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Sparpaket der Bundesregierung
Anfang Juni beschloss das Bundeskabinett ein Sparpaket mit einem Volumen von insgesamt 80 Mrd. €, verteilt auf vier Jahre. Inhalt dieses Pakets sind auch einige von uns geforderte Elemente einer modernen Umweltpolitik. So plant die Regierung eine Brennelementesteuer, eine Flugverkehrsabgabe und den Abbau von Ökosteuer-Ausnahmen.
Diese Beschlüsse sind seit der Einführung der Ökologischen Steuerreform von 1998 der größte Schritt in Richtung einer konzeptionellen Weiterentwicklung ökofiskalischer Elemente. Das ist auch dringend nötig, denn der Anteil der Umweltsteuern hat u. a. durch die Inflation bereits fast wieder das Niveau von vor der Ökologischen Steuerreform erreicht! Selbst die vollständige Umsetzung der gefassten Sparbeschlüsse würde noch nicht ausreichen, um wieder den Umweltsteueranteil von 2003 zu erreichen. Insbesondere der Abbau umweltschädlicher Subventionen hätte aus unserer Sicht noch mehr Potential. Unser Fazit zu den ökologischen Elementen im Sparprogramm der Regierung lautet daher: Zu kurz gesprungen - aber immerhin in die richtige Richtung!
Aus sozialer Perspektive ist das Sparpaket dagegen mehr als unausgewogen. Statt die Verursacher der Finanzkrise angemessen an der Finanzierung der Folgen zu beteiligen und in Krisenzeiten von den Reichen Solidarität mit den sozial Schwächeren einzufordern werden die Profiteure der Zustände die erst zur Krise geführt haben weitgehend verschont und die Gegenfinanzierung für Bankenrettungspakete und andere Maßnahmen vor allem durch Kürzungen im Sozialbereich realisiert. Allein der konsequente Abbau umweltschädlicher Subventionen hätte schon ausgereicht, um diese Kürzungen vermeiden zu können.
Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den ökofiskalischen Instrumenten des Sparpaketes der Bundesregierung:


