Ausgabe Nr. 79 · September 2017
 
                    

FÖS-Nachrichten

Subventionierung von Kunststoffproduktion geht in Milliardenhöhe
Berlin, 18. September 2017
Eine Kurzstudie des FÖS betrachtet die Steuerbefreiung der stofflichen Nutzung von Rohöl, welche vor allem für die Herstellung von Kunststoffen relevant ist. Demnach wurde die stoffliche Verwendung von Rohbenzin im Jahr 2013 mit bis zu drei Mrd. Euro subventioniert. Die Einführung einer Steuer würde die effizientere Nutzung der fossilen Rohstoffe und den Einsatz von erneuerbaren Ressourcen fördern und die Mengen an Plastikabfall reduzieren. Die Studie wurde im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen durchgeführt und ist online verfügbar.


Neue Ausgabe von „movum“ veröffentlicht – Thema: "Mehr Demokratie wagen"
Berlin, 12. September 2017
Die aktuelle Ausgabe von "movum - Briefe zur Transformation" rückt das Thema "Mehr Demokratie wagen" in den Mittelpunkt; u.a. mit einer umfassenden Infografik zum Demokratieprozess, einem Interview über Bürgerbeteiligung mit Jörg Sommer und Artikel über Zivilproteste. Die Ausgabe "Mehr Demokratie wagen" ist online verfügbar, als Abonnent_innen des taz.FUTURZWEI-Magazins erhalten Sie die Ausgabe gratis dazu.

Erster deutscher EITI-Bericht für mehr Transparenz im Rohstoffsektor veröffentlicht
Berlin, 06. September 2017
Die an der deutschen Transparenzinitiative im Rohstoffsektor (D-EITI) beteiligten zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter das FÖS, begrüßen die Veröffentlichung des ersten EITI-Berichts in Deutschland - fordern aber ein ambitionierteres Vorgehen. Der Bericht bietet einen Überblick über den deutschen Rohstoffsektor und legt Zahlungen von rohstoffgewinnenden Unternehmen an die öffentliche Hand sowie die entsprechenden Einnahmen staatlicher Stellen offen. Eine gemeinsame Pressemitteilung ist online verfügbar.

Bericht "Großbaustelle Nachhaltigkeit" veröffentlicht
Berlin, 05. September 2017
Das Global Policy Forum stellt ihren Bericht „Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda 2017 – Großbaustelle Nachhaltigkeit“ vor. Die bevorstehende Bundestagswahl als Anlass genommen, arbeitete ein breites Bündnis aus Spitzenverbänden, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an der Veröffentlichung mit. In Beiträgen von 42 Autor_innen werden dort die Erwartungen der Zivilgesellschaft an die neue Bundesregierung formuliert. In einem Gastbeitrag sprechen sich Swantje Fiedler und Clemens Wunderlich vom FÖS u.a. für eine Neuordnung des Steuern und Abgabensystems aus. Die Publikation ist online verfügbar.

Bundesregierung ignoriert umweltschädliche Subventionen
Berlin, 22. August 2017
Die Nachhaltigkeitsprüfung im Subventionsbericht der Bundesregierung wurde beim zweiten Mal kaum verbessert: Viele umweltschädliche Subventionen werden nicht genannt, die Umweltwirkung der enthaltenen Subventionen oftmals relativiert und Reformansätze nur vage angedeutet. Eine Pressemitteilung zum Thema ist online verfügbar.


 
 

Buchrezension 

Armin Nassehi: "Die letzte Stunde der Wahrheit: Kritik der komplexitätvergessenen Vernunft"
Dr. Botho Kickhöfer, München, August 2017

Der Soziologieprofessor Armin Nassehi aus München beschäftigt sich mit „der Wahrheit“. Kann das etwas zu tun haben mit FÖS-Anliegen? Unser Forum will eine Marktwirtschaft, die ökologisch und sozial ist; als wichtigen Wegbereiter sehen wir die ökologische Finanzreform. Somit setzen wir auf konkrete Änderungen der bestehenden Ordnung, aber streiten wir denn um Wahrheiten? Fällt unsere Strategie womöglich auch unter „die letzte Stunde der Wahrheit“? Schauen wir genauer hin.

Von DER Gesellschaft zur „Gesellschaft der Gegenwarten“
Nassehi versteht sein Buch als Vademecum für diejenigen, die weder an einfache Lösungen glauben, noch ob der Komplexität der Probleme verzweifeln wollen. Zu den einfachen Lösungen rechnet er nicht nur die populistischen, sondern auch die klassisch „linken“ sowie „rechten“ Argumentationsmuster. Dabei wird jeweils unterstellt, man könne die Gesamtheit der Gesellschaft auf den Begriff bringen und mit Hilfe einfacher Hebelbewegungen zielgenau agieren. Dem linken Muster schwebt dabei ein kompletter Umbau der Gesellschaft vor (Verteilungs- und Eigentumsfrage), dem rechten die notwendige Einsicht der Menschen in anderes Verhalten, wie z.B. Verzicht. Diese Denk- und Politikmuster funktionieren aber so nicht. Denn Gesellschaft ist immer in Bewegung, jeder Eingriff geschieht sozusagen bei „laufendem Motor“. Und so verändern Interventionen die Konstitutionsbedingungen des Kritisierten, aber nicht zwingend zielkonform und die Dinge laufen dann so weiter wie bislang oder sogar entgegen allen Planungen. Denn Gesellschaft ist hoch komplex. Und diese Komplexität beinhaltet eine Resilienz gegenüber Einflussnahmen. Anders gesagt: Die Gesellschaft verfügt über einen Selbstanpassungsmechanismus. Es gilt also zu verstehen, dass es nicht nur „die eine“ Gesellschaft oder „die eine“ Welt für alle gibt. Die Wirklichkeit ist mehrfach kodiert und wie die Dinge sich darstellen, hängt davon ab, von wo aus wir sie betrachten. Diese unterschiedlichen Perspektiven existieren gleichzeitig und gleichberechtigt nebeneinander, folgen unterschiedlichen Logiken und sind nicht miteinander koordiniert. An anderer Stelle spricht der Autor deshalb auch von der „Gesellschaft der Gegenwarten“. Die Zentralperspektive gibt es nicht mehr (und keiner hat das – in der Kunst - überzeugender dargestellt als Picasso/BK) und sie ist auch nicht rekonstruierbar. Die letzte Stunde DER Wahrheit hat längst geschlagen.

Lösungen und Handlungsperspektiven
Lösungen und Handlungsperspektiven kann es erst nach der letzten Stunde der Wahrheit geben. Also dann, wenn die Vorstellung, man könne mittels einfacher Hebelbewegungen ein definiertes Interventionsziel erreichen, überwunden ist. An ihre Stelle muss ein Schnittstellenmanagement treten, welches berücksichtigt, dass es zwischen zwei Ereignissen A und B keine notwendige oder eindeutige (kausale) Beziehung geben muss. Somit kann es auch keine zentrale Steuerung geben. Diese kann es auch deswegen nicht mehr geben, weil in der modernen Gesellschaft die einzelnen Bereiche weitgehend autonom darüber bestimmen, was Optionssteigerungen jeweils ausmacht: Wissenschaft verbietet sich äußere Stoppregeln, Kunst ebenso und die Ökonomie erst recht. Hier wird es besonders interessant, denn die ausschließliche Konzentration des Ökonomischen auf sich selbst legt als Erfolgsbedingung für Optionssteigerung Wachstumsorientierung logisch nahe. Kritiker des Wachstums haben es dabei schwer: Sie müssen entweder unökonomisch argumentieren („Mäßigung“; „Verzicht“) oder/und sogar gewaltsam Aktionen gegen ökonomische Gesetzmäßigkeiten anstreben (Innovations- und Gewinnorientierung beseitigen, Arbeitsteilung begrenzen oder rückgängig machen,  Skalierungsgesetzmäßigkeiten aushebeln; vgl. z.B. Niko Paech). Die moderne Gesellschaft hat sich aber evolutionär und funktional solchen Appellen und Zugriffen durch Differenzierung und Verselbstständigung der Bereiche (Ökonomie, Politik, Medien, Wissenschaft, und nicht zuletzt die Kunst) entzogen. Ansätze wie die von Niko Paech haben also keine Chance auf Realisierung; denn sie werden der Komplexität nicht gerecht, sind unterkomplex. In der Gesellschaft etwas verändern wollen heißt, an die Schnittstellen gehen, aktive Übersetzungsarbeit zwischen den unterschiedlichen Bereichen mit ihren je eigenen Perspektiven und Logiken leisten.

Unser Schnittstellenmanagement
Dabei gilt, so Nassehi, die Maxime: Die Logik des Bereichs, der im Visier ist, zu berücksichtigen statt zu bekämpfen, seine Kraft für das einsetzen, was man will. Explizit meint der Autor damit, die marktwirtschaftlichen Mechanismen der Konkurrenz für die Gestaltung der Marktwirtschaft nutzen und an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Politik ethisch fundierte Modifizierungen der Rahmenbedingungen verbindlich einflechten. So wie es gelungen ist, den Manchester-Kapitalismus zum heutigen Kapitalismus umzugestalten. Wer könnte bestreiten, dass dies genau die Strategie des FÖS ist.

"Die letzte Stunde der Wahrheit: Kritik der komplexitätsvergessenen Vernunft" ist im Murmann-Verlag (ISBN: 978-3946514589) erschienen und kostet 20,00 Euro.

 
 
 

Publikationshinweise

Das Klimaschutzziel von -40 Prozent bis 2020: Wo landen wir ohne weitere Maßnahmen?
Agora Energiewende (September 2017)
Der Ausstoß von Treibhausgasen wird bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 lediglich um 30 bis 31 Prozent zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Agora Energiewende in einer neuen Analyse. Somit wird das von der Bundesregierung bereits 2007 festegelegte Ziel von 40 Prozent CO2-Reduktion verfehlt. Die Klimaschutzlücke sei damit deutlich größer als bisher gedacht. 

Ein wirksamer Preis für CO2 im Stromsektor
Bundesverband Erneuerbare Energie (August 2017)
Um die nationalen Klimaschutz-Ziele mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen, schlägt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einem Konzept eine Umwandlung der Stromsteuer in eine CO2-Steuer vor. So würden auch für die Verbraucher keine Kosten entstehen. Das Beratungsunternehmen Energy Brainpool hat die Wirkunsweise einer solchen Steuer für den BEE berechnet und erste Ergebnisse in einer neuen Studie veröffentlicht.


Memorandum 2017: Unsere Verantwortung für eine zukunftsfähige Gesellschaft 
Gesellschaft für Nachhaltigkeit (Juli 2017)
Die Gesellschaft für Nachhaltigkeit veröffentlichte kürzlich ihr "Memorandum 2017", in dem sie zum nachhaltigen Wirtschaften aufruft. Die Publikation ist das Ergebnis eines Dialogprozesses zwischen namhaften Beteiligten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, im Jahr der Bundestagswahl eine intensive Debatte über die Gestaltung einer sozial-ökologischen anzustoßen. In den zehn Kernthesen sind Forderungen zur Dekarbonisierung der Wirtschaft bis 2050 (mit Hilfe von Bonus-Malus-Anreizsystemen) enthalten, ebenso zu einer ökologischen Steuerreform und zur Abschaffung umweltschädlicher Subventionen.


The Climate Mitigation Gap

Environmental Research Letters (Juli 2017)
Auf Grundlage quantitativer Untersuchungen benennen Seth Wynes und Kimberly Nicholas in ihrer Studie „The Climate Mitigation Gap“ die vier der effektivsten Möglichkeiten zur CO2-Einsparung auf individueller Ebene. Dazu gehören ein Kind weniger zu haben, autofrei zu leben, Flugreisen zu vermeiden und sich pflanzlich zu ernähren. Auf Bildungs- und Regierungsebene scheitert die Kommunikation solcher effektiven Maßnahmen jedoch häufig. Hier stehen nach wie vor minder effiziente Empfehlungen (wie Mülltrennung) im Fokus. Somit entsteht eine Kluft zwischen offiziellen Handlungsempfehlungen und Bestrebungen von Individuen zum Klimaschutz beizutragen.

Jahresrückblick des Umweltbundesamtes
Umweltbundesamt (Juli 2017)
Die aktuelle Landwirtschaft als Herausforderung für den Umweltschutz ist nur eines der drei Hauptthemen der diesjährigen Jahrespublikation „Schwerpunkte“ des Umweltbundesamtes (UBA). Weitere Anliegen betreffen die  Schadstoffbelastung in Innenräumen und die Bedeutung des Klimaabkommens von Paris für Deutschland. Im Zuge des letzteren wird auf die Notwendigkeit des Abbaus umweltschädlicher Subventionen hingewiesen und die Forderung nach einem „Deutschen Klimagesetz“ laut, in dem Reduktions-Zwischenschritte verbindlich verankert und somit auch überprüfbar gemacht werden könnten.
 

Potentials and Limitations of Different Requirements (Offsetting) in Bilateral and Global Carbon Pricing Systems
Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie und New Climate Institute (Juli 2017)
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie das New Climate Institute haben im Auftrag des Umweltbundesamtes die Einführung von Verbrauchsteuern auf Kohlenstoffemissionen mit einer nationalen Offsetting-Komponente und ihre Auswirkungen auf andere Politikfelder analysiert. Im Zentrum der Analyse steht die Einführung von CO2-Steuern in Chile, Mexiko und Südafrika. Es wird u.a. untersucht, wie die Nutzung unterschiedlicher Anrechnungsregeln ausgestaltet werden kann, um einen positiven Beitrag zu einem langfristigen Emissionsminderungspfad und zu anderen politischen Zielen der Länder zu leisten und negative Auswirkungen zu verhindern. Letztendlich lassen sich daraus Empfehlungen für politische Entscheidungsträger bzgl. der Ausgestaltung nationaler Offsetpolitiken ableiten.

Hidden Price Tags
Health and Environment Alliance (Juli 2017)
Eine neue Untersuchung der Health and Environment Alliance zeigt, wie staatliche Subventionen der G20-Staaten für fossile Energien zu Gesundheitsschäden führen. Erstmalig werden die daraus entstehenden Kosten für das Gesundheitssystem in Relation zu den gezahlten Subventionen für die Kohle-, Öl- und Erdgasindustrie gesetzt. Dabei stehen 416 Milliarden Euro an gezahlten Subventionen ganzen 2,6 Billionen Euro an Folgekosten auf Grund von Gesundheitsschäden gegenüber. Es werden Vorschläge unterbreitet, wie solche Subventionen zukünftig zum Vorteil von Gesundheit und Klima genutzt werden könnten.

 

 
 

Veranstaltungshinweise

Tagung "Zukunft Abfallwirtschaft"
10. Oktober 2017, Maritim Hotel, Bonn
Wie gelingt der erfolgreiche Übergang von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft und einer effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen? Die Antwort auf diese Frage ist gemeinsam mit der Energie- und Mobilitätswende hierzulande der Schlüssel für die nachhaltige Ausgestaltung von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Mit der Tagung "Zukunft Abfallwirtschaft" bietet der Behörden Spiegel am 10. Oktober 2017 in Bonn eine Plattform, auf der sich die vielfältigen Akteure dieser Branche treffen und austauschen können. Vertreter aus Kommunen, Stadtwerken, Behörden sowie Unternehmen und Verbänden der Umwelt- und Entsorgungswirtschaft sind eingeladen, aktuelle Themen gemeinsam und praxisorientiert zu erörtern. Weitere Informationen zur Tagung sind online verfügbar.

Diskussionsveranstaltung "Mehr Durchblick beim Rohstoffabbau? Der erste EITI-Transparenzbericht in Deutschland"
19. Oktober 2017, GIZ-Haus, Berlin
Im Rahmen der zivilgesellschaftlichen "Alternativen Rohstoffwoche" laden das FÖS, das Forum Umwelt und Entwicklung, die Open Knowledge Foundation Deutschland und Transparency International Deutschland zur Diskussion ein. Sorgt der erste D-EITI-Bericht für mehr Durchblick im deutschen Rohstoffsektor? Welche neuen Informationen liefert er und wie bewertet die Zivilgesellschaft diese? Wo steht der erste D-EITI-Bericht im internationalen Vergleich? Diese und weitere Fragen möchten wir als zivilgesellschaftliche Organisationen und Mitglieder der Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI mit  Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Weitere Informationen zur Diskussionsveranstaltung sind online verfügbar.

Tagung "Henry George - ökonomischer Wegweiser durch das 21. Jahrhundert"
01. November 2017, ExRotaprint, Berlin
Anlässlich des 120. Todestages vom US-Ökonomen Henry George veranstaltet die Initiative „Grundsteuer: zeitgemäß!“  eine Fachtagung zur Gemeingut- und Bodenfrage. Mit Unterstützung des Umweltcampus Birkenfeld, der Stiftung Edith Maryon und der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) wird es ein umfassendes Tagungsprogramm geben, u. a. mit Ottmar Edenhofer (PIK) und Dirk Löhr (Hochschule Trier). Weitere Informationen zur Tagung sind online verfügbar.

Training "Environmental Fiscal Reform for the Energy Sector"

20. bis 22. November 2017, RENAC, Berlin
Die Renewable Energy Academy (RENAC) bietet im November wieder ein Training zum Thema Klimapolitik an. Die Akademie ist auf Aus- und Weiterbildung sowie internationalen Wissenstransfer bei Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz spezialisiert. Die Schulung findet im Trainingscenter in Berlin statt. Anmeldeschluss ist der 9. Oktober 2017. Weitere Informationen zum Training sind online verfügbar.

 
 

Veranstaltungsnachlese

Diskussionsveranstaltung der FÖS-Regionalgruppe München: „Keine Lust auf Weltrettung? Deutsche Klimapolitik nach Paris“
04. Juli 2017, Haus der Architektur, München
Mehr als ein Jahr nach der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens hat die Klimaskepsis einen neuen Höhepunkt erreicht: Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen haben auch im Deutschen Bundestag konservative Abgeordnete einen deutlichen Rückgang an politischen Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Was also ist aus dem vermeintlichen Klima-Musterschüler Deutschland geworden? Welche Verpflichtungen ergeben sich für unser Land aus dem Pariser Klimaabkommen? Und was muss nach der Bundestagswahl im Herbst geschehen, um ihnen gerecht zu werden? Diese und andere Fragen hat die FÖS-Regionalgruppe München am 4. Juli 2017 mit Erwin Huber (MdL, CSU), Dieter Janecek (MdB, Die Grünen), Eva Bulling-Schröter (MdB, Die Linke) und Christine Degenhart (Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer) diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Silvia Liebrich (Süddeutsche Zeitung). Der Diskussionsabend fand in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer und der Bürgerlobby Klimaschutz – Citizens`Climate Lobby Deutschland e. V. statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar
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FÖS in den Medien

"Auto-Republik Deutschland", Artikel zur Vekehrspolitik der letzten Legislaturperiode mit FÖS-Nennung, Klimaretter, 19.09.2017

"Bestimmte umweltschädliche Subventionen bleiben außen vor", Interview mit FÖS-Geschäftsführer Björn Klusmann über den 26. Subventionsbericht der Bundesregierung, Deutschlandfunk, 23.08.2017

"Subventionsbericht bleibt umweltblind", Artikel mit FÖS-Kommentar zum 26. Subventionsbericht der Bundesregierung, Klimaretter, 23.08.2017

"Energiewende treibt Subventionen in die Höhe", Artikel mit FÖS-Kommentar zum 26. Subventionsbericht der Bundesregierung, energate, 23.08.2017

"Zypries will noch billigeres Fliegen", Artikel zur Luftverkehrssteuer mit Erwähnung der FÖS-Studie zu fossilen Subventionen, Klimaretter, 21.08.2017

"E.on entspannt", Artikel mit Nennung der vom FÖS errechneten Subventionen für Atomkraft, neues deutschland, 10.08.2017

"FÖS: Staat muss Umweltbelastung höher besteuern", Artikel zur FÖS-Studie über Steuerfinanzierung in Deutschland, energate, 09.08.2017

"So fördert der Staat die Autoindustrie", Artikel mit Nennung der FÖS-Studie zu Umweltwirkungen von Dieselkraftstoff, Tagesschau, 02.08.2017

"Fossile Kosten sogar noch höher", Artikel mit Erwähnung der FÖS-Studie zu fossilen Subventionen, Klimaretter, 27.07.2017

"RWE will Dokumente zu Tagebau-Folgekosten geheim halten", Artikel mit Erwähnung der FÖS-Kurzstudie "Finanzierung der Braunkohle-Folgekosten in Nordrhein-Westfalen", Rheinische Post, 18.07.2017

"Deutschland: 46 Milliarden für Fossile", Artikel über die FÖS-Studie zu fossilen Subventionen, Klimaretter, 06.07.2017

"Greenpeace beklagt fossile Subventionen", Artikel über die FÖS-Studie zu fossilen Subventionen, energate, 04.07.2017
 

 

In eigener Sache

Praktikum beim FÖS
Das FÖS bietet ganzjährig dreimonatige Praktika in den Bereichen Energiepolitik, Verkehrspolitik sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an. Die aktuellen Ausschreibungen sind hier zu finden.

 

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Dr. Anselm Görres (FÖS-Ehrenvorsitzender)
Ingrid Arndt-Brauer, MdB
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Dr. Karl-Heinz Daehre
Dr. Henner Ehringhaus
Sven Giegold, MdEP
Josef Göppel, MdB
Dr. Peter H. Grassmann
Ulrich Kelber, MdB
Rüdiger Kruse, MdB
Damian Ludewig
Jürgen Maier
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Prof. Dr. Wolfgang Methling
Prof. Dr. Bernd Meyer
Lisa Paus, MdB
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher
Max Schön
Mag. Dr. Stephan Schulmeister
PD Dr. Ulrich Thielemann
Dr. Michael Thöne
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Prof. Dr. Angelika Zahrnt

 
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