Ausgabe Nr. 72 · April 2016
 
                  

Editorial


Liebe Leserinnen und Leser,

wer bezahlt den Atomausstieg? Die "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" hat sich hierzu monatelang beraten und nun ein Ergebnis vorgestellt, dem die Bundesregierung folgen möchte: Die Atomkonzerne überführen 23,3 Milliarden Euro in einen öffentlich-rechtlichen Fonds - im Gegenzug kümmert sich der Staat um End- und Zwischenlagerung des Atommülls. Für zusätzliche Kostenrisiken, auf die wir in zahlreichen Studien immer wieder aufmerksam gemacht haben, müssen im Gegenzug die Steuerzahlenden aufkommen. Damit ist das Verursacherprinzip immer noch nicht vollständig umgesetzt - für etwaige Zusatzkosten sollte
eine Nachschusspflicht für die Atom-Konzerne eingerichtet werden.

Eine weitere Frage, mit der sich die Bundesregierung in diesen Tagen ausführlich beschäftigt hat: Wie fördern wir Elektromobilität? Am Dienstagabend folgte eine Einigung mit der Automobilbranche: Demnach wird der Kauf eines Elektro-Autos mit einer Prämie von bis zu 4000 Euro unterstützt. Die Autohersteller übernehmen die Hälfte der insgesamt 1,2 Milliarden Euro teuren Förderung, der Rest wird vom Steuerzahler finanziert. Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen Regierung und Automobilindustrie hatten wir bereits angemahnt, dass eine Kaufprämie für Elektro-Autos aus dem allgemeinen Staatshaushalt kontraproduktiv sei. Bezahlt werden soll die Prämie nun ausgerechnet aus dem Energie- und Klimafonds, der zur Finanzierung einer beschleunigten Energiewende eingerichtet wurde. Doch genau diese ist überhaupt Voraussetzung für einen Klimavorteil von Elektromobilen. Bis der verwendete Strom komplett emissionsfrei produziert wird, ist der Schornstein der Kraftwerke der Auspuff des Elektro-Autos. Konsequenter wäre es dagegen, wenn Fahrzeuge mit hohen Emissionen den Umstieg auf klimaschonende Fahrzeuge finanzieren würden. Dann müsste beispielsweise auch kein_e Fahrradfahrer_in über die Mehrwertsteuer eines Ersatzschlauchs ungerechterweise für den Hybrid-Sportwagen anderer aufkommen. Wie wir den Straßenverkehr grundsätzlich nachhaltig finanzieren können, darüber hatten wir auf unserer diesjährigen Jahreskonferenz in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts beim Bund in Berlin ausführlich diskutiert – mit über 100 Teilnehmer_innen war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Dass nicht nur im Verkehrssektor weiterhin Bedarf an wirksameren Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion besteht, zeigt eine aktuelle FÖS-Analyse im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Danach sind die Treib-hausgasemissionen im vergangenen Jahr sogar noch angestiegen. Das Erreichen der Minderungsziele für 2020 wird ohne wirksame Gegenmaßnahmen immer unwahrscheinlicher. Auch aus diesem Grund fordern wir gemeinsam mit 50 weiteren Organisationen die Bundesregierung auf, einen wirklich wirksamen Klimaschutzplan 2050 vorzulegen. Mit dem "Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft" engagieren wir uns unter anderem für die vollständige Internalisierung externer Kosten, einen starken globalen Preis für die Verschmutzung der Atmosphäre und ein nationales CO2-Preissignal.

Wie wir dieses Thema auf die politische Agenda setzen können, war auch Thema auf unserer Mitgliederversammlung. Neben der inhaltlichen Diskussion über unsere politischen Vorschläge stand in diesem Jahr die Stabübergabe unseres langjährigen Vorsitzenden, Dr. Anselm Görres, an seinen Nachfolger Kai Schlegelmilch im Mittelpunkt. Abschiedsstimmung musste aber nicht aufkommen, Anselm Görres ist von den Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden ernannt und vom Vorstand in den Beirat berufen worden.


Ihnen wie immer eine anregende Lektüre!

Björn Klusmann
Geschäftsführer

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In eigener Sache

Kai Schlegelmilch zum neuen FÖS-Vorsitzenden gewählt
Die diesjährige Mitgliederversammlung hat Kai Schlegelmilch einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 51-jährige Volkswirt löst Dr. Anselm Görres ab, der das Amt seit 2000 ausgeübt hatte und von den Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Neu im Vorstand ist Prof. Dr. Felix Ekardt (stellv. Vorsitzender), in ihrem Amt bestätigt wurden Dr. Tobias Ernst (stellv. Vorsitzender), Dr. Botho Kickhöfer, Helen Lückge und Bettina Meyer (allesamt Beisitzer_innen). Eine Pressemitteilung ist online verfügbar.

 
 

FÖS in den Medien

"Abschlussbericht der Atom-Kommission", Fernsehbeitrag des ARD-Nachtmagazins mit einem Kommentar von FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler, 28.04.2016

"Kritik am Atomkompromiss", Artikel zum Abschlussbericht der Atom-Kommission mit Verweis auf eine FÖS-Studie zu den Kosten der Atomenergie, Huffington Post,  27.04.2016

"Stromkonzerne sollen für "Atompakt" 23,3 Milliarden zahlen", Artikel mit Verweis auf eine FÖS-Studie zu Atom-Rückstellungen, N24, 27.04.2016

"Konzerne nicht so günstig aus der Verantwortung lassen", Interview mit FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler zur Finanzierung des Atomausstiegs, Deutschlandfunk, 27.04.2016

"Teures Atomzeitalter - Ringen um Kosten für Abriss und Endlager", Rundfunkbeitrag zum Atomausstieg mit Zitaten von FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler, Deutschlandfunk, 12.04.2016

"Heizöl deutlich billiger als Gas", Artikel über Heizölpreisentwicklung mit Bezug zu FÖS-Kurzanalyse, Klimaretter, 26.03.2016

"Emissionen wieder gestiegen", Artikel zu Deutschlands CO2-Emissionen mit Verweis auf eine FÖS-Analyse, Telepolis, 18.03.2016

"Die Kosten der Atomkraft", Artikel über die juristischen Klagen der Atomkonzerne mit Verweis auf FÖS-Analysen, Rheinische Post, 16.03.2016

"Eine Fünf für den Klimastreber", Kommentar zu den Ergebnissen der FÖS-Analyse, taz, 12.03.2016

"Zehn Millionen Tonnen mehr CO2", Artikel über die FÖS-Kurzanalyse, Frankfurter Rundschau, 12.03.2016

"Erneuter Anstieg des Klimakillers Kohlendioxid", Artikel über die FÖS-Kurzanalyse, Berliner Zeitung, 11.03.2016. Ähnliche Artikel bei Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Stadt-Anzeiger & Klimaretter.

"CO2-Ausstoß in Deutschland 2015 leicht gestiegen", Artikel über die FÖS-Kurzanalyse, AFP, 11.03.2016. Ähnliche Artikel bei Bild, Weser Kurier und neues deutschland.

"Die 54-Milliarden-Euro-Rechnung", Artikel über die Kosten des Atom-Zeitalters mit FÖS-Nennung, WirtschaftsWoche, 05.03.2016

 
 

FÖS-Nachrichten

Prämie für Elektro-Autos muss durch Spritschlucker finanziert werden, nicht aus allgemeinen Steuermitteln
Berlin, 25. April 2016
Die Bundesregierung hat ihre Pläne zur Förderung von Elektromobilität vorgestellt. Aus Sicht des FÖS ist eine Kaufprämie für Elektro-Autos aus allgemeinen Haushaltsmitteln kontraproduktiv, weil dadurch Straßenverkehr und nicht Klimaschutz gefördert wird. Stattdessen sollte ein Kaufanreiz für emissionsarme Pkw über eine höhere Kfz-Steuer auf besonders klimaschädliche Fahrzeuge finanziert werden. Eine Pressemitteilung ist online verfügbar.

"Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft": Über 50 Organisationen fordern ambitioniertere nationale Klimaziele
Berlin, 20. April 2016
Mit Blick auf die bevorstehende Unterzeichnung des Pariser Abkommens fordert das FÖS gemeinsam mit als 50 weiteren Organisationen die Bundesregierung auf, einen wirklich ehrgeizigen und zielgerichteten Klimaschutzplan zu verabschieden. Hierzu sollten die nationalen Klimaziele verschärft und gesetzlich festgeschrieben werden. Der "Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft" ist online verfügbar.

Rechtsexperten empfehlen Energieeffizienz-Gesetz
Berlin, 11. April 2016
Um die Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen, die hohen Effizienzpotentiale zu nutzen und für mehr Planungs- und Investitionssicherheit zu sorgen, braucht es dringend ein Energieeffizienz-Gesetz. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der European Climate Foundation in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten. Swantje Fiedler, Leiterin Energiepolitik beim FÖS, hat die Studie als Expertin begleitet. Das Gutachten sowie eine Pressemitteilung sind online verfügbar.

Internationale Zivilgesellschaft fordert Reduzierung der CO2-Emissionen im Luftverkehr
Brüssel, 04. April 2016
Anlässlich eines Treffens der UN-Sonderorganisation für zivile Luftfahrt (ICAO) hat sich das FÖS gemeinsam mit über 80 weiteren Umwelt-NGOs aus fünf Kontinenten dafür ausgesprochen, dass die Luftfahrtindustrie sich nicht länger dem Klimaschutz verweigern dürfe. Die NGOs lehnen das ICAO-Konzept ab, das anstatt einer Reduktion von CO2-Emissionen im Luftverkehr weiteres Wachstum und unwirksame Ausgleichsmaßnahmen vorsieht. Das Statement der NGOs ist online verfügbar.

Große Verbände-Allianz fordert ambitionierten Klimaschutzplan 2050
Berlin, 18. März 2016
In einem gemeinsamen Brief an die Bundesregierung mahnt das FÖS gemeinsam mit einer großen Verbände-Allianz an, den Klimaschutzplan ambitioniert auszugestalten und an den in Paris beschlossenen Zielen auszurichten. Anlass ist der Abschluss eines breiten Beteiligungsprozesses, in dem Verbände, Kommunen und Bundesländer Politikvorschläge für den Klimaschutzplan eingereicht haben. Der offene Brief ist online verfügbar.

Deutschlands Treibhausgasemissionen sind im Jahr 2015 gestiegen
Berlin, 12. März 2016
Die energiebedingten CO2-Emissionen sind im Jahr 2015 durch den höheren Energieverbrauch voraussichtlich um 10 Mio. Tonnen CO2-äq. gestiegen. Dies lässt einen Anstieg der Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2015 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 912 Mio. Tonnen CO2-äq. erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt eine FÖS-Kurzanalyse im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Kurzanalyse ist online verfügbar.

Subventionen im Bergbau: Schluss mit der Förderung!
Berlin, 07. März 2016
Der Braunkohlebergbau profitierte im Jahr 2015 von staatlichen Förderungen in Höhe von mindestens 400 Millionen Euro. Das Beispiel zeigt, wie Subventionen im Bergbau politische Ziele zu Ressourcenschonung und Klimaschutz konterkarieren. Swantje Fiedler und Rupert Wronski vom FÖS erklären in der Buchreihe "politische ökologie" (Band 144), warum der ordnungspolitische Rahmen nicht nur deshalb dringend reformiert werden sollte. Der Gastbeitrag ist online verfügbar.

Europas Klimapolitik im Lichte der Ergebnisse von Paris anpassen
Berlin, 01. März 2016
Im Vorfeld des EU-Umweltministerrats fordert das FÖS mit weiteren 25 Kirchenorganisationen und Verbände aus den Bereichen Umwelt-, Naturschutz- und Entwicklungspolitik eine Verschärfung der europäischen Klimaschutzziele. In einem offenen Brief an Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellt das Bündnis klar, dass die bisherigen EU-Klima- und Energieziele nicht im Einklang mit den auf der Weltklimakonferenz in Paris international bekräftigen Klimazielen stehen. Der offene Brief ist online verfügbar.

Deutschlands Kandidatur zur Rohstofftransparenz-Initiative "EITI" angenommen
Lima, 23. Februar 2016
Deutschland wird als viertes OECD-Land eine "Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor" (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) implementieren. In den nächsten 18 Monaten wird die deutsche Multi-Stakeholder-Gruppe, bei der das FÖS als Vertreter der Zivilgesellschaft mitwirkt, die zukünftige Umsetzung von EITI in Deutschland vorantreiben. Das zentrale Ergebnis des EITI-Prozesses wird ein umfassender Bericht zum Abgleich von Zahlungsströmen im extraktiven Sektor sein. Der zugehörige Kontextbericht wird sich zudem mit darüber hinausgehenden Regelungen beschäftigen, wie Subventionen, Rückstellungen und Ausgleichszahlungen aus Naturschutzgründen. Auf diese Weise soll ein Mehrwert für die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit geschaffen werden. Weitere Informationen zu D-EITI sind online verfügbar.

 
 

Publikationshinweise

Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung: Diskussionsbeitrag des Umweltbundesamtes
Umweltbundesamt (UBA) (April 2016)
Das Umweltbundesamt hat konkrete Vorschläge für den laufenden Prozess des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung vorgelegt, mit denen eine nachhaltige und ambitionierte Ausgestaltung erreicht werden kann. Unter den 32 Maßnahmen finden sich unter anderem die Weiterentwicklung des Emissionshandels und der Energiebesteuerung sowie der Abbau klimaschädlicher Subventionen. Ziel dieses Positionspapiers ist es, Empfehlungen und aus Sicht des UBA notwendige Schritte in den Prozess zur Erstellung des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung einzuspeisen.

The potential policy and environmental consequences for the UK of a departure from the European Union 
Institute for European Environmental Polcy (IEEP) (März 2016)
Die Studie „The potential policy and environmental consequences for the UK of a departure from the European Union“ des IEEP zeigt potentielle Konsequenzen für die Umweltpolitik Großbritanniens auf, würde es tatsächlich zum Austritt aus der Europäischen Union kommen. So würden bereits bestehende oder sich noch in Verhandlung befindliche Umweltgesetze entweder abgeschwächt oder sogar ganz außer Kraft gesetzt werden. Davon betroffen wäre bspw. die gemeinsame Agrarpolitik der EU oder die Regelungen zur nachhaltigen Fischerei.

 
 

Veranstaltungshinweise

Präsentation des SRU-Umweltgutachtens 2016: Impulse für eine integrative Umweltpolitik
10. Mai 2016 – Tagungswerk der Jerusalemkirche, Lindenstraße 85, 10969 Berlin
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) lädt anlässlich der Präsentation und Übergabe des Umweltgutachtens 2016 an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks zur öffentlichen Vorstellung ein. Swantje Fiedler, Leiterin Energiepolitik beim FÖS, wird als Podiumsteilnehmerin bei der Session „Energiepolitik im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit“ mitwirken. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.

Summer School Madrid: “Environmental Economics & Policy Analysis”
06. Juni –15. Juli 2016 – Madrid, Spanien
Die Autonome Universität Madrid (UAM) bietet in ihrer diesjährigen “Summer School of Economics and Business” (SSEB) einen Kurs zu „Environmental Economics & Policy Analysis” an. Inhaltlich geht es darum, wie Policy-Maßnahmen in der Umweltpolitik ausgestaltet werden sollten, um externe Effekte zu internatlisieren. Weitere Informationen zur Summer School sind online verfügbar.

Summer School Oxford: Ecological Economics
04.-10. September 2016 – Oxford, Großbritannien
Die Oxford Summer School bietet einen einwöchigen Kurs zu Ökologischer Ökonomie an, in dem der Fokus auf nachhaltigen Politikentwicklungen liegen soll. Themen werden unter anderem Green Economy, Umweltpolitik und Nachhaltigkeit sein. Das Angebot richtet sich vorrangig an Promotionsstudierende, Regierungsexpert_innen, Vertreter_innen der Wirtschaft und internationalen Organisationen. Weitere Informationen zur Summer School sind online verfügbar.  

4th Green Growth Knowledge Platform Annual Conference: Transforming Development through Inclusive Green Growth
06.-07. September 2016 - Jeju-do, Südkorea
Die vierte Green Growth Knowledge Platform (GGKP) wird in diesem Jahr auf der südkoreanischen Insel Jeju-do ausgerichtet. Der Fokus wird auf Strategien und Verfahren zur Unterstützung grünen Wachstums liegen. Dabei sollen auch Umverteilungsaspekte berücksichtigt werden. Weitere Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.


17th Global Conference on Environmental Taxation: Smart instrument mixes in a greening economy

22.-23. September 2016 - Groningen, Niederlande
Die 17. Weltökosteuerkonferenz wird in diesem Jahr von der Universität Groningen veranstaltet. Unter anderem sollen, mit Blick auf die niederländische EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2016, marktwirtschaftliche Errungenschaften aus den Niederlanden und der EU präsentiert und mit weltweiten Erfahrungen betrachtet werden. Weitere
Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.

International Conference on Fossil Fuel Supply and Climate Policy 
26.–27. September 2016 - Oxford, Großbritannien 
Bei der zweitägigen internationalen Konferenz des Queen‘s College Oxford wird es um die Frage gehen, wie Klimapolitik mit der Förderung fossiler Brennstoffe umgehen kann. Dabei werden die Themen finanzielle Risiken der Förderung, angebotsorientierte Klimapolitik und mögliche Wege in eine dekarbonisierte Wirtschaft in den Blick genommen. Die Konferenz richtet sich an Teilnehmer_innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Weitere
Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.

 

Veranstaltungsnachlese

FÖS-Jahreskonferenz "Die Zukunft des Straßenverkehrs - nachhaltig und gerecht finanziert"
18. März 2016 - Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Berlin
Die Jahreskonferenz des FÖS widmete sich der nachhaltigen und gerechten Finanzierung des Straßenverkehrs. Während der Verkehr seine Klimaziele voraussichtlich nicht erreichen wird, stellt die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur den Bundeshaushalt vor große Herausforderungen, was Expert_innen-Kommissionen regelmäßig wiederholen. Welcher Rahmen sollte gesetzt werden, dass unsere Marktwirtschaft effiziente, nachhaltige und effektive Antworten findet? Eine Dokumentation der Jahreskonferenz ist online verfügbar.

Ordentliche Mitgliederversammlung des FÖS
18. März 2016 - Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Berlin
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde Kai Schlegelmilch einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 51-jährige Volkswirt löst Dr. Anselm Görres ab, der das Amt seit 2000 ausgeübt hatte und von den Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Außerdem wurde Prof. Dr. Felix Ekardt (stellv. Vorsitzender) in den Vorstand gewählt, in ihrem Amt bestätigt wurden Dr. Tobias Ernst (stellv. Vorsitzender), Dr. Botho Kickhöfer, Helen Lückge und Bettina Meyer (allesamt Beisitzer_innen). Zu den Vorstandswahlen ist eine Pressemitteilung online verfügbar, die übrigen Ergebnisse der Mitgliederversammlung gehen den FÖS-Mitgliedern als Protokoll zu.

FÖS-Regionalgruppe München: „Förderung der Elektromobilität – Lösungsbeitrag oder Geldverschwendung?"
10. März 2016 - Orange Bar, München
Die FÖS-Regionalgruppe München hat zum Vortrag über die Förderung von Elektromobilität eingeladen. Dabei stand folgende Frage im Vordergrund: Wie sinnvoll ist die Förderung? Referent war Dieter Teufel vom Umwelt- und Prognose-Institut (UPI), das die ökologischen Auswirkungen von Elektro-Autos untersucht hat und zu zwiespältigen Ergebnissen kommt. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz in Bayern e. V. (Kreisgruppe München),  Green City – Münchner Mobilitätskultur, der Petra-Kelly-Stiftung, der Umwelt-Akademie e. V. und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) e. V. statt. Die Präsentation des UPI sowie ein Bericht der Regionalgruppe sind online verfügbar
.

"Fiscal Instruments for Emissions Reductions: A Dialogue on International Experiences" 
10. bis 12. Februar 2016 – Mexiko-Stadt, Mexiko
Renommierte Expert_innen und Entscheidungsträger_innen aus Europa, den USA, Lateinamerika und Südafrika haben sich im Februar in Mexiko-Stadt getroffen, um über das Thema „Fiskalpolitische Instrumente für den Klimaschutz“ zu diskutieren. Ziel war es, von den Erfahrungen anderer Ländern zu lernen. Kai Schlegelmilch, damals noch stellvertretender FÖS-Vorsitzender, war mit mehreren Vorträgen aktiv involviert. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie dem mexikanischen Finanzministerium (SHCP) und Umweltministerium (SEMARNAT) organisiert. Eine Dokumentation der Veranstaltung ist online verfügbar.

 
 

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INHALTSVERZEICHNIS

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Publikationshinweise
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsnachlese


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Vorstand
Kai Schlegelmilch (Vorsitz)
Prof. Dr. Felix Ekardt (Stellv. Vorsitz)
Dr. Tobias Ernst (Stellv. Vorsitz)
Florian Prange (Schatzmeister)
Dr. Botho Kickhöfer
Markus Knigge
Helen Lückge
Bettina Meyer
Eike Meyer
Uwe Nestle

Geschäftsführung
Björn Klusmann
Swantje Fiedler (Stellv.)
Alexander Mahler (Stellv.)

Beirat des FÖS
Bundesminister a. D. Hans Eichel (Vorsitz)
Dr. Anselm Görres (FÖS-Ehrenvorsitzender)
Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Dr. Karl-Heinz Daehre
Dr. Henner Ehringhaus
Sven Giegold, MdEP
Josef Göppel, MdB
Dr. Peter H. Grassmann
Ulrich Kelber, MdB
Rüdiger Kruse, MdB
Damian Ludewig
Jürgen Maier
Prof. Dr. Dirk Messner
Prof. Dr. Wolfgang Methling
Prof. Dr. Bernd Meyer
Lisa Paus, MdB
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher
Max Schön
Mag. Dr. Stephan Schulmeister
PD Dr. Ulrich Thielemann
Dr. Michael Thöne
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Prof. Dr. Angelika Zahrnt

 
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