Dänemark
Ökosteuern in Dänemark
Überblick
Dänemark besteuert Benzin allgemein schon seit 1917 und den Energieverbrauch seit 1977. 1985 bis 1992 wurden dann zusätzliche Besteuerungen für verbleites Benzin, Abfall, Verpackungen und natürliche Ressourcen wie Kies eingeführt. Seit 1992 wachsen die Ökosteuern für Haushalte schrittweise, auch Plastiktüten unterliegen einer Ökoabgabe. Die fiskalische Politik ging in Richtung einer Absenkung der Unter- und Obergrenzen der Einkommenssteuer.
1996 erfolgte eine Ausweitung der Steuerreform. Die 1992 unter konservativer Regierung eingeführte CO2-Abgabe wurde 1996 auf die Industrie ausgeweitet, die Einnahmen werden für die Reduzierung der Industrieausgaben für Arbeit und Investitionen in Energiesparmaßnahmen eingesetzt. Die Steuer führt somit zu keiner Mehrbelastung der Industrie, sondern erzeugt im Gegenteil Anreize für Innovationen und Belohnungen für den effizienten und sparsamen Verbrauch von Energie. Als beispielhafter Erfolg ist der 40-prozentige Rückgang des Wasserverbrauchs aufgrund gestiegener Preise (Kosten für Aufbereitung und Verteilung, Abwasserverarbeitung, Wassersteuer und MwSt) zu verzeichnen. Die sehr hohen Konsumentenpreise für Haushalte stellen einen starken Anreiz zum Wassersparen dar.
Bis 2001 wurden verschiedene neue Steuern eingeführt: Besteuerung von Pestiziden, Wasserverbrauch, organischen Lösungsmitteln. Einen Erfahrungsbericht zur Ökologischen Finanzreform in der Landwirtschaft finden Sie hier.
Auch gab es neue Differenzierungen bei den erhobenen Steuern. So richten sich zum Beispiel die Kfz-Steuern nach dem Verbrauch eines Autos und die Abgaben auf Treibstoffe nach deren Bleigehalt. So bestehen in Dänemark seit langem sehr hohe Anmeldesteuern auf Kraftfahrzeuge, die bis zu 120 Prozent des Neupreises betragen können.
Zum 1.1.2005 hat Dänemark die Mineralölsteuer auf Diesel weiter erhöht.
Die Reglements zur Luftverschmutzung wurden verschärft und die Energieerzeuger nehmen an einem nationalen Handel mit Emmissionsrechten teil.
Öko- und Energiesteuern in Dänemark
- Energiesteuern
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Da sich die Steuersätze in den einzelnen, oder zumindest in manchen, EU-Staaten laufend ändern, können wir keine Garantie für diese Angaben machen. Wegen des umfangreichen Rechercheaufwands überprüfen wir diese Daten nur halbjährlich. Sollten Sie aber brandaktuelle Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an die Finanzämter und Umweltministerien der einzelnen Staaten.
- KFZ-Steuern
Das dänische KFZ-Steuersystem ist sehr kompliziert. Fahrzeuge werden nach Gewicht, Verbrauch und Anzahl der Achsen besteuert.
Da sich die Steuersätze in den einzelnen, oder zumindest in manchen, EU-Staaten laufend ändern, können wir keine Garantie für diese Angaben machen. Wegen des umfangreichen Rechercheaufwands überprüfen wir diese Daten nur halbjährlich. Sollten Sie aber brandaktuelle Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an die Finanzämter und Umweltministerien der einzelnen Staaten.
- Ökosteuern
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Weitere Informationen über Abgaben in der Landwirtschaft finden Sie >> hier
Da sich die Steuersätze in den einzelnen, oder zumindest in manchen, EU-Staaten laufend ändern, können wir keine Garantie für diese Angaben machen. Wegen des umfangreichen Rechercheaufwands überprüfen wir diese Daten nur halbjährlich. Sollten Sie aber brandaktuelle Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an die Finanzämter und Umweltministerien der einzelnen Staaten.
Hier gelangen Sie zum dänischen Finanzamt.
Erfolge und Entwicklungen der ÖFR in Dänemark
Die Einnahmen aus der Anmeldegebühr für Autos betragen in Dänemark 2,8 Prozent des gesamten Steueraufkommens und damit mehr als das Steueraufkommen durch die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel (2,1 Prozent). So stammen mehr als 6 Prozent des gesamten Steueraufkommens in Dänemark aus der Besteuerung des Autoverkehrs.
Insgesamt ist die Zahl der Autos in Dänemark insbesondere aufgrund dieser Besteuerung in den letzten Jahren leicht rückläufig und die Anzahl der Fahrzeuge pro 1000 Einwohner liegt mit 350 vergleichsweise niedrig.
Siehe auch: Anzahl Fahrzeuge pro 1000 Einwohner
Probleme
- Die Gewerkschaften versuchten in letzter Zeit, sich gegen die Ökosteuern durchzusetzen.
- Die Industrie hat starke Argumente im Bezug auf eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit gegen die ÖFR.
- Die zahlreichen Steuerbefreiungen und das komplizierte Steuersystem behindern die Effektivität der ÖFR sehr.
Nichtstaatliche Organisationen zur Unterstützung der ÖFR


