Belgien

Ökosteuern in Belgien

Überblick
Die Steuerpolitik ist in Belgien hauptsächlich Regierungsaufgabe. Allerdings entwickeln die einzelnen Regionen, ihre eigenen Steuern und Gebühren, je nach ihrem speziellen Problemgebieten, wie zum Beispiel für Wasserverbrauch, Müll und Bodenverschmutzung.

Der Regierungsplan 2000 bis 2003 zur nachhaltigen Entwicklung Belgiens enthält ein Kapitel über die Einsatzmöglichkeiten fiskalischer Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung. Eine Arbeitsgruppe wurde gebeten, die verschiedenen Möglichkeiten an einer ökologischen Finanz-/ Steuerreform zu arbeiten, zu prüfen. Die Pläne der Arbeitsgruppe sehen folgende Maßnahmen vor:

Die Regierung veröffentlichte 2002 einen Klimaplan.

Noch 1997 war das Staatseinkommen aus Umweltsteuern mit nur 5,5% eines der prozentual niedrigsten in ganz Europa. Auch wenn dies alte Zahlen sind, wird hier erneut die Bedeutung der Einführung einer ÖFR sichtbar.

Öko- und Energiesteuern in Belgien

 

- Existierende und in Planung bzw. Diskussion befindliche Steuern sind:


Probleme

- Durch die Wahlen im Juli 2003 wird die Entwicklung dringend notwendiger und innovativer Reformen nahezu eingefroren. Die CO2- und Energiebesteuerung wurde zwar in den im Frühjahr neu aufgelegten Klimaplan aufgenommen, jedoch nur als „Maß" bei der Konzeptionisierung und der Durchführung von Studien, aber nicht als tatsächlich geplante Maßnahme. Die Liberalen gaben eine Studie in Auftrag, die verschiedene Szenarien beleuchten soll: Die Angleichung der Energiesteuern auf Höhe der Nachbarländer und Handelspartner (Deutschland, Frankreich, Niederlande), eine Verdreifachung der existierenden Energieabgaben (EU-Vorschlag). Allein eine Erhöhung der Energiesteuern würde 1,4 Milliarden € in die Staatskasse bringen.

- Im November 2003 wurde der Faktor Arbeit entlastet, aber gleichzeitig gab es keine Pläne für Ökosteuern.


Nichtstaatliche Organisationen zur Unterstützung der ÖFR

- BBL - Bond Beter Leefmilieu

- Inter-Environnement Wallonie