Fischerei

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Nachhaltiges Fischereimanagement

Seit Beginn der 1980er Jahre wird die Fischerei in der EU innerhalb der Gemeinsamen Fischereipolitik geregelt. Zu ihren Aufgaben zählen die Festlegung von Quoten, die finanzielle Förderung und die Kontrolle der Fischerei. Heute sind in europäischen Gewässern mehr als die Hälfte der Bestände überfischt, manche stehen kurz vor dem Kollaps. Gründe hierfür liegen auch in der Ausgestaltung der Gemeinsamen Fischereipolitik, die nicht zuletzt durch ihre Subventionspolitik Fehlanreize im Fischereisektor schafft. Statt Förderung des Bestandsschutzes und umweltfreundlicher Fischereimethoden wird die Fangflotte stark subventioniert, was zu einer enormen Überkapazität der Flotte beiträgt. Das führt zu einem Ungleichgewicht der Flottenstärke und der Fischbestände und trägt letztendlich zu Umweltbelastungen und Überfischung bei.

Die Fischbestände in Europa und anderen Fanggebieten müssen nachhaltig geschont und befischt werden, um in Zukunft Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten und Arbeitsplätze zu sichern. Derzeit wird durch die massive Überfischung weniger Fisch mit mehr Aufwand gefangen, als durch nachhaltiges Bestandsmanagement möglich wäre. Dazu ist es nötig, dass sich die EU-Fischereisubventionspolitik an ihrem ursprünglichen Ziel, der nachhaltigen Bestandsverwaltung, neu ausrichtet.

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