. Eine Pressemitteilung des Bündnisses "Effizienzwende" ist online verfügbar.

Neue Ausgabe von "movum" veröffentlicht - Thema: Finanzpolitik
Berlin, 05. Oktober 2015
Wer sich unökologisch verhält, wird immer noch finanziell belohnt. Auch die massive Ungleichverteilung der Vermögen und Einkommen ruft nach finanzpolitischen Reformen. Anders wird es keine sozial-ökologische Transformation geben. "movum" liegt in gedruckter Form regelmäßig und kostenlos dem enorm Magazin bei. Die Ausgabe "Finanzpolitik" ist auch online verfügbar.

 
 

Buchrezension 

Michael Carolan: "Cheaponomics. Warum billig zu teuer ist"
Dr. Botho Kickhöfer, München, Dezember 2015

Meist wissen wir beim Einkaufen zu unterscheiden: Zwischen “billig“ und „preiswert“. Und doch ertappt man sich zuweilen dabei, dem Slogan „Geiz ist geil“ zu erliegen. Für alle Konsument_innen mit begrenztem Einkommen ist das eine verständliche, normale Handlung. Erliegen wir damit einem System des Billigwahns? Und wenn ja: Was sind die Hintergründe? Michael Carolan hat sich in „Cheaponomics“ solchen Fragen gestellt.

Was Dinge wirklich kosten
Carolan, Soziologieprofessor an der Colorado State University, legt eine Bestandsaufnahme vor, um - in Anlehnung an medizinische Begrifflichkeiten - „den Körper der Gesellschaft von der Seuche namens Cheaponomics zu heilen“. Deren Symptome sind weithin bekannt: Manche Produkte wie eine Google-Anfrage oder eine Plastiktüte kosten gar nichts, andere sind extrem billig, wie etwa Schweinefleisch im Supermarkt oder gewisse Elektronik-Artikel. Die sieben Gramm CO2-Emission pro Google-Suche „bezahlen“ Menschen schon jetzt, die als Inselbewohner vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind. Kostenlose Plastiktüten sind keineswegs umsonst: In den USA kosten sie eigentlich vier Milliarden US-Dollar pro Jahr, die Verbraucher_innen bezahlen, ohne es zu ahnen. Darüber hinaus „bezahlen“ Meereslebewesen und künftige Menschengenerationen dafür. Bei manch sensationell billigen Waren, etwa im Elektronik-Bereich, merken Verbraucher_innen gelegentlich auch selbst, dass sie eigentlich teuer sind - wenn sie nach kurzer Zeit unbrauchbar oder nicht reparabel sind. Dem „wahren Preis von Automobilen und autozentrierten Gesellschaften“ widmet Carolan gar ein eigenes Kapitel. Über die Kosten von Autos zu reden, kann auch hierzulande heikel sein. Gerne bleibt man bei Sprit-, Steuer- und Versicherungskosten stehen. Vielleicht nimmt man die Reparaturkosten noch hinzu. Rechnet man den Anschaffungspreis aber hinein, wird das Auto pro gefahrenem Kilometer richtig ungünstig (Konzept der „effektiven Geschwindigkeit“): Der Durchschnittsamerikaner erreichte 1974 weniger als fünf Meilen pro Stunde (16.000 Arbeitsstunden für 7.500 Meilen pro Jahr; I. Illich). Autos kosten auch die Gesellschaft viel: Im Gesundheitswesen tauchen sie als  Unfallfolgekosten und als Gesundheitsschädigungen durch  Luftverschmutzung jeder Art (Lärm, Schadstoffe) auf. Wir fügen hinzu: Subventionen für Dieseltreibstoff und für Dienstwagen sind auch Kosten, die die Allgemeinheit trägt. Carolan nennt einen solchen Tatbestand „Kostensozialisierung“.

Was uns "heilen" würde: Steuern auf Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung
Wie könnte man nun den „Weg der Heilung“ der Gesellschaft von der Seuche Cheaponomics gestalten? Der Autor stellt eine Reihe von Möglichkeiten vor: Einen hohen Stellenwert schreibt er dem Konzept der sharing-economy  („Zugang statt Besitz“) und kollaborativen Konsumformen zu. In manchen Bereichen gibt es in der Tat ermutigende Ansätze, in anderen weniger. Nach den bereits gemachten Erfahrungen wäre eine differenzierte Untersuchung zu wünschen: Unter welchen Bedingungen kann sich Wir-basierte Gemeinwirtschaft, speziell ein privates Kreditsystem („peer-to-peer-lending“), in relevantem Ausmaß gegen das bestehende System durchsetzen? Das könnte ein Thema für ein weiteres Buch sein - ebenso die zwar erwähnte, aber nicht abgehandelte Recycling-Problematik. Gut nachvollziehbar und überzeugend wirkt sein Plädoyer für eine veränderte Rolle des Staates in Richtung Ressourcen- und Umweltschonung statt der gängigen Unternehmenssubventionierung. Die öffentliche Hand sollte Schlechtes nicht weiter belohnen, sondern Gutes, gesellschaftlich Wertvolles. Ein klares Bekenntnis zu Ökosteuern und zu einem anderen Steuerrecht. Auch die Kartellgesetzgebung müsse verbessert, verschärft werden. Darüber hinaus wäre interessant, welchen anderen ordnungsrechtlichen Möglichkeiten er eine Realisierungschance gäbe, z. B. der Verankerung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen im Eigentums-, Wettbewerbs- und Aktienrecht.

Ressourceneffizienz als Quadratur des Kreises?
Insoweit Carolan wirtschaftstheoretisch argumentiert, können  die Ausführungen weniger überzeugen als in weiten Teilen sonst. Die Polemik gegen Kosten-Nutzen-Analysen wirkt zu sehr vereinfacht: Denn solche Analysen sind nicht nur allgemein anerkannt in der Fachwelt und in der Politik, sie beinhalten auch keineswegs - wie hier unterstellt - ausschließlich monetäre Maßstäbe. Seine Argumentation gegen die wirtschaftliche Strategie der ständigen Senkung von Produktionskosten richtet sich generell gegen wirtschaftliche Betrachtungsweisen. Und seine Ablehnung der Strategie der Effizienzsteigerung wegen des immanenten Nachteils des Rückschlageffekts (Rebound) läuft ins Leere, denn er berücksichtigt nicht die einschlägigen Forschungsergebnisse, die, summarisch gesprochen, 30 bis 50 Prozent dafür berechnen. Dass die Ressourceneffizienz stärker zunehmen könnte als der wirtschaftliche Output, somit zumindest eine relative Entkopplung stattfände, hält er für unmöglich. Sie sei sowieso „nur dann nötig, wenn wir auf die Quadratur des Kreises hoffen und Konsumwahn und geplante Obsoleszenz vor dem Aussterben bewahren wollen, das ihr sicher bevorsteht, sobald wir Cheaponomics abschaffen“.

Fazit: Ein lesenswertes, flüssig und elanvoll geschriebenes Buch, das man als Weihnachtsgeschenk für ökologisch Interessierte empfehlen kann, weil es eine Fülle an relevantem Gesprächsstoff liefert.

"Cheaponomics. Warum billig zu teuer ist" ist im oekom verlag (ISBN-13: 978-3-86581-734-1) erschienen und kostet 22,95 Euro.

 
 

Publikationshinweise

Effective Carbon Rates in the OECD and Selected Partner Economies
OECD (Dezember 2015)
Die Studie „Effective Carbon Rates in the OECD and Selected Partner Economies” der OECD betrachtet die CO2-Emissionen und deren Bepreisung in 41 verschiedenen Staaten, welche wiederum für 80 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Das Ergebnis der Studie ist bedenklich: 90 Prozent aller Emissionen werden mit weniger als 30 Euro pro Tonne CO2 bepreist, für 60 Prozent existiert gar kein Preis. Daher plädiert die OECD für einen effektiven Preis für CO2-Emissionen, um den Energieverbrauch zu reduzieren, Energieeffizienz zu steigern und den Klimawandel somit wirkungsvoll entgegenzuwirken.

Nutzen des Klimaschutzes
Olav Hohmeyer (November 2015)
Prof. Dr. Olav Hohmeyer (Universität Flensburg) hat im Auftrag von Germanwatch den volkswirtschaftlichen Nutzen des Klimaschutzes den volkswirtschaftlichen Schäden durch ein Überschreiten der Zwei-Grad-Grenze gegenübergestellt. Das Ergebnis: 2050 würde Klimaschutz einen wirtschaftlichen Nutzen erzielen, der dreimal höher wäre als alle daraus resultierenden Kosten. Kaum überraschend, dass ein schnelles umweltpolitisches Handeln somit nicht nur ökologische sondern auch ökonomische Vorteile eröffnet.

 
 

Veranstaltungshinweise

Save-the-Date: FÖS-Jahreskonferenz/-Mitgliederversammlung 2016
18./19. März 2016 - Berlin
Die Jahreskonferenz  2016 wird am 18. und 19. März 2016 in Berlin stattfinden. Die Jahreskonferenz beginnt am Freitag in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt mit einer verkehrspolitischen Fachkonferenz. Am Samstagvormittag findet die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Eine Einladung zur Jahreskonferenz mit weiteren Details werden wir Ihnen im neuen Jahr zukommen lassen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin schon einmal vormerken könnten.

 
 

Veranstaltungsnachlese

Verleihung des Adam-Smith-Preises an Dr. Janez Potočnik
25. November 2015 - Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin
Das FÖS hat den Co-Vorsitzenden des International Resource Panel (UNEP) und ehemaligen EU-Umweltkommissar Dr. Janez Potočnik mit dem Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik ausgezeichnet. Bei der Festveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde sein Engagement für den Übergang zu einer grünen, energie- und ressourceneffizienten Wirtschaft hervorgehoben. Eine Dokumentation der Preisverleihung ist online verfügbar
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INHALTSVERZEICHNIS

Editorial
In eigener Sache
FÖS in den Medien
FÖS-Nachrichten
Buchrezension
Publikationshinweise
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsnachlese


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Vorstand
Dr. Anselm  Görres (Vorsitz)
Kai Schlegelmilch (Stellv. Vorsitz)
Dr. Tobias Ernst (Stellv. Vorsitz)
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Dr. Botho Kickhöfer
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Bettina Meyer
Eike Meyer
Uwe Nestle

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Björn Klusmann
Swantje Fiedler (Stellv.)
Alexander Mahler (Stellv.)

Beirat des FÖS
Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Dr. Karl-Heinz Daehre
Dr. Henner Ehringhaus
Prof. Dr. Felix Ekardt
Sven Giegold, MdEP
Josef Göppel, MdB
Dr. Peter H. Grassmann
Ulrich Kelber, MdB
Rüdiger Kruse, MdB
Damian Ludewig
Jürgen Maier
Prof. Dr. Dirk Messner
Prof. Dr. Wolfgang Methling
Prof. Dr. Bernd Meyer
Lisa Paus, MdB
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher
Max Schön
Mag. Dr. Stephan Schulmeister
PD Dr. Ulrich Thielemann
Dr. Michael Thöne
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Prof. Dr. Angelika Zahrnt

 
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