Berlin, 23.03.2012

FÖS-Konferenz: Ressourceneffizienz durch ökonomische Instrumente - Welchen Rahmen braucht die Green Economy?

Landesvertretung des Saarlandes, Berlin, 23. März 2012, 10:00 - 17:30 Uhr

Hintergrund

Programm

Adam-Smith-Preis

Fotos

Hintergrund

Natürliche Ressourcen bilden das Fundament unseres Wohlstandes. Ihr Verbrauch verursacht jedoch auch gravierende Umweltfolgen und gefährdet so unsere Lebensgrundlagen. In der Vergangenheit ist er weltweit rasant gestiegen: Von 10 Mrd. Tonnen im Jahr 1920 auf 50 Mrd. im Jahr 2000. Für 2030 wird ein Verbrauch von 100 Mrd. Tonnen prognostiziert. Das Wachstum des Ressourcenverbrauchs insbesondere in den Industrieländern zu begrenzen ist mittlerweile ein weithin anerkanntes politisches Steuerungsziel. Die EU-Kommission hat im September 2011 einen „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa" vorgestellt, in dem sie den Abbau umweltschädlicher Subventionen und die Verlagerung der Steuer- und Abgabenlast vom Faktor Arbeit auf den Faktor Ressourcenverbrauch fordert. Die deutsche Bundesregierung hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2020 zur „ressourceneffizientesten Wirtschaft" der Welt zu werden, und bereitet derzeit ein umfassendes Ressourceneffizienzprogramm vor.

Im Vorfeld der UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung im Juni in Rio sollte diese FÖS-Konferenz ein Forum bieten, um konkrete Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ressourceneffizienz zu diskutieren. Ökonomische Instrumente leisten durch die Internalisierung externer Umweltkosten einen Beitrag zur ökologischen Kostenwahrheit, auch für Rohstoffe. Auf diese Weise verbessern sie gleichzeitig die Anreize für das Ausschöpfen von Effizienzpotentialen. Im Kontext eines umfassenden Politikmixes können sie daher einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Rahmenbedingungen für eine ressourceneffiziente grüne Wirtschaft zu verbessern.

 

Progamm

10:00 Uhr Einlass und kleines Frühstück

10:30 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. Anselm Görres (Vorsitzender FÖS) Präsentation/Text

11:00 Uhr Keynotes

„Die Notwendigkeit ambitionierter Ressourcenschonung
aus gesellschaftlicher Verantwortung"

Prof. Michael Succow (Minister a.D., Universität Greifswald) Präsentation

„Ressourceneffizienz als Chance für die Wirtschaft Europas"
Günter Verheugen (EU Kommissar a.D.)

„Leitlinien einer Ressourceneffizienzpolitik für Deutschland"
Kai Schlegelmilch (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.) Präsentation

12:30 Uhr Mittagessen

13:30 Uhr Workshop-Phase: Ansatzpunkte für die Verbesserung der Rahmenbedingungen

A) Ressourceneffizienz im Bausektor - Der mögliche Beitrag
ökonomischer Instrumente

Mehr als die Hälfte aller weltweit abgebauten nicht erneuerbaren Rohstoffe sind Baumineralien. Gleichzeitig bestehen im Bausektor große Effizienzpotentiale durch den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe und hochwertiger Recyclingmaterialien. Vor diesem Hintergrund soll im Zentrum dieses Workshops die Frage stehen, ob eine Besteuerung von Primärbaustoffen ein sinnvolles Element eines Politikmixes zur Steigerung der Ressourceneffizienz sein kann.

Moderation: Kai Schlegelmilch (FÖS)

B) Ressourceneffizienz durch Abbau umweltschädlicher Subventionen

Trotz Klimawandel, Ressourcenknappheit und Schuldenkrise leistet sich Deutschland immer noch umweltschädliche Subventionen in Höhe von mehr als 40 Milliarden Euro jährlich. In diesem Workshop sollen daher Ansatzpunkte für einen Abbau der Subventionen für besonders ressourcenintensive Produktions- und Konsumweisen diskutiert werden.

Moderation: Florian Prange (FÖS)

C) Rohstoffbesteuerung in Schwellen- und Entwicklungsländern
- Der Beitrag zu Entwicklungsfinanzierung und Ressourcenschutz

Ein Großteil der weltweit verarbeiteten Rohstoffe stammt aus rohstoffreichen aber dennoch armen Entwicklungsländern. Eine Vielzahl von Faktoren trägt dazu bei, dass häufig nur ein geringer Anteil des Reichtums im Land bleibt. In diesem Workshop soll die Frage im Mittelpunkt stehen, welchen Beitrag Rohstoffsteuern in diesen Ländern dazu leisten können, den Rohstoffen einen fairen Preise zu geben, die Bevölkerung am Rohstoffreichtum ihres Landes teilhaben zu lassen und gleichzeitig Anreize für eine schonende Verwendung dieser Rohstoffe zu verbessern.

Moderation: Eike Meyer (FÖS)

15:00 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr Abschlusspodium: Wie lassen sich die Rahmenbedingungen für eine ressourceneffiziente Wirtschaft verbessern?

Moderation: Damian Ludewig (FÖS)

17:00 Uhr Zusammenfassung und Ausblick

17:30 Uhr Empfang

18:00 Uhr Verleihung Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik

Laudationes

Preisrede

19:00 Uhr Ende der Konferenz

 

Fotos

Dr. Anselm Görres, Vorsitzender des FÖS, begrüßte die Teilnehmer und eröffnete die Konferenz.

Keynote: Prof. Michael Succow (Minister a.D., Universität Greifswald)

Keynote: Günter Verheugen (EU Kommissar a.D.)

Keynote: Kai Schlegelmilch (FÖS)


Workshop A: "Ressourceneffizienz im Bausektor - Der mögliche Beitrag ökonomischer Instrumente"
V.l.n.r.: Andreas Lämmel, MdB (CDU/CSU), Christian Haeser (Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V.), Kai Schlegelmilch (FÖS)

 


Workshop B: "Ressourceneffizienz durch Abbau umweltschädlicher Subventionen"
V.l.n.r.: Prof. Dr. Henning Klodt (Institut für Weltwirtschaft), Florian Prange (FÖS), Georg Geberth (Siemens AG), Ulrich Kelber, MdB (SPD)

 


Workshop C: "Rohstoffbesteuerung in Schwellen- und Entwicklungsländern - Der Beitrag zu Entwicklungsfinanzierung und Ressourcenschutz"
V.l.n.r.: Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung), Alan Carter (International Tax Dialogue), Dr. Christian von Haldenwang (DIE)

 

Abschlusspodium: "Wie lassen sich die Rahmenbedingungen für eine ressourceneffiziente Wirtschaft verbessern?"
V.l.n.r.: Georg Geberth (Siemens AG), Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker (UNEP International Resource Panel), Damian Ludewig (FÖS), Karl Falkenberg (Europäische Kommission), Prof. Hennig Klodt (Institut für Weltwirtschaft)

 


Feierliche Übergabe des Adam-Smith-Preis 2012 an Algirdas Šemeta
V.l.n.r.: Dr. Anselm Görres, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ramune Sotvariene, Algirdas Šemeta, Günter Verheugen

 


Preisrede Algirdas Šemeta

 


Förderhinweis


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