Ausgabe Nr. 73 · Juni 2016
 
            

Editorial


Liebe Leserinnen und Leser,

das Ziel der Bundesregierung ist es, Deutschlands Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent (gegenüber 1990), bis zum Ende des Jahrhunderts den Ausstoß sogar auf null zu senken. Dieser Plan wird nicht ohne Debatten über den Ausstieg aus fossilen Energieträgern ablaufen – davor sollten wir uns nicht scheuen und die unliebsame Aufgabe in die Ferne schieben. Stattdessen sollten wir aus Erfahrungen lernen: Der Atomausstieg ist nach einigem hin und her zwar politisch beschlossen, die Finanzierung der Folgekosten der Atomnutzung jedoch ungewiss. Beim Ausstieg aus der Braunkohle drohen ähnliche Herausforderungen, denn ohne politisches Handeln könnten Steuerzahler_innen und betroffene Bundesländer auf einem Teil der Braunkohle-Folgekosten sitzenbleiben. In einer gemeinsamen Studie mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) zeigen wir: Die finanziellen Mittel sind bei Vattenfall, RWE und MIBRAG nicht ausreichend gesichert, deshalb muss Transparenz geschaffen und eine verursachergerechte Finanzierung der Braunkohle-Folgekosten gesichert werden.

Besonders kontrovers diskutiert wurden in den letzten Wochen auch die aktuelle EEG-Novelle und der Gesetzesentwurf zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes. Unter anderem sollen energieeffiziente Unternehmen trotz ihres geringeren Stromverbrauchs von einer reduzierten EEG-Umlage profitieren können. Ein Anregung der Kategorie „Gut gedacht, aber falsch gemacht“: Die Bundesregierung sollte lieber grundsätzlich die Anreize für Energieeffizienz korrigieren. Der Kabinettsbeschluss enthält nun das glatte Gegenteil: Der für die Befreiung geforderte Anteil der Stromkosten gemessen an der Bruttowertschöpfung wird abgesenkt - wodurch noch mehr Unternehmen von der Umlage entlastet, Haushalte und kleine Unternehmen jedoch mit höheren Kosten belastet werden. Auch im Entwurf zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes fehlt uns ein konsistentes Zielmodell für die Energiebesteuerung. Wir sprechen uns in einer Stellungnahme dafür aus, stattdessen Subventionen fossiler Energieträger abzubauen und Energie kohärent zu besteuern.

Eine weitere Ausstiegsdebatte kommt im Verkehrssektor: Vor kurzem einigten sich die vier führenden Parteien Norwegens (wohlgemerkt aus dem linken und rechten Spektrum), dass dort ab 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden sollen. Auch in Deutschland gibt es erste Vorschläge, ab 2030 keine Verbrenner-Autos mehr zuzulassen. Dabei steht gerade der vieldiskutierte Diesel-Kraftstoff zur Debatte – mit Verweis auf seine Klimaschutz-Funktion wird er dabei politisch protegiert. Doch der vermeintliche Klimavorteil von Diesel-Pkw existiert nicht mehr – dies zeigen wir in einer gemeinsamen Studie mit dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM). Dass stattdessen der Europäische Emissionshandel das effektive Instrument sein kann, um die Klimaziele im Straßenverkehr zu erreichen, sehen wir nicht. Stattdessen schlagen wir vor: Europäische CO2-Flottengrenzwerte für Neufahrzeuge ambitioniert weiterentwickeln und Energiesteuern im Straßenverkehr anpassen
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Ihnen wie immer eine anregende Lektüre!

Björn Klusmann
Geschäftsführer

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In eigener Sache

Praktikum beim FÖS
Das FÖS bietet ganzjährig dreimonatige Praktika in den Bereichen Energiepolitik, Verkehrspolitik sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an. Die aktuellen Ausschreibungen sind hier zu finden.

 
 

FÖS in den Medien

"Mitgift für die Heuschrecke", Artikel mit Erwähnung der FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", taz, 24.06.2016

"Braunkohle kostet und kostet und kostet", Artikel über FÖS-Braunkohlestudie, Junge Welt, 10.06.2016

"Der Atomausstieg als Vorbild", Artikel mit Zitat des FÖS-Energieexperten Rupert Wronski, taz, 08.06.2016

"Ablasshandel für den Flugverkehr", Artikel mit Bezug auf FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", Telepolis, 07.06.2016

"Studie warnt vor Folgekosten durch Kohle-Tagebau", über FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", RBB Online, 07.06.2016

"Steuerzahler könnten auf Braunkohle-Kosten sitzenbleiben", Artikel mit Zitat von FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler, MDR, 07.06.2016

"Tagebau-Rückstellungen reichen nicht", Artikel mit Zitat vom FÖS-Energieexperten Rupert Wronski, Klimaretter, 07.06.2016. Ähnlicher Artikel erschien bei neues deutschland.

"Studie zweifelt an Braunkohle-Rückstellungen", Artikel über die FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", Handelsblatt, 07.06.2016. Ähnliche Artikel erschienen bei FAZ, Focus Online und Die Welt.

"Umweltschützer fordern Fonds für den Braunkohleausstieg", Artikel über die FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", WAZ, 07.06.2016

"Zu wenig Rückstellungen für Braunkohle-Folgekosten", Artikel über die FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", Berliner Zeitung, 07.06.2016

"Rückstellungen für Braunkohle-Folgekosten reichen nicht", Artikel über die FÖS-/IASS-Studie "Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich", BILD, 07.06.2016

"Elektroautos: Auf der Bremse", Artikel mit Zitat von FÖS-Geschäftsführer Björn Klusmann, Schrot & Korn, 01.06.2016

"Dieselautos: Der Trick mit dem Grenzwert", Fernsehbeitrag mit Einschätzung des stellv. FÖS-Vorsitzenden, Prof. Dr. Felix Ekardt, ZDF Frontal 21, 24.05.2016

"Argument für Steuerprivilegien wackelt", Artikel über die FÖS-/IKEM-Studie zu Umweltwirkungen von Diesel, Deutschlandfunk, 18.05.2016

"Grüne wollen Diesel-Privilegien abschaffen", Artikel über die die FÖS-/IKEM-Studie zu Umweltwirkungen von Diesel, Frankfurter Rundschau, 17.05.2016. Ähnliche Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung und dem Weser-Kurier.

"Studie zieht Diesel-Privileg in Zweifel", Artikel über die FÖS-/IKEM-Studie zu Umweltwirkungen von Diesel, n-tv, 17.05.2016

"Die Energiewende als Beihilfe?", Artikel des stellv. Vorsitzenden des FÖS, Prof. Dr. Felix Ekardt, zur EEG-Umlage, Legal Tribune Online, 12.05.2016

"RWE, Eon, EnBW und Vattenfall: Atom-Deal auf Kosten des Steuerzahlers?", Artikel mit Kommentar von FÖS-Energieexpertin Swantje Fiedler, web.de, 29.04.2016

 
 

FÖS-Nachrichten

Straßenverkehr im Emissionshandel: Ohne Nutzen für den Klimaschutz
Berlin, 10. Juni 2016
Verschiedene Akteure schlagen derzeit die Einbeziehung des Straßenverkehrs in den europäischen Emissionshandel vor. Wie die vorliegende Kurzanalyse zeigt, stellt eine solche Reform jedoch kein effektives Instrument zur Erreichung der Klimaziele im Straßenverkehr dar. Stattdessen sollten die europäischen CO2-Flottengrenzwerte für Neufahrzeuge ambitioniert weiterentwickelt und die Energiesteuern im Straßenverkehr angepasst werden. Die Kurzanalyse ist online verfügbar.

Industrieausnahmen in der EEG-Novelle: Grundlegende Korrektur der Effizienzanreize verpasst
Berlin, 07. Juni 2016
Im Bundeskabinett wurde der aktuelle Entwurf zur EEG-Novelle diskutiert, der einen Vorschlag zur Befreiung weiterer Industrieunternehmen von den Umlagekosten enthielt. Dabei ging um diejenigen Unternehmen, die aufgrund ihrer Effizienzmaßnahmen aus der Regelung herausfallen. Gut gedacht, aber falsch gemacht: Stattdessen sollte die Bundesregierung grundsätzlich die Anreize für Energieeffizienz korrigieren. Das FÖS empfiehlt eine Umstellung auf objektive Standardwerte, wie sie die Europäische Kommission vorsieht. Eine Pressemitteilung ist online verfügbar.

FÖS-Studie mahnt: Transparenz schaffen und verursachergerechte Finanzierung der Braunkohle-Folgekosten sichern
Berlin, 07. Juni 2016
Ohne politisches Handeln könnten Steuerzahler_innen und betroffene Bundesländer auf einem Teil der Braunkohle-Folgekosten sitzen bleiben. Denn die finanziellen Mittel sind bei Vattenfall, RWE und MIBRAG nicht ausreichend gesichert. Dies zeigt eine neue Studie des FÖS und Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Heinrich-Böll-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Studie und eine Pressemitteilung sind online verfügbar.

Stellungnahme: Klimaschutz in der Energie- und Stromsteuer verankern
Berlin, 23. Mai 2016
Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes vorgelegt. Das FÖS warnt in einer Stellungnahme vor voreiligen und energie- und klimapolitisch möglicherweise kontraproduktiven Weichenstellungen und fordert die Entwicklung eines konsistenten Zielmodells für alle Abgaben und Umlagen im Energiebereich. Die Stellungnahme ist online verfügbar.

Vermeintlicher Klimavorteil von Diesel-Pkw existiert nicht mehr
Berlin, 17. Mai 2016
Bis heute wird argumentiert, dass Diesel-Pkw zum Klimaschutz im Straßenverkehr beitragen, da sie aufgrund effizienterer Motoren weniger CO2 emittieren würden. Dieser vermeintliche Klimavorteil bei der Senkung der durchschnittlichen CO2-Emissionen der gesamten Pkw-Flotte existiert nicht mehr, wie eine Studie des FÖS und des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zeigt. Die Studie ist online verfügbar.

 
 

Publikationshinweise

The economic consequences of outdoor air pollution
OECD (Juni 2016)
Die Studie der OECD „The Economic Consequences of Outdoor Air Pollution” stellt die wirtschaftlichen Folgen der Luftverschmutzung für die kommenden Jahrzehnte in den Fokus: Sterbewahrscheinlichkeit und Morbidität, Veränderungen bei den Ernteerträgen sowie die enormen Auswirkungen auf die Märkte. Um einen deutlichen Anstieg der globalen Emissionen und Konzentrationen von Luftschadstoffen zu vermeiden, werden strenge politische Maßnahmen vorgeschlagen.


Lenkungswirkung von Energiesteuern

Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) (Juni 2016)
Die Autor_innen Angela Köppl und Mark Sommer vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) haben in der Studie „Lenkungswirkung von Energiesteuern“ den Effekt von Preisanreizen zur Verringerung des Endenergieverbrauchs in Österreich untersucht. Die im Auftrag der Österreichischen Energieagentur angefertigte Expertise zeigt anhand kurzfristiger Preiselastizitäten in verschiedenen Szenarien, wie die Energienachfrage durch preisliche Anreize gesenkt werden kann.

Das EEG: Besser als sein Ruf
Uwe Nestle, Craig Morris und Luca Brunsch (Juni 2016)
Die Kritik am EEG ist wenig belastbar und zu pauschal, stattdessen sollten Erfolge stärker hervorgehoben werden - dies ist die zentrale Erkenntnis der Studie „Das EEG: Besser als sein Ruf“ im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Autoren um FÖS-Vorstandsmitglied Uwe Nestle sowie Craig Morris und Luca Brunsch sehen das EEG als erfolgreichstes Klimaschutzinstrument Deutschlands, indem es die Anforderungen Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Versorgungssicherheit gut bis sehr gut erfüllt werden.

Carbon Pricing Watch 2016
Weltbank / Ecofys (Mai 2016)
Um die beschlossenen Ziele aus der Pariser UN-Klimakonferenz 2015 einhalten zu können, muss der globale Ausstoß von CO2 minimiert werden. Die World Bank Group unterstreicht in ihrer Studie „Carbon Pricing Watch 2016“, die in voller Länge erst Ende des Jahres erscheinen wird, dass ein Preis auf CO2 ein effektiver und effizienter Weg dazu ist und zudem ein klares Signal an die Wirtschaft senden kann, in grünes und nachhaltiges Wachstum zu investieren. Inhalt des Reports sind vier neue Initiativen zur Bepreisung von CO2, darunter in Portugal und Australien, der Republik Korea und in Kanadas Provinz British Columbia sowie eine Analyse der Länder, die über Reformen nachdenken.

Sustainability-oriented EU taxes: The example of a European carbon-based flight ticket tax
WIFO (Mai 2016)
Die Studie „Sustainability-oriented EU taxes: The example of a European carbon-based flight ticket tax” von Alexander Krenek und Margit Schratzenstaller vom WIFO zeigt, dass sich eine CO2-orientierte Flugticketabgabe in mehrfacher Hinsicht als EU-Steuer eignen würde. So würde es sowohl die Emissionen aus dem Flugverkehr eindämmen als auch einen schädlichen Steuerwettbewerb zwischen den EU-Ländern verhindern, zu dem es bei einer rein nationalen Implementierung kommen könnte. Die potentiellen jährlichen Einnahmen der gesamten EU-28 würden sich im einstelligen Milliardenbereich bewegen, was wiederum andernorts Spielraum schaffen würde. Damit könnten solche Steuern verringert werden, die besonders schädlich für Beschäftigung und Wachstum sind wie etwa hohe Abgaben auf den steuerlichen Faktor Arbeit. Die Studie wurde bereits mit dem renommierten Progressive-Economy-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.

Eine Option für den Emissionshandel nach 2020: Einbeziehung des Konsums emissionsintensiver Materialien
Netzwerk Climate Strategies (Mai 2016)
Eine wirksame CO2-Bepreisung für den Materialsektor ist wichtig. Zu diesem Ergebnis ist ein Forschungsprojekt des Netzwerkes Climate Strategies gekommen. So tragen allein die Sektoren Eisen und Stahl sowie Zement zu 40 Prozent der Industrieemissionen in der Europäischen Union bei. Daher muss auch der Materialsektor zur Dekarbonisierung der Wirtschaft beitragen, um die ambitionierten Klimaziele der G7 sowie des Pariser Klimaabkommen zu erreichen und den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius zu halten. Gemeinsam mit 17 Partnern des Netzwerks Climate Strategies wurde dafür aus ökonomischer, administrativer und rechtlicher Seite analysiert, wie dieser Ansatz auf den Materialsektor in der EU übertragen werden könnte.

Arbeitspapier zur möglichen Totalrevision des Emissionshandels in Richtung eines Upstream-ETS
Prof. Dr. Felix Ekardt (Mai 2016)
In Kürze erscheint die neu geschriebene zweite Auflage von Felix Ekardts Habilitationsschrift „Theorie der Nachhaltigkeit“ im Nomos Verlag. Eine wichtige Rolle in dem Werk spielt die Idee eines Upstream-Emissionshandels, welcher eine ökologisch effektivere Alternative zum bisher praktizierten ETS der EU darstellen würde. Das „Arbeitspapier zur möglichen Totalrevision des Emissionshandels in Richtung eines Upstream-ETS“ beantwortet in kompakter Form unter anderem, welche Vorteile, aber auch welche Kosten entstehen würden; welche Marktteilnehmer_innen profitieren würden und wer diesen Prozess umsetzen soll; wie genau die Implementierungen aussehen und wie möglicherweise auftretende Probleme gelöst werden könnten.  

Wohnungsnot beenden. Mit Grundsteuer und Bodenrecht Bauland aktivieren
Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) (Mai 2016)
Die Publikation „Wohnungsnot beenden. Mit Grundsteuer und Bodenrecht Bauland aktivieren“ der FES thematisiert den knapper werdenden, bezahlbaren Wohnraum in deutschen Städten. Die Autoren plädieren für Anreize zum Bau erschwinglicher Wohnungen, indem sie eine Kombination aus bodenrechtlichen Instrumenten und steuerlichen Anreizen vorgeschlagen. Damit soll sowohl die Aktivierung des vorhandenen als auch die Schaffung neuen Baulands vorangetrieben werden - eine Reform der Grundsteuer soll Besitzer_innen zudem zur Bebauung der Grundstücke motivieren.

 
 

Veranstaltungshinweise

Diskussionsveranstaltung der FÖS-Regionalgruppe München: "Wer verschmutzt, muss zahlen! Effektiver Klimaschutz mit einem Preis für CO2"
13. Juli 2016 - oekom zukunftssalon, München
Es darf in Deutschland und Europa nicht länger (fast) kostenlos sein, CO2 auszustoßen. Eigentlich sollte sich dies mit dem europäischen Emissionshandel ändern. Doch auch dort ist der CO2-Preis viel zu gering. Daher haben einige Staaten inzwischen eigene, nationale CO2-Steuern eingeführt. Soll Deutschland ihrem Beispiel folgen? Wie lässt sich eine CO2-Steuer gestalten? Und was sollte mit dem eingenommenen Geld geschehen? Diese und andere Fragen werden wir mit den Referenten Martin Delker, Michael Schröder-Schulze, Andreas Wolfsteiner (CCL  Deutschland  e.V.) und Jakob Schoof (FÖS-Regionalgruppe München) diskutieren. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Citizens' Climate Lobby (CCL) Deutschland e.V. und der Umwelt-Akademie e. V. statt. Weitere Informationen sind online verfügbar.

Summer School Oxford: Ecological economics

04.-10. September 2016 – Oxford, Großbritannien
Die Oxford Summer School bietet einen einwöchigen Kurs zu Ökologischer Ökonomie an, in dem der Fokus auf nachhaltigen Politikentwicklungen liegen soll. Themen werden unter anderem Green Economy, Umweltpolitik und Nachhaltigkeit sein. Das Angebot richtet sich vorrangig an Promotionsstudierende, Regierungsexpert_innen, Vertreter_innen der Wirtschaft und internationalen Organisationen. Weitere Informationen zur Summer School sind online verfügbar.  

4th Green Growth Knowledge Platform annual conference: Transforming development through inclusive green growth
06.-07. September 2016 - Jeju-do, Südkorea
Die vierte Green Growth Knowledge Platform (GGKP) wird in diesem Jahr auf der südkoreanischen Insel Jeju-do ausgerichtet. Der Fokus wird auf Strategien und Verfahren zur Unterstützung grünen Wachstums liegen. Dabei sollen auch Umverteilungsaspekte berücksichtigt werden. Weitere Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.

Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft: "Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft ist, wenn die Preise die ökologische Wahrheit sagen"
12. September 2016 - Umweltbundesamt, Berlin
Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. veranstaltet am 12. September 2016 den alljährlichen "Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft". Hochkarätige Referent_innen wie Prof. Dr. Beate Jessel (Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)), Dr. Josef Riegler (Vizekanzler a. D. der Republik Österreich) und FÖS-Beiratsmitglied Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher (Universität Ulm) werden zu aktuellen Themen einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft sprechen. Kai Schlegelmilch, FÖS-Vorsitzender, referiert über einen neuen Anlauf für ökologisch und sozial wahre Preise. Mitglieder des FÖS und der Stiftung profitieren von einer ermäßigten Teilnahmegebühr. Das Veranstaltungsprogramm ist online verfügbar, bitte melden Sie sich mit dem Formular zur Tagung an.


17th Global Conference on Environmental Taxation (GCET): Smart instrument mixes in a greening economy

22.-23. September 2016 - Groningen, Niederlande
Die 17. Weltökosteuerkonferenz wird in diesem Jahr von der Universität Groningen veranstaltet. Unter anderem sollen, mit Blick auf die niederländische EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2016, marktwirtschaftliche Errungenschaften aus den Niederlanden und der EU präsentiert und mit weltweiten Erfahrungen betrachtet werden. Weitere
Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.

International conference on fossil fuel supply and climate policy 
26.–27. September 2016 - Oxford, Großbritannien 
Bei der zweitägigen internationalen Konferenz des Queen‘s College Oxford wird es um die Frage gehen, wie Klimapolitik mit der Förderung fossiler Brennstoffe umgehen kann. Dabei werden die Themen finanzielle Risiken der Förderung, angebotsorientierte Klimapolitik und mögliche Wege in eine dekarbonisierte Wirtschaft in den Blick genommen. Die Konferenz richtet sich an Teilnehmer_innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Weitere
Informationen zur Konferenz sind online verfügbar.

Diskussionsveranstaltung der FÖS-Regionalgruppe München: "Umweltschädliche Subventionen in Deutschland"
10. Oktober 2016 - Orange Bar (Green City Energy), München
Die Münchener Regionalgruppe lädt in Kooperation mit Green City Energy, der Umwelt-Akademie und Petra-Kelly-Stiftung zur Diskussionsveranstaltung ein. Lea Köder (Umweltbundesamt) und Björn Klusmann (FÖS) werden als Referent_innen in das Thema einführen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Veranstaltungsnachlese

Making Paris happen - The role of fiscal policies for the low-carbon, inclusive green economy
31. Mai 2016 - Brüssel, Belgien
Gemeinsam mit dem Green Fiscal Policy Network (UNEP, IWF und GIZ) hat das FÖS eine Veranstaltung zur Grünen Woche der EU organisiert. In diesem Rahmen kamen Expert_innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Wege zu diskutieren, die Ziele der Pariser Klimaverhandlungen mit marktwirtschaftlichen Steuerungselementen zu realisieren. Bundesminister a. D. Hans Eichel, Vorsitzender des FÖS-Beirats, betonte in seiner Keynote-Rede die Rolle der Finanzen bei den Klimaverhandlungen - um den Herausforderungen des Klimawandels auf finanzieller Seite zu begegnen, sieht er eine CO2-Bepreisung sowie den Abbau umweltschädlicher Subventionen als optimale Möglichkeiten an. Eine Dokumentation der Veranstaltung ist online verfügbar
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INHALTSVERZEICHNIS

Editorial
In eigener Sache
FÖS in den Medien
FÖS-Nachrichten
Publikationshinweise
Veranstaltungshinweise
Veranstaltungsnachlese


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Vorstand
Kai Schlegelmilch (Vorsitz)
Prof. Dr. Felix Ekardt (Stellv. Vorsitz)
Dr. Tobias Ernst (Stellv. Vorsitz)
Florian Prange (Schatzmeister)
Dr. Botho Kickhöfer
Markus Knigge
Helen Lückge
Bettina Meyer
Eike Meyer
Uwe Nestle

Geschäftsführung
Björn Klusmann
Swantje Fiedler (Stellv.)
Alexander Mahler (Stellv.)

Beirat des FÖS
Bundesminister a. D. Hans Eichel (Vorsitz)
Dr. Anselm Görres (FÖS-Ehrenvorsitzender)
Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Dr. Karl-Heinz Daehre
Dr. Henner Ehringhaus
Sven Giegold, MdEP
Josef Göppel, MdB
Dr. Peter H. Grassmann
Ulrich Kelber, MdB
Rüdiger Kruse, MdB
Damian Ludewig
Jürgen Maier
Prof. Dr. Dirk Messner
Prof. Dr. Wolfgang Methling
Prof. Dr. Bernd Meyer
Lisa Paus, MdB
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher
Max Schön
Mag. Dr. Stephan Schulmeister
PD Dr. Ulrich Thielemann
Dr. Michael Thöne
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Prof. Dr. Angelika Zahrnt

 
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