Flächenverbrauch

Flächenverbrauch eindämmen

Obwohl sich die Bundesregierung bereits 2002 in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt hat, den Flächenverbrauch auf 30 Hektar am Tag zu begrenzen, ist in dieser Frage bisher kaum ein Fortschritt zu verzeichnen. Derzeit werden in Deutschland jeden Tag noch durchschnittlich 94 ha in Verkehrs- und Siedlungsfläche umgewandelt. Das führt zu weiter fortschreitender Fragmentierung der Landschaft, Beeinträchtigungen des Wasserhaushaltes, Verlust von Biodiversität und fruchtbarem Ackerland und hat durch zunehmende Zersiedelung nicht zuletzt auch ein weiteres Anwachsen des Verkehrsaufkommens zur Folge.
Ökonomische Instrumente, insbesondere Flächensteuern und Flächenzertifikate, können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Anreize für einen sparsamen Umgang mit der Ressource Fläche zu schaffen. Aber auch staatliche Subventionen müssen dahingehend geprüft werden, ob Sie den Flächenverbrauch nicht indirekt befördern. Ein erster richtiger Schritt in diese Richtung war die Abschaffung der Eigenheimzulage ab dem 1. Januar 2006. Der Flächenverbrauch wird aber zum Beispiel auch von der Pendlerpauschale befördert, die auch unter verkehrspolitischen und sozialen Aspekten ungeeignet ist.

FÖS Veröffentlichungen


Veröffentlichungen anderer


Veranstaltungen

Workshop „Grün statt Grau - Die Steuerung des Flächenverbrauchs mit Abgaben und Zertifikaten" der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen am 21. Februar 2011