Kopenhagen, 15.- 16.09.2011

Green Budget Europe Jahreskonferenz

Green Budget Europe Annual Conference
"Taxation, Innovation and Communication: Enhancing the prospects for green fiscal reform"
Kopenhagen, Dänemark, 15.-16. September 2011

Vom 15. bis 16. September 2011 fand die Green Budget Europe Jahreskonferenz in Kopenhagen statt, die auch Dank der Kooperation mit dem Danish Ecological Council und der Europäischen Umweltagentur (EEA) als Gastgeber zu einer sehr erfolgreichen Veranstaltung wurde. Schwerpunkte waren die Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie, die Ökologische Finanzreform als Anreiz für grüne Innovationen und Energieeffizienz und mögliche Lösungsansätze zur verbesserten Kommunikation der Ökologischen Finanzreform.

Dr. Anselm Görres versuchte in seinem Eröffnungsbeitrag die europäische Schuldenkrise als Chance zur ökologischen Steuerreform (ÖSR) in den europäischen Mitgliedsstaaten zu sehen. Europa müsse Lehren aus der derzeitigen Krise ziehen, ein „weiter so" sei nicht ausreichend, um die ökologischen Probleme zu bewältigen. Zur aktuellen Schuldenkrise schlug Dr. Görres vor, die immensen Zahlungen an Schuldenstaaten, an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten - so könnten sich Investitionen in die Zukunft auch positiv auf die Umwelt auswirken.

Höhepunkte der Konferenz waren Beiträge der EU Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard und EEA-Direktorin Jacqueline McGlade. Hedegaard stellte in ihren Ausführungen die Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie als wichtigen Baustein der Ökologisierung der Europäischen Wirtschaft heraus. Jacqueline McGlade diskutierte die breite Palette an Instrumenten einer Ökologischen Finanzreform und erläuterte deren positiven Auswirkungen.

Green Budget Europe unterstützt den Vorschlag der Kommission zur Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie, insbesondere die Anhebung und Ausweitung des europäischen Mindeststeuersatzes für Energieerzeuger nach Energiegehalt und CO2 Emissionen. Derzeitige Besteuerungen nach Kraftstoffmenge wirken marktverzerrend, da sie sowohl höheren Energiegehalt als auch höheren CO2 Ausstoß von z.B. Dieselkraftstoff im Vergleich zu Benzin nicht berücksichtigen. Es ist aber notwendig, dass auch außerhalb des Emissionshandelsystems CO2 einen einheitlichen Preis erhält um Marktverzerrungen zu vermeiden.

Auf der Konferenz wurden auch eine Reihe herausragender Beispiele für umweltfreundliche Innovationen präsentiert, die im Zusammenhang mit ökologischen Steuern realisiert wurden. Nachdem die vorbildliche dänische Wirtschaft einen internationalen Wettbewerbsvorteil genießt, wenn Energiepreise steigen, waren viele dänische Industrievertreter zur Stelle um die Vorteile von Ökosteuern für dänische Unternehmen zu erläutern. Innovative Methoden der Kommunikation wurden diskutiert und neue Ansätze für die Zukunft erörtert - und auch schon bei der Konferenz ausprobiert.

Interviews mit Konferenzteilnehmer sind über den EEA Video Channel abrufbar.

Den Wortlaut des Vortrags von Anselm Görres können Sie hier herunterladen.
Darüber hinaus gab es Berichterstattung über die Konferenz im European Tax Review und ENDS Europe Daily.

Eine ausführliche Dokumentation der Konferenz mit dem Programm und weiteren Konferenzmaterialien finden Sie auf unserer englischen Webseite.