Berlin, 13.02.2013

FÖS-Fachgespräch: Strompreis als Effizienzanreiz - Wie lassen sich steigende Strompreise sozial- und industriepolitisch sinnvoller gestalten?

13. Februar 2013, 13.30 - 18 Uhr, Landesvertretung Sachsen-Anhalt,
Luisenstraße 18, 10117 Berlin


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Hintergrund

Programm und Inputvorträge

Protokoll

Fotos

Förderhinweis

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Das FÖS veranstaltete am 13. Februar 2013 ein Fachgespräch zum Thema "Strompreis als Effizienzanreiz - Wie lassen sich steigende Strompreise sozial- und industriepolitisch sinnvoller gestalten". Die Veranstaltung fand von 13.30 bis 18 Uhr in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstraße 18, 10117 Berlin, statt.


Hintergrund

Die Erhöhung der Energieeffizienz ist ein entscheidender Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Energieeffizienz ist von “niedrig hängenden Früchten” - also den kostengünstigsten Maßnahmen der Vermeidung von CO2-Emissionen - gekennzeichnet. Eine gesparte Kilowattstunde ist meist die günstigste. Allein im Bereich des Stromverbrauchs könnten im Jahr 2020 durch Anpassungsmaßnahmen ca. 10 Prozent weniger Strom als noch 2008 verbraucht werden, so eine konservative Schätzung der dena. Dies entspräche einer Einsparung von mehr als 7 Mrd. Euro im Jahr 2020. Obwohl es enorme Einsparpotentiale gibt, mangelt es noch immer an effektiven politischen Maßnahmen um deren tatsächliche Erschließung zu erreichen – zu diesem Ergebnis kommt auch der erste Monitoring-Bericht der Bundesregierung zum Fortschritt der Energiewende.

Dabei wird immer wieder darauf hingewiesen, dass weniger die fehlende energieeffiziente Technik das Problem ist, sondern vielmehr fehlende Anreize diese auch einzusetzen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt für die Energieeffizienz vormerklich marktwirtschaftliche Lösungen einzusetzen, um Anreize für Haushalte und Unternehmen zu verstärken. Preissignale beeinflussen Konsum- bzw. Investitionsentscheidungen. Wenn mehr Effizienz beim Stromverbrauch erreicht werden soll, müssen die Preise deutlich steigen, oder es müssen Subventionen für Effizienzinvestitionen, wie beispielsweise eine Abwrackprämie für verbrauchsintensive Geräte wie Kühlgeräte, bereitgestellt werden. Letzteres gefährdet stets ein Stück weit das Ziel solider Staatsfinanzen. Doch sind steigende Strompreise mit sozial- und industriepolitischen Zielen vereinbar – und wenn ja, in welcher Form?

Lesen Sie hierzu das FÖS-Eckpunktepapier:
•    Strompreis als Effizienzanreiz - Wie lassen sich Strompreise sozial- und industriepolitisch sinnvoller gestalten? (02/2013)


Programm und Inputvorträge

13:30 Uhr Begrüßung

13:45 Uhr Macht die Energiewende Strom zu teuer?
•    Damian Ludewig (FÖS) (Präsentation)

14:00 Uhr Perspektive des produzierenden Gewerbes: Wie lassen sich Effizienzanreize und Industriepolitik besser vereinbaren?

Inputvorträge:
•    "Zusammenhang von Strompreis und Effizienz im produzierenden Gewerbe", Karsten Neuhoff (DIW) (Präsentation)
•    "Ausgestaltung der Ausnahmeregelungen des produzierenden Gewerbes beim Strompreis", Juri Horst (IZES) (Präsentation)
•    "Umsetzbarkeit von Effizienzverpflichtungen als Gegenleistung für Begünstigungen", Max Siegel (ÖKOTEC Energiemanagement GmbH) (Präsentation)

15:45 Uhr Kaffeepause

16:15 Uhr Perspektive privater Haushalte: Progressive Strom(-steuer)stufentarife als sozial verträgliche Lösung?

Inputvorträge:
•    "Effizienzpotentiale und Verteilungswirkung von Preissignalen", Kerstin Tews (FFU Berlin) (Präsentation)
•    "Progressive Stromsteuer in der Praxis - Juristische Perspektive", Andreas Große (Becker Büttner Held) (Präsentation)

18:00 Uhr Ende

 

Protokoll

•    Diskussionsprotokoll zur Veranstaltung

 

Fotos

Damian Ludewig (FÖS) eröffnet das Fachgespräch mit einem Impulsvortrag: Macht die Energiewende Strom zu teuer?


Karsten Neuhoff (DIW)


Juri Horst (IZES)


Max Siegel (ÖKOTEC Energiemanagement GmbH)


Im ersten Block wurde folgende Frage diskutiert: Wie lassen sich Effizienzanreize und Industriepolitik besser vereinbaren?


Die Veranstaltung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt war sehr gut besucht.


Kerstin Tews (FFU Berlin)


Andreas Große (Becker Büttner Held)


Im zweiten Block wurde diskutiert, ob progressive Strom(-steuer)-
stufentarife eine sozial verträgliche Lösung darstellen können.

 

Förderhinweis:

Die Veranstaltung wurde gefördert von:


Die vertretenen Inhalte stimmen nicht notwendigerweise mit den Positionen der Förderer überein.